Entscheidungen treffen

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Vor einer großen Entscheidung wollen wir Risiken abwägen, Chancen ausrechnen, Informationen sammeln. Dabei zögern wir die Wahl gerne hinaus und vergessen, dass auch eine Entscheidung aus dem Bauch heraus nicht immer die schlechteste ist.
Viele neigen dazu, schwierige Entscheidungen hinauszuschieben. (Foto: Who is Danny u. Budimir Jevtic/shutterstock.com)
Viele neigen dazu, schwierige Entscheidungen hinauszuschieben. (Foto: Who is Danny u. Budimir Jevtic/shutterstock.com)
Im Laufe der Zeit und besonders mit dem Wechsel der Generationen stehen auf einem landwirtschaftlichen Betrieb immer wieder große Entscheidungen an. Eine Betriebsumstellung oder Erweiterung, die Einstellung eines Mitarbeiters, die Sicherung der Hofnachfolge oder auch die Anschaffung neuer Maschinen – all das sind Entscheidungen mit großer Tragweite. Auch wenn wir am liebsten immer nur „sichere“ Entscheidungen treffen, so sind die besten Entscheidungen meist jene, an denen sowohl Hirn als auch Herz gleichermaßen beteiligt sind. Vor jeder Entscheidung gehen uns die gleichen Gedanken durch den Kopf: Welche Optionen gibt es? Welche Auswirkung hat die Entscheidung? Muss jetzt gleich entschieden werden? Kaum zu glauben, wie erfinderisch man ist, um Entscheidungen aus dem Weg zu gehen. Weil es so viele Pro- und Kontra- Überlegungen gibt, verschieben wir Entscheidungen und zögern sie aus Angst immer weiter hinaus. Doch in Wirklichkeit ist auch eine Nichtentscheidung eine Entscheidung. Bedenken Sie, dass Möglichkeiten, die Sie sich durch Verzögerung offen halten wollen, oft zeitlich begrenzt sind. Eine frühe Entscheidung erhöht zwar manchmal das Risiko, kann aber auch einen Vorsprung bringen.

Zwischen Gefühl und Verstand
Mal sagen die Gefühle „Ja“ und der Verstand „Nein“, oder umgekehrt. Im Mittelpunkt guter Entscheidungen steht ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Verstand und Gefühl, beide sollten an den Überlegungen beteiligt sein. Besonders bei wirtschaftlichen Entscheidungen konzentrieren wir uns gerne auf die Fakten. Natürlich sind Informationen grundlegende Basis für Entscheidungen und sie zu beschaffen kann sehr zeitaufwändig sein. Hier sind professionelle Berater und außenstehende Experten eine große Hilfe, denn sie bringen eine objektive Perspektive in die Entscheidung ein. Beratungen kosten zwar Geld, eine Fehlentscheidung kostet aber meist viel mehr. Generell kann eine zweite Meinung sehr hilfreich sein bevor man sich entscheidet.

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Autor: Birgit Lang
Aktualisiert am: 19.12.2017 10:12
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