Claas Corto, Volto und Liner am Berg

Die Futtererntespezialisten aus dem Claas-Werk in Bad Saulgau haben ihr Sortiment zum „Mähen-Zetten-Schwaden“ mit innovativen, leichten Maschinen für den Alpenraum nach unten ergänzt. Wir waren beim Ersteinsatz in Tirol dabei.
Kürzlich präsentierte Claas eine neue Generation von Trommelmähwerken.
Kürzlich präsentierte Claas eine neue Generation von Trommelmähwerken.
In Gunstlagen ist Claas mit seiner Futtererntetechnik ein „Big Player“. Auch in Österreich sieht man, seit der Gründung des eigenen Vertriebsstandortes in Spillern, landauf landab immer mehr saatengrüne Mähwerke, Zetter und Schwader. Wer aber in der Alpenrepublik zu den „Big Players“ gehören möchte, der darf die Berge nicht außer Acht lassen. Claas hat jetzt für diese Betriebe neue Geräte entwickelt und bietet zusätzlich zu den Disco Scheibenmähwerken auch Trommelmäher an.

Zwei neue Fronttrommelmäher
Die beiden neuen Mähwerke Corto 285 F und 310 F mit einer Arbeitsbreite von 2,82 m bzw. 3,05 m sind in einem neuen, modernen Design gehalten. Für unseren Fahrbericht stellte uns Claas das 310 F zur Verfügung. Der Anbau an den Arion 410 gestaltet sich einfach.
Neu ist auch der geschobene Anbaubock mit dreidimensionaler Bodenanpassung. Das System ermöglicht ein freies Pendeln der Mäheinheit: 20° längs und 12° quer zur Fahrtrichtung. Die Auf- und Abwärtsbewegung in Fahrtrichtung lässt sich je nach Bedingungen einschränken, z.B. beim Mähen von liegendem Gras oder um das Einstechen in kurz kupiertem Gelände zu vermeiden. Die Einstellung erfolgt mit einem Halter am Anbaubock, der sich in drei Positionen arretieren lässt: Tief-, Normal- und Hochschnitt.
Vier gleich große Trommeln mit je drei Klingen und Schnellwechselsystem.
Vier gleich große Trommeln mit je drei Klingen und Schnellwechselsystem.
Die Antriebsdrehzahl der Mähtrommeln lässt sich durch einen Tausch der Riemenscheiben bei Bedarf von 1.000 U/min auf 540 U/min ändern. Eine Reibkupplung in der Gelenkwelle schützt das Mähwerk vor Überlast. Gemäht wird mit vier Trommeln, die jeweils mit drei Messern bestückt sind. Die Schnitthöhe lässt sich auf verschiedene Arten verstellen: stufenlos durch „Eindrehen oder Ausdrehen“ des Gleittellers, Distanzringe zwischen Trommel und Gleitteller sowie durch die Montage einer speziellen Erhöhung der Gleitteller. Der Futterfluss war bei unseren Einsatzbedingungen immer gegeben. Für sicheren Futterfluss in extrem starken Beständen bietet der Hersteller zusätzliche Mitnehmerbänder an. Diese werden bei Bedarf an die beiden mittleren Trommeln geschraubt.
Rotierende Schwadscheiben führen das Gras mittig zusammen. Jeweils eine Schwadscheibe an den äußeren Trommeln gehört zur Serienausstattung, eine zweite für besonders schmale Schwade gibt es auf Wunsch. Zudem lässt sich die Schwadbreite mit zwei Hebeln oben an der Verkleidung einfach in drei Stufen verstellen.

Claas Volto 65 mit sechs Kreiseln und sechs Zinkenträger pro Kreisel.
Claas Volto 65 mit sechs Kreiseln und sechs Zinkenträger pro Kreisel.
Drei kleine Wender mit großer Technik
Claas hat auch seine kleinsten Kreiselzettwender überarbeitet und für den Einsatz in der Berglandwirtschaft optimiert. Die drei neuen Modelle Volto 45, 55 und 65 eignen sich besonders für kleine Flächen in Hanglagen. Die Kreisel dieser beiden Geräte sind identisch: sechs Zinkenträger mit einem Durchmesser von 1.500 mm. Der mittlere Typ Volto 55 unterscheidet sich vom Vierkreisler Volto 45 nur durch längere Zinkenarme, die den Kreiseldurchmesser um 200 mm auf 1.700 mm vergrößern.
Neben dem neuen Design fahren die kleinen Volto jetzt unter anderem mit der Technik der großen Brüder vor: nachlaufende Geometrie der Zinkenarme (Max Spread) und Kreiselantrieb mit Fingerkupplungen (Permalink).
Die in den Anbaubock integrierte Nachlaufeinrichtung ermöglicht eine ruhige, zwangsfreie Kreiselführung bei Kurvenfahrten. Zwei Feder-Stabilisatoren verhindern ein Auflaufen bei Abwärtsfahrten am Hang und zentrieren die Maschine beim Ausheben automatisch in Mittelstellung.
Besonders stolz ist man bei Claas auf das von den großen Brüdern bekannte Gutflusskonzept Max Spread. Auffallendstes Merkmal sind die gegen die Drehrichtung geknickten Zinkenarme. Die so nachlaufenden Zinken stehen während der Gutaufnahme länger quer zur Fahrtrichtung. Das erlaubt laut Hersteller zum einen eine um 1–2 km/h höhere Arbeitsgeschwindigkeit und schont zum anderen durch eine geringere Drehzahl und einen geradlinigeren Verlauf zwischen den Kreiseln das Futter. Die Praxis hat diese „theoretischen Behauptungen“ untermauert. Die beiden Geräte liefern ein sehr gleichmäßiges Streubild ab.
Die flexiblen Schutzbügelhalter aus glasfaserverstärktem Polyamid reduzieren das Gewicht und die Vibrationen. Auch das ist ein kleiner Hinweis, dass es Claas ernst meint mit dem Berg.

Wie die großen Schwader von Claas hat auch dieses Einstiegsmodell eine geschlossene, dauergeschmierte Kurvenbahn.
Wie die großen Schwader von Claas hat auch dieses Einstiegsmodell eine geschlossene, dauergeschmierte Kurvenbahn.
Leichter Einkreiselschwader
Auch beim Schwader hat Claas nachgebessert. Zur Saison 2018 gibt es drei neue Zweikreisel-Seitenschwader und einen neuen Einkreiselschwader: Liner 1700 Twin, 1800 Twin und 1900 sowie Liner 320. Für den Einsatz in den Bergen haben wir uns den kompakten Einkreiselschwader Liner 320 ausgesucht. Er eignet sich hervorragend für kleine Flächen und schwieriges Gelände. Aber auch dieses Einstiegsmodell ist größtenteils mit der Technik der Zweikreisel-Seitenschwader ausgestattet. Alle neuen Modelle zeichnen sich durch die für Claas typische geschlossene Schwadglocke und im Ölbad laufenden Steuerrollen aus.
Der 320er hat eine Arbeitsbreite von 3,20 m und ist mit acht Zinkenarmen mit jeweils drei Federzinken ausgerüstet. Der Dreipunktbock mit seinen Federstabilisatoren läuft auch unter schwierigen Bedingungen und in Hanglagen einwandfrei hinterher.
Der Anbau an den Traktor und die Bedienung sind einfach. Auf Wunsch gibt es auch für diesen kleinen Schwader zur besseren Bodenanpassung ein Tandemfahrwerk.

Weitere Details zu diesen neuen Bergmaschinen von Claas und was sie kosten, erfahren Sie im LANDWIRT 16/2017 (Erscheinungstermin 16.08.2017).

Bestellen Sie kostenlos und unverbindlich Ihr Probeheft Ausgabe 16/2017, solange der Vorrat reicht.

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Aktualisiert am: 12.08.2017 11:56

Bildbericht Claas Corto 310 F

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