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Deutsche Hauspreise verunsichern und bringen Preise weiter unter Druck
Schlachtschweine werden schleppender abgeholt.
Schlachtschweine werden schleppender abgeholt.
Als Gegenreaktion der starken Preisanstiege im Februar zeigen im März die deutschen Großabnehmer, letzte Woche Vion, diese Woche Tönnies und Westfleisch, ihre Muskeln und unterfahren den Vereinigungspreis um einige Cent. Das berichten Styriabrid und Ö-Börse in ihrem aktuellen Marktbericht. In der Folge musste die Vereinigung der Erzeugergemeinschaften neuerlich mit einer Preisrücknahme von 4 Cent reagieren. Die übrigen EU Mitgliedsstaaten zeigen stabilere Preise, allerdings auf einem niedrigeren Niveau. Der Preisanstieg im Februar ist in den meisten Ländern geringer ausgefallen als in Deutschland und Österreich. Am Fleischmarkt laufen die Geschäfte bei Schinkenteilen wegen des Osterfestes zufriedenstellend. Das übrige Sortiment bewegt sich eher impulslos. Der Drittlandexport nach Asien wird von vielen Marktteilnehmern als schleppend beschrieben. Auch der Euro/Dollar Wechselkurs spielt hier eine Rolle.
In Österreich hat sich das Angebot an schlachtreifen Schweinen auf Durchschnittsniveau eingependelt. Die Verunsicherungswelle aus Deutschland hat auch hierzulande die Kaufbereitschaft der Abnehmer beeinflusst. Folge dessen mussten vereinzelt Partien den einen oder anderen Tag länger als geplant im Stall verharren, wodurch auch das Schlachtgewicht mit 97,8 kg stabil auf hohem Niveau liegt. Vertreter aus dem Fleischgroßhandel beklagen, dass das Ostergeschäft bereits gelaufen sei und es für den Start in die Grillsaison noch zu kalt und zu früh sei. Vor diesem Hintergrund wurde auch an der Österreichischen Schweinebörse die Notierung um 4 Cent zurückgenommen.

Aktualisiert am: 16.03.2018 14:21