Braunviehzucht die viele mögen

Kühe zu züchten, die viele Züchter mögen. Das ist der prägende Leitsatz von Annemarie und Johann Unterkircher aus Absam in Tirol, der sie zum Erfolg in der heimischen und internationalen Braunviehzucht geführt hat.
Familie Unterkircher legt höchsten Wert auf die Qualität des Grundfutters.
Familie Unterkircher legt höchsten Wert auf die Qualität des Grundfutters.
„Eine Jungkuh sollte mit 30 kg Milch einsetzen und eine brauchbare Persistenz haben. In der ersten Laktation soll die Kuh 8.000 kg Milch geben, in der zweiten 9.000 kg bei 38 kg Einsatzleistung, und in der dritten Laktation soll sich die Kuh in der Milchleistung nochmals steigern“, meint Unterkircher. Durch die gezielte Fütterung und die gute Entwicklung der Jungkühe bleibt die Persistenz hoch und der Milchbauer kann die Kühe mit einer noch beachtlichen Tagesmilchmenge von bis zu 24 kg trockenstellen. Die Trockensteher hält er extra, und er füttert ihnen auch eine Transitration. Dafür mischt der Bauer auf 100 kg Kuhration 7 kg Stroh ein. Zurzeit produzieren Johann und Annemarie Unterkircher eine Jahresmilchmenge von rund 250.000 kg Milch. Sie liefern die gesamte Milch seit vier Jahren an eine Liefergemeinschaft, deren Obmann auch Johann Unterkircher ist. Bei der Aufzucht der Jungtiere überlässt der Bauer nichts dem Zufall. „Sie müssen sich selber zum Fresser entwickeln. Ich will bei den Tieren keine überschüssige Fetteinlagerung. Sie schauen zwar schöner aus, sind aber nicht besser“, deklariert er als Zielvorgabe für die Jungviehaufzucht.

Autor: Michael Schilling, Edelschrott

Mehr darüber erfahren Sie in der Ausgabe 22 von „Der fortschrittliche Landwirt“

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Aktualisiert am: 07.11.2011 13:46
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