Die Verordnung zur Bekämpfung der Bovinen-Virusdiarrhoe (BVD)

Die relativ einfache Ausmerzbarkeit des BVD-Virus aus den Herden und die großen Schäden, die es in infizierten Herden anrichtet, sind die Hauptgründe für eine staatlich angeordnete Bekämpfung.


Kalb mit Bewegungsstörungen aufgrund BVD-bedingter Kleinhirnmissbildung.
Kalb mit Bewegungsstörungen aufgrund BVD-bedingter Kleinhirnmissbildung.
Die BVD-Krankheit wird mit der BVD-Verordnung anzeigepflichtig. Binnen 24 Stunden hat der Tierarzt oder der Tierhalter bei der zuständigen Bezirkshauptmannschaft Anzeige zu erstatten.
Der wichtigste Punkt für eine erfolgreiche BVD-Bekämpfung ist die Regulierung des Tierverkehrs, um zu verhindern, dass geborene oder ungeborene BVD-Virusstreuer in nicht infizierte Herden eingeschleppt werden.
Aus amtlich anerkannt BVD-freien Beständen dürfen trächtige Rinder und Rinder über 6 Monate ohne Einzeltieruntersuchung in Verkehr gebracht werden, wenn die letzte Grund- oder Kontrolluntersuchung (Tankmilchprobe, Jungkuhgruppe oder Jungtierfenster) nicht länger als 3 Monate zurückliegt und die Untersuchung ergibt, dass kein BVD-Geschehen vorliegt.
Diese sehr restriktiven Bestimmungen für das Inverkehrbringen von Rindern können gelockert werden, wenn das Infektionsrisiko in einem Gebiet geringer wird. Dazu ist ein Antrag des Landeshauptmannes beim Bundesminister erforderlich. Die Ausnahmen von den verpflichteten Einzeltieruntersuchungen gelten nur für das Verbringen innerhalb des kundgemachten Gebietes.

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Aktualisiert am: 08.07.2004 16:01
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