Burgenlandmilch in neuer Verpackung

Die Burgenlandmilch bekommt eine neue Verpackung. Damit soll ein starken Bezug zum Bundesland hergestellt werden.
Die "Burgenlandmülch" in ihrer neuen Verpackung.
Die "Burgenlandmülch" in ihrer neuen Verpackung.
"Burgenlands Bauern erzeugen unter Einhaltung strenger Qualitätskriterien hochwertigste Milch. Wir füllen diesen Rohstoff in eine neue, attraktive Verpackung: Mit der "Burgenlandmülch " stellen wir durch die Landkarte und einen namentlich angeführten Milchbauern auf der Packung einen starken Bezug zu diesem Bundesland her und hoffen, viele Konsumenten für dieses hochwertige Produkt gewinnen zu können." Dies betonte der Vorstandssprecher der NÖM AG, Alfred Berger bei einer Pressekonferenz. "Wir starten dazu auch eine Werbekampagne, wobei die Konsumenten bei allen regionalen "BVZ "-Ausgaben sowie am Sonntag im "Kurier " einen Gutschein für eine Kostprobe dieser Milch finden. Weiters geht die "Burgenlandmülch " mit einem Kühlbus vom 07. bis 12.06. auf Roadshow, wobei in den sieben größten Städten des Burgenlandes die Konsumenten ebenfalls Kostproben erhalten und bei einem Gewinnspiel mitmachen können ", berichtete Berger. Weiters wurde eine Homepage (www.burgenlandmilch.at) eingerichtet.

v.li.: Ing. Werner Falb-Meixner (Landesrat, Burgenländische Landesregierung ), Milchbauer Gerhard Kappel, Mag. Alfred Berger (NÖM), Ing. Leopold Gruber-Doberer (MGN Milchgenossenschaft Niederösterreich).
v.li.: Ing. Werner Falb-Meixner (Landesrat, Burgenländische Landesregierung ), Milchbauer Gerhard Kappel, Mag. Alfred Berger (NÖM), Ing. Leopold Gruber-Doberer (MGN Milchgenossenschaft Niederösterreich).
" Milchgenossenschaft Niederösterreich
Nachdem die MONA Oberwart Produktions GmbH (vormals Molkerei Oberwart) die Abnahmeverträge per April 2009 gekündigt hatte, drohte den burgenländischen Lieferanten von 16 Mio. kg Milch das betriebliche Aus. Trotz der international sehr angespannten Marktlage schlossen die Milchgenossenschaft Niederösterreich (MGN) und die NÖM Verträge mit den betroffenen Landwirten ab. "Mittlerweile hat sich die Lage wieder etwas entspannt. Rückblickend gesehen war diese Aufnahme eine richtige und zukunftsweisende Entscheidung", erklärte Leopold Gruber-Doberer, Geschäftsführer der MGN. Mit 01.10.2010 hätten die burgenländischen Milchbauern die Möglichkeit, Mitglied bei der MGN zu werden. Er gehe davon aus, dass die meisten Lieferanten dieses Angebot nutzen und somit eine langfristige, strategische Entscheidung für ihre Betriebe treffen, sagte der Geschäftsführer. Die MGN kauft von 4.400 Bauern die Milch und vermarktet diese größtenteils über die NÖM AG, an der die Genossenschaft zu 15 % beteiligt ist. "Von den jährlich insgesamt angelieferten 335 Mio. kg Rohmilch werden ca. 10 Mio. kg direkt nach Italien als Versandmilch verkauft ", so Gruber-Doberer.

Höchste Produktionsstandards
Die Situation bei den Milchbauern sei nach wie vor problematisch. Sie hätten im Jahr 2009 ein deutliches Einkommensminus verzeichnet und seien weiterhin mit gestiegenen Kosten in den Bereichen Energie, Düngemittel und Pflanzenschutz konfrontiert. "Mit der Umstellung auf gentechnikfreie Produktion erfüllen wir darüber hinaus einen Wunsch der Konsumenten. Die österreichischen Milchbauern produzieren unter der Einhaltung von sehr strengen Qualitätskriterien im Hinblick auf Qualität, Tierschutzstandards und Belegdichte. Wir haben auch eine der kleinsten Strukturen in Europa. Dies alles verursacht höhere Kosten, und daher brauchen wir auch einen österreichischen Milchpreis ", unterstrich Gruber-Doberer. Mit jedem Bauern, der seine Produktion einstellt, gingen zusätzliche Arbeitsplätze verloren. Dies sollte gerade im Burgenland, wo sehr viele Menschen auspendeln müssen, besonders beachtet werden. (aiz)


Aktualisiert am: 04.06.2010 11:12
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