China wirft Auge auf Neuseelands Milchwirtschaft

Die neuseeländische Milchwirtschaft fürchtet den Ausverkauf an chinesische Direktinvestoren. Wie verschiedene Medien in Neuseeland übereinstimmend berichten, will das in Hongkong börsennotierte Unternehmen Natural Dairy (NZ) Holdings umgerechnet bis zu 780 Mio. Euro in den Kauf von Milchviehbetrieben, Boden und Verarbeitungskapazitäten in Neuseeland investieren.
In Neuseeland sollen die Bestimmungen für ausländische Direktinvestitionen verschärft werden - es wird ein Ausverkauf an chinesische Investoren befürchtet.
In Neuseeland sollen die Bestimmungen für ausländische Direktinvestitionen verschärft werden - es wird ein Ausverkauf an chinesische Investoren befürchtet.
Natural Dairy ist eine chinesische Investment-Holding, die bis vor Kurzem noch als China Jin Hui Mining Corporation firmierte. Für den größten Familienbetrieb Neuseelands, die Crafar Farms mit 20.000 Milchkühen auf 22 Betrieben, unterbreitete Natural Dairy jetzt ein Kaufangebot. Die Crafar Farms waren im Oktober 2009 unter hohen Schulden zusammengebrochen. Seither steht der Betrieb unter Insolvenzverwaltung.

Angst um Ruf der neuseeländischen Milchprodukte
Das bilaterale Freihandelsabkommen zwischen Neuseeland und der Volksrepublik China vom April 2008 macht Direktinvestitionen für chinesische Unternehmen in dem Inselstaat attraktiv. Der Einstieg in die Milchwirtschaft muss allerdings von der neuseeländischen Behörde für ausländische Direktinvestitionen genehmigt werden. Der Bauernverband in Auckland sorgt sich um den Ruf von neuseeländischen Milchprodukten in der Welt. Die Opposition forderte Regierungschef John Key in Wellington auf, die Bestimmungen für ausländische Direktinvestitionen zu verschärfen. (AIZ)

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Aktualisiert am: 24.03.2010 22:12
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