Ernteerfolge mittels Verlustprüfschale steigern

Sensoren sollen helfen Druschverluste bei der Ernte zu vermindern. Doch nicht immer ist es ratsam sich blind auf Maschinen zu verlassen. Die Kalibrierung mit Hilfe einer Verlustprüfschale gilt als sicherste Methode um Einbußen zu verhindern.
Sensoren stoßen bei komplexen Prozessen oft an ihre Grenzen. Ein prägnantes Beispiel ist die elektronische Verlustkontrolle. Die Aussagekraft der Anzeige wird überschätzt und man nimmt für bare Münze, was nur als Tendenz gemeint ist. 1960 wurde die heutige Verlustkontrolle erfunden. Seitdem hat sich am Prinzip der piezoelektrischen Sensoren nichts verändert.
Die sicherste Erfassung der Verluste erfolgt mit Hilfe der Verlustprüfschale.
Die sicherste Erfassung der Verluste erfolgt mit Hilfe der Verlustprüfschale.


Zahlreiche Fehlerquellen
Die Bestandsbedingungen bestimmen, wie viel Verlustkörner tatsächlich von den Sensoren erfasst werden. Um deren Einfluss herauszufiltern, müssen Verlustkontrollgeräte kalibriert werden.
Die Druschverluste stellen im Erntegeschehen eine bedeutende Führungsgröße dar. In das Leistungsmaximum kann man sich erst wagen, wenn die Verlustanzeige einigermaßen stimmt. 1 % zu viel Verlust bei 200 ha sind schon mehr als 3.000 Euro.
Von welcher Seite man die Ökonomie auch betrachtet, die Ernte muss schnell und sicher eingebracht werden. Dazu muss die kalibrierte Verlustanzeige eine sichere Orientierung sein, um den Mähdrescher über den gesamten Tag im Leistungsmaximum zu fahren. Auch wenn die heutige Verlustkontrolle noch eine „halbautomatische“ Version ist, um deren manuelle Kalibrierung man sich gerne drücken möchte, ist sie entscheidend für das monetäre Ernteergebnis.

Autor: Dr. Andrea FEIFFER, feiffer-consult, Sonderhausen (D)

Einen ausführlichen Fachartikel mit weiteren detaillierten Informationen können Sie in der Fachzeitschrift Der fortschrittliche Landwirt (Ausgabe 13/2013) lesen.

Aktualisiert am: 02.07.2013 09:56
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