EMB und IG-Milch: EU-Milchpolitik ist gescheitert

Die Milchpolitik der EU ist aus Sicht der Produzenten gescheitert und führt die Milcherzeuger in den Ruin. Eine Richtungsänderung der aktuellen Politik ist unabdingbar, heißt es dazu in einer aktuellen Presseaussendung der IG-Milch, der heimischen Mitgliederorganisation des European Milk Board.
Ziel des European Milk Board (EMB) ist es für die Milcherzeuger in Europa kostendeckende Milchpreise zu erreichen.Der EMB vertritt Milcherzeuger aus 14 europäischen Ländern. Nun tagte die Mitgliederversammlung des EMB in Brüssel und traf wichtige Entscheidungen bezüglich des Umgangs mit der aktuellen Krisenlage sowie bezüglich der längerfristigen Strategie.
Die derzeitige EU-Milchpreispolitik gefährdet die heimischen bäuerlichen Milcherzeuger, warnt die IG Milch und mit ihr das European Milk Board. Ein Maßnahmenkatalog zur Problemlösung wurde aufgelegt, ein offener Brief an die Regierung und ans Parlament gerichtet.
Die derzeitige EU-Milchpreispolitik gefährdet die heimischen bäuerlichen Milcherzeuger, warnt die IG Milch und mit ihr das European Milk Board. Ein Maßnahmenkatalog zur Problemlösung wurde aufgelegt, ein offener Brief an die Regierung und ans Parlament gerichtet.


Um das Ziel kostendeckender Milchpreise zu erreichen, fordern die EMB-Mitglieder folgende Maßnahmen:
  • Die Anwendung der Mengenregelung muss umgehend flexibilisiert werden.
  • Maßstab für Quotenanpassungen muss immer ein kostendeckender Milchpreis sein Hierzu sind Quotenreserven zu schaffen, welche je nach Bedarf zur Produktion freigegeben werden können. Voraussetzung ist eine wirksame Einschränkung der Landessaldierung in allen EU-Ländern
  • Um Quoten aus der Produktion zu nehmen, ist das Instrument der freiwilligen (zeit- und teilweisen) Stilllegung umgehend einzuführen
  • Die beschlossenen Quotenerhöhungen in Höhe von 5 x 1% dürfen ebenfalls nur nach * Bedarf zur Produktion freigegeben werden
  • Der Fettkorrekturfaktor ist auf bisherigem Stand (0,18) zu belassen
  • Schaffung einer Rechtsgrundlage zur EU-weiten Einführung von erzeugerfinanzierten Umlagen
  • Schaffung einer europäischen Rechtsgrundlage für den Zusammenschluss der Milcherzeuger und ihrer Milch gegenüber Molkereien und Einzelhandel
  • Sofortiges einmaliges Herauskaufen überschüssiger Produkte und diese marktunschädlich verwenden, um den Markt zu entlasten und den Auszahlungspreis so schnell wie möglich anzuheben. Jedoch nicht Steuergelder verwenden, um mit diesen Mengen Märkte in anderen Ländern zu schädigen oder durch Lagerung den Preis in Europa und auf dem Weltmarkt in naher Zukunft wieder unter Druck zu setzen.
    Wenn sich am niedrigen Milchpreisniveau nichts ändert, werden zukünftig zahlreiche Melkstände leer bleiben, fürchtet das EMB.
    Wenn sich am niedrigen Milchpreisniveau nichts ändert, werden zukünftig zahlreiche Melkstände leer bleiben, fürchtet das EMB.


Bei Fragen zu den Forderungen oder den Aktivitäten des EMB kontaktieren Sie bitte gerne:

  • R. Schaber (Deutschland): 0049/15155037174
  • S. van Keimpema (Niederlande) (EN/NL): 0031/612168000,
  • S.Korspeter (FR): 0049/1786021685
  • E. Halbmayr (AT): 0043 664/9249635


Infos auch unter IG Milch

(EMB)


Aktualisiert am: 16.03.2009 10:41
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