Die Mykoplasmen-Impfung auf dem Prüfstandsie?

Kategorien zum Thema: Tiergesundheit Schweine
Aufgrund der zusätzlichen Arbeitsbelastung und der Kosten steht die Mykoplasmen-Impfung immer wieder auf dem Prüfstand. Die Impfung ist aber unverzichtbar, zumal sie bei richtiger Anwendung sowohl für Ferkelerzeuger als auch Mäster Vorteile bringt.
Da Mycoplasma hyopneumoniae der Wegbereiter für viele Atemwegserkrankungen ist, wirkt sich die Mykoplasmen-Impfung neben der direkten Wirkung auf die Mykoplasmen auch indirekt auf die anderen Erreger aus.
Da Mycoplasma hyopneumoniae der Wegbereiter für viele Atemwegserkrankungen ist, wirkt sich die Mykoplasmen-Impfung neben der direkten Wirkung auf die Mykoplasmen auch indirekt auf die anderen Erreger aus.
Das charakteristische Symptom einer Mykoplasmeninfektion ist ein trockener Husten, der etwa zwei bis vier Wochen nach der Infektion beginnt. Fieber und Atemnot sind bei einer unkomplizierten EP nicht typisch. Bei schwerem Verlauf verweilen die Schweine im Hundesitz und zeigen eine schnelle Atmung oder Atemnot aufgrund von Sauerstoffmangel. Eine hohe Belegdichte sowie ungünstiges Stallklima begünstigen die Infektion. Die Inkubationszeit beträgt etwa drei Wochen. In Zuchtbeständen sind die älteren Sauen meistens gegen Mykoplasmen immun und schützen über die Biestmilch ihre Ferkel für eine gewisse Zeit. Über infizierte Jungsauen kann der Erreger immer wieder in den Bestand kommen. Die älteren Ferkel infizieren sich, sobald der Schutz über die Biestmilch nachlässt.

Mehr über die Übertragungswege des Erregers, das Unterbrechen der Infektionskette und möglichen Impfstrategien lesen Sie in Ausgabe 23 des fortschrittlichen Landwirts.

Autor: Dr. Heike ENGELS, Agrarjournalistin, Syke (D)

Weiters in dieser Ausgabe:
• Interessantes von der EuroTier 2010-11-19
• Was leisten Erdwärmtauscher?


Aktualisiert am: 19.11.2010 12:50
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