Energieholz: Nachfrage und Herausforderungen nehmen zu

Bis zu 20 t atro sind heute möglich, dennoch ist Energieholz von Kurzumtriebsflächen beliebt wie nie zuvor. Neben der Ertragssteigerung steht die Kulturpflege im Blickfeld der Bewirtschaftung.
Um dem Befall mit Blattrost (Pappelsorte Bild Mitte) zu entgegnen, wird in Zukunft vermehrt auf resistente Sorten Wert gelegt.
Um dem Befall mit Blattrost (Pappelsorte Bild Mitte) zu entgegnen, wird in Zukunft vermehrt auf resistente Sorten Wert gelegt.
Mittlerweile sind im Kurzumtrieb Erträge von bis zu 20 t atro je Hektar und Jahr möglich, teilweise sogar noch mehr. Zwar werden derartige Erträge nie beim ersten Umtrieb erzielt, sondern erst bei der zweiten Ernte mit stärker verzweigten Beständen.

Weide im Vorteil
Bei den kurzen 2- bis 3-jährigen Umtrieben hat mittlerweile die Weide im Vergleich zur Pappel deutliche Vorteile errungen. Diese verschwindet allmählich im kurzen Umtrieb. Der im Jahr 2011die Pappel massiv befallene Rindenbrand hat mitunter zum völligen Absterben auch von mehrjährigen Beständen geführt.
Davon war die Weide völlig unberührt. Mittlerweile steht außer Zweifel, dass sie durch ihre hohe Wiederaustriebskraft Unkraut unterdrücken vermag. Sie beginnt im Frühjahr deutlich früher mit dem Wuchs. Bei sehr hohen Temperaturen über 25 °C oder auf sehr trockenen Standorten muss sie allerdings der Pappel das Feld überlassen.

Autor: Dr. Karl Mayer, LK Steiermark.

Mehr zum Thema Kurzumtrieb und Energieholz vom Acker mit Ausblick auf die Zukunft lesen Sie in der Ausgabe 12/2012 der Zeitschrift „Der fortschrittliche Landwirt“.


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Aktualisiert am: 05.06.2012 14:02
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