Der Westliche Maiswurzelbohrer ist auf dem Vormarsch

Der weltweit bedeutendste Maisschädling hat Österreich erreicht. Die Schäden lassen sich in Grenzen halten.
Starke Wurzelschädigung durch Larvenfraß
Starke Wurzelschädigung durch Larvenfraß
Einer der nachhaltigsten Maßnahmen zur Vermeidung von Schäden ist der Fruchtwechsel. Begründet durch die Biologie, finden die im Frühjahr schlüpfenden Larven beim Fruchtwechsel keine Nahrung vor und gehen zugrunde. In den Intensivanbaugebieten (Risikogebiete) könnte die Umstellung der Fruchtfolge aufgrund der Viehbesatzdichte oder einer begrenzten Fläche bei Saatgutfirmen zu Problemen führen. Bodeninsektizide gegen die Larven, wie Counter SG (Terbufos) oder Force 1.5G (Tefluthrin), die zum Zeitpunkt der Aussaat ausgebracht werden, sind wirksam. Dieses ist mit den bereits aus den USA bekannten Nachteilen, wie zB einer Resistenzbildung und Umweltbelastung, verbunden. Durch Bandapplikation und einem Wirkstoffwechsel können diese Nachteile z.T. begrenzt werden. Zukünftig wäre alternativ auch eine Saatgutbehandlung mit einem Insektizid wie zB Poncho (Clothianidin) denkbar, welches den Wurzeln hinreichenden Schutz vor Larvenfraß bietet. Darüber hinaus gibt es in den USA Verfahren zur großflächigen Ausbringung von Ködern mit Insektiziden (SLAM). In Österreich gab es 2002 noch keine Zulassung von Insektiziden im Mais gegen den Westlichen Maiswurzelbohrer, was in diesem Jahr aber zu erwarten ist. Nähere Information können bei dem zuständigen Pflanzenschutzdienst abgefragt werden.

Der Maiswurzelbohrer zählt zu den Quarantäneschädlingen und ist meldepflichtig. Bei Befallsverdacht ist umgehend der Amtliche österreichische Pflanzenschutzdienst zu verständigen.

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Aktualisiert am: 24.04.2003 11:55
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