EU-Kommission erhöht Erstattungen für Butter

Die EU-Kommission hat am Donnerstag im Verwaltungsausschuss in Brüssel die Ausfuhrhilfen für Butter und Magermilchpulver erhöht. Im Ausschreibungsverfahren gewährte sie für Butter Erstattungen von bis zu 70 Euro /100 kg.
Die Dauererstattung für Butter wurde von 55 Euro auf 65 Euro /100 kg
Die EU-Kommission hat die Ausfuhrhilfen für Butter und Magermilchpulver erhöht.
Die EU-Kommission hat die Ausfuhrhilfen für Butter und Magermilchpulver erhöht.
angehoben. Für Magermilchpulver erhöht sich die Dauererstattung von 19 Euro auf 21 Euro /100 kg. Die Kommission begründete die Erhöhung mit dem schwachen US-Dollar, der die Exporte aus der EU verteuere. Zudem wehrte sich die Brüsseler Behörde im Ausschuss gegen den Vorwurf, mit den Ausfuhrhilfen Dumping zu betreiben.

Export in Entwicklungsländer nicht gestiegen
Seitdem die Kommission Erstattungen gewähre, seien die ohnehin geringen Exportmengen von Milchpulver in Entwicklungsländer nicht angestiegen, wurde betont. Die Ausfuhren von Milchprodukten aus der EU sind derzeit insgesamt noch rückläufig. Die gebotene Buttermenge für die Ausschreibung von Exporterstattungen habe sich in den vergangenen beiden Wochen fast halbiert, berichtete die EU-Kommission im Verwaltungsausschuss.

Fehlende Nachfrage auf dem Weltmarkt
Nur noch 1.644 t Butter erhielten in dieser Woche den Zuschlag mit der Höchsterstattung von 70 Euro. Die angebotene Menge an Magermilchpulver sei sogar um 77 % gegenüber dem vorherigen Ausschuss zurückgegangen. Die Kommission vermutet dahinter eine fehlende Nachfrage auf dem Weltmarkt. Für die Intervention wurden in dieser Woche 2.310 t Butter zu 220 Euro pro 100 kg und 22.688 t Magermilchpulver zu 167,90 Euro zugeschlagen. (aiz)


Aktualisiert am: 10.06.2009 10:28
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