Angst vor Tieren behandeln

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Die Angst vor Tieren zum Beispiel Hunden ist weit verbreitet – doch man kann etwas dagegen tun. Psychologin Sonja Kriebernegg-Kargl hat sich auf sogenannte Tierphobien spezialisiert und verrät wann Sie Hilfe in Anspruch nehmen sollten und wie eine Therapie abläuft.
Die Angst vor Hunden ist weit verbreitet - doch Sie können etwas dagegen tun!
Die Angst vor Hunden ist weit verbreitet - doch Sie können etwas dagegen tun!
Jeder von uns kennt das Gefühl der Angst – auch wenn die Situationen sich möglicherweise stark voneinander unterscheiden. Der eine hat Angst vor Fahrten auf der Autobahn, die andere ängstigt sich als Beifahrerin bei Tunnelfahrten, bei Jugendlichen zeigt sich die Angst von anderen bewertet – „als nicht cool“ eingestuft zu werden. Die Ursachen von Ängsten können vielfältig und die Auslöser von Ängsten für Außenstehende oftmals als unverständlich erlebt werden.
Generell ist Angst etwas nützliches, sie ist ein Warnsignal und zeigt uns, dass Situationen (z.B. im Straßenverkehr) und auch Tiere gefährlich sein können. Wir werden dazu angeregt, diesen Situationen, Lebewesen mit Respekt und erhöhter Aufmerksamkeit zu begegnen.
Die Angst vor Tieren kann aber so stark, so übermächtig werden, dass sie unseren Alltag, unsere Lebensqualität beeinflusst. Wenn die Angst derart groß ist, wird sie als Phobie bezeichnet. Laut einer EU-Studie leiden in Europa etwa 14 Prozent der Gesamtbevölkerung an Angsterkranungen, dazu gehören spezifische Phobien wie die vor Hunden, Spinnen oder anderen Tieren.

Wie kann ich mir die Behandlung einer Hundephobie vorstellen?
Angst können wir uns abtrainieren-je öfter wir uns in Situationen begeben, vor denen wir Angst haben, desto leichter wird es beim nächsten Mal. Bei der Behandlung einer Hundephobie beispielsweise ist es wichtig, dass der Betroffene sich mit Hilfe des Psychologen seiner Angst stellt und lernt, dass er/sie aktiv etwas dagegen unternehmen kann. Kommt es zu Angstreaktionen wie Zittern, Schweißausbrüchen, Atemnot und ähnlichen Symptomen lernt der Klient, was er in der jeweiligen Situation selbst tun kann, um diese Symptome zu reduzieren. Unrealistische Gedanken, Befürchtungen, die Sie zum Thema Hundebegegnungen haben werden besprochen und durch andere, auf das positive fokussierte Gedanken ersetzt. Auch das Gefühl der Ohnmacht, wenn Sie das Gefühl haben „etwas passiert mit mir, ich habe keine Kontrolle über meinen Körper“ ist verlernbar. Ganz wichtig bei dieser Methode der Hundephobie-Behandlung ist, dass alle Behandlungsschritte in Absprache mit den Klienten erfolgen. Auch die schrittweise Vorbereitung auf den ersten Kontakt mit einem Hund. Sie entscheiden, welchen Schritt Sie sich als nächsten zutrauen.

Mehr über Tierphobien lesen Sie in der LANDWIRT Ausgabe 9/2017. Sie erreichen die Autorin unter Praxis Sorgenfrei Mag. Sonja Kriebernegg-Kargl.
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Aktualisiert am: 19.04.2017 11:07
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