Brunsterkennung via Sensoren

Eine digitale Brunsterkennung soll künftig Einzug in den Sauenstall halten. Neben praktischen Tipps zu Tiergesundheit, Haltung, Fütterung und Aufzucht wurde diese Neuheit auf dem Schweine-Workshop in Bernburg vorgestellt.
Künftig sollen Sensoren den richtigen Belegungszeitpunkt ermitteln.
Künftig sollen Sensoren den richtigen Belegungszeitpunkt ermitteln.
Eine interessante Neuentwicklung in Sachen Brunsterkennung bei Sauen wurde im Zuge des Schweine-Workshops vorgestellt. Hierzu wird über den Kastenständen des Deckzentrums eine Leiste mit jeweils drei Infrarotsensoren je Sau installiert. Die Sensoren erfassen das Aktivitätsverhalten der Sau vom Einstallen in das Deckzentrum bis zur erfolgten Besamung und schließen daraus mit Hilfe von hinterlegten Formeln und der Rückkopplung mit dem PC auf den idealen Besamungszeitpunkt. Um den Mitarbeitern im Stall eine einfache optische Kontrolle zu ermöglichen, arbeitet das von Dr. Anne Elkmann, Big Dutchman, präsentierte Gerät mit Lichtsignalen. Eine rote Lampe über dem Kastenstand signalisiert, dass die Sau brünstig ist, ein grünes Licht steht für „besamt“, weitere Lichtsignale machen darauf aufmerksam, dass der Duldungsreflex noch einmal überprüft oder die Sau nachbesamt werden sollte. Der Rauschezyklus sowie der optimale Besamungszeitpunkt sind am PC einsehbar. Ebenso lassen sich Arbeitspläne erstellen. Neben einer größeren Ferkelzahl je Wurf als Folge des idealen Besamungszeitpunktes soll sich die Anzahl der Besamungsdosen im Schnitt auf 1,6 bis 2,0 Dosen/Sau reduzieren lassen, so Elkmann.

Autoren: Johannes HILGERS, Erzeugergemeinschaft Rheinland, Moers und Maria MASSFELLER, freie Agrarjournalistin, Hennef

Mehr zu diesem Thema erfahren Sie in der aktuellen Ausgabe 13/12 des fortschrittlichen Landwirts.

Autor: Lena Adlhoch
Aktualisiert am: 22.06.2012 10:22
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