Eiweißqualität von Raps neu bewertet

Raps hat in den letzten Jahren in der Fütterung von Milchkühen eine zunehmende Bedeutung bekommen. Zahlreiche neue Untersuchungen zum Abbauverhalten des Eiweißes in Rapsprodukten zeigten, dass der Gehalt an UDP beim Rapsschrot deutlich höher ist.
Die Eiweißqualität von Raps wurde neu bewertet.
Die Eiweißqualität von Raps wurde neu bewertet.
Den Grundstock jeglicher Fütterung bildet das im Betrieb selbst erzeugte Grundfutter. In der Regel sind dieses Gras- und Maissilage sowie Heu und im Sommer Weidegras. Wie diese miteinander kombiniert werden sollen – dafür gibt es kein Patentrezept. Aber sie müssen – zumindest für hohe Milchleistungen - energetisch und eiweißseitig mit Kraftfutter weiter aufgebessert werden. Dabei stellt sich immer die Frage nach den für die Grundfutterration passenden Kraftfutterkomponenten. Bezüglich einer notwendigen Eiweißergänzung durch das Kraftfutter fiel in der Vergangenheit die Wahl überwiegend auf Sojaschrot. Soja ist energiereich und liefert von allen Kraftfutterkomponenten den höchsten Gehalt an Eiweiß (über 40 % Rohprotein). Da kommt kein einheimisches Futtermittel heran. Nach und nach – und vor allem in den letzten 5-7 Jahren – hat eine Vielzahl der Milchkuhbetriebe aber einen Schwenk vollzogen. Derzeit decken zahlreiche Betriebe in Schleswig-Holstein bereits den größten Anteil der notwendigen Eiweißergänzung nicht mehr über Soja-, sondern über Rapsextraktionsschrot ab.

Autor: Dr. Katrin Mahlkow-Nerge, Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, (D)

Mehr darüber erfahren Sie in der Ausgabe 5 von „Der fortschrittliche Landwirt“

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Aktualisiert am: 20.02.2012 11:52
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