EU-Schweinemarkt: Anhaltend stabile Verhältnisse

Auch in der neuen Vermarktungswoche präsentiert sich der EU-Schlachtschweinemarkt sehr stabil. EU-weit gibt es zurzeit keine Anzeichen für eine Veränderung der Marktlage.
Schlachtreife Schweine können derzeit zügig vermarktet werden. Im gesamten EU-Raum wird von stabilen Marktverhältnissen berichtet.
Schlachtreife Schweine können derzeit zügig vermarktet werden. Im gesamten EU-Raum wird von stabilen Marktverhältnissen berichtet.
Dänemark (+2 Cent) und Frankreich (+1,5 Cent) legen leicht zu, ansonsten tendieren praktisch alle Notierungen seitwärts. In der BRD wurde am Montag der "Tag der Deutschen Einheit " gefeiert, trotz des dadurch fehlenden Schlachttages sehen die Marktbeteiligten kein Absatzproblem. Gar nicht nach Einheit sehen die Veränderungen der ca. 100 verschiedenen deutschen Abrechnungsmasken aus. Diese wurden aufgrund einer neuen Klassifizierungsformel notwendig. Die Schlachtunternehmen versichern den Bauern, es werde zu keiner Schlechterstellung kommen, allerdings hat die Agrarierseite kaum Mitsprache und Kontrollkompetenz. Und da jeder Schlachtbetrieb sein eigenes Süppchen kocht, ist ein Vergleich der verschiedenen Masken schwierig. In Deutschland ist der Preis zwar nominal unverändert geblieben, bedingt durch die Änderungen der Klassifizierungsformeln und Abrechnungsmasken wird jedoch mit einem Umstellungsverlust für die Landwirte in Höhe von 0,5 bis 1 Cent je kg gerechnet.

Tendenz für den deutschen Schlachtschweinemarkt

Auch für die kommenden Tage wird keine durchgreifende Änderung der Marktsituation erwartet. In der vergangenen Woche wurden zwar bereits einige Partien zur Vermarktung vorgezogen, durch den Feiertag am Montag wurden einige Schweine noch auf die kommenden Tage verschoben. Gleichzeitig sind in vielen Betrieben die Bestellarbeiten für das Wintergetreide schon weit vorangeschritten, so dass jetzt auch die Schlachtschweine­vermarktung wieder ins Blickfeld rückt. Die zum Verkauf anstehenden Partien können weiterhin zügig vermarktet werden.


In Österreich läuft das Geschäft nach Angaben der Schweinebörse rund bis flott. Die Fleischindustrie arbeitet bereits voll mit Blick Richtung Weihnachten. Handelsketten sorgen mit Aktionen für einen lebhaften Frischfleischabsatz. Vor diesem Hintergrund konnte das wieder etwas größer gewordene Angebot problemlos platziert werden. Die Konsequenz daraus: Der Mastschweine-Notierungspreis bleibt diese Woche unverändert bei EUR 1,38 (Quelle AIZ Info).

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Aktualisiert am: 05.10.2011 22:32
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