Bei Gebärmuttervorfall und Blutungen Erste Hilfe leisten

Notfälle bei Rindern sind oft lebensbedrohliche Situationen. Bei Komplikationen rund um die Geburt kann es zu Verlust von Kuh und Kalb kommen. Jeder Rinderhalter soll in der Lage sein, Erste Hilfe bei den Tieren zu leisten, bis der Tierarzt kommt.
Landwirte sollen, bis der Tierarzt kommt, Erste Hilfe bei Blutungen und Gebärmuttervorfällen leisten.
Landwirte sollen, bis der Tierarzt kommt, Erste Hilfe bei Blutungen und Gebärmuttervorfällen leisten.
Eine erfolgreiche Abkalbung und ein gesundes Kalb pro Kuh und Jahr - das ist ein wichtiges und wirtschaftlich interessantes Ziel für viele Rinderhalter. Komplikationen rund um die Geburt können bis zum Tod von Kuh und Kalb führen. Bei diesen sehr kritischen Momenten zählt oft jede Minute. Hier können richtige und vor allem zeitgerechte Entscheidungen Leben retten. Der Zeitraum, bis der Tierarzt zur Hilfe kommt, erscheint in solchen Situationen oft wie eine halbe Ewigkeit. Über telefonische Anweisungen des Tierarztes kann man dieses Zeitfenster aber auch erfolgreich überbrücken. Jeder Landwirt muss dafür auch in der Lage sein, richtig zu diagnostizieren um mit dem Tierarzt erfolgreich zu kommunizieren.

Arterielle Blutung ist gefährlich
Eine Kuh besitzt rund 8 – 10% ihres Körpergewichtes an Blut (60 – 70 Liter). Ab einem akuten Verlust von 25 – 30 % des Blutvolumens ist es für die Kuh lebensbedrohlich. Wichtig ist die Unterscheidung zwischen hellroter (arterielle) und dunkelroter (venöser) Blutung. Die Scheidenarterie ist in Fett eingepackt. Bei zu sehr verfetteten Tieren, die schwer abkalben, kann das Gefäß verletzt werden.

Autor: Michael Schilling, Edelschrott

Mehr darüber erfahren Sie in der Ausgabe 11 von „Der fortschrittliche Landwirt“

Weiters in dieser Ausgabe:


Aktualisiert am: 15.05.2012 11:51
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