Engerlinge mit Pilzgerste bekämpfen

Die Engerlinge der Mai- Juni- und Gartenlaubkäfer können im Grünland enorme Schäden an der Grasnarbe verursachen. Ein Tiroler Bauer setzt seit 20 Jahren erfolgreich auf den Einsatz von Pilzgerste bei der Bekämpfung von Engerlingen.
Mit der Pilzgerste können Engerlinge langfristig und erfolgreich bekämpft werden.
Mit der Pilzgerste können Engerlinge langfristig und erfolgreich bekämpft werden.
Vom Prinzip her funktioniert die Bekämpfung ganz einfach. Die Gerste ist nur der Träger des Pilzes. Der Keim wird abgetötet, die Gerste mechanisch geritzt und der Pilz hinzugefügt. Mit der Schlitzsämaschine bringt der Bauer die Gerste in den Boden ein. Rund drei bis sieben Zentimeter sind ideal. Da der Keim der Gerste abgetötet wurde, wächst er auch nicht an, er bleibt einfach im Boden liegen. Der Pilz hat eine Wirkzeit von rund zehn Jahren, sofern sich der Pilz auf Kosten der Engerlinge optimal vermehren kann. Wenn die Engerlinge sich im Boden fortbewegen und Kontakt mit der Pilzgerste haben, sterben sie ab. Sie vertrocknen und bleiben verkrustet im Boden liegen. Da sie mit dem Pilz infiziert sind und im Boden bleiben, sind sie wieder Pilzträger und haben die gleiche Funktion wie die Pilzgerste. Es bildet sich im Boden ein großes Pilzgeflecht. Eine bessere Wirkung ergibt sich bei einer zweimaligen Anwendung der Pilzgerste, verteilt auf zwei Jahre.

Autor: Michael Schilling, Edelschrott

Mehr darüber erfahren Sie in der Ausgabe 13 von „Der fortschrittliche Landwirt“

Weiters in dieser Ausgabe:


Aktualisiert am: 22.06.2012 11:45
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