Analogkäse- wo ist er zu finden?

Seit einigen Monaten wird in der Öffentlichkeit über die Verwendung von Käseimitaten in Lebensmitteln, Gastronomeie etc. diskutiert. Ob das dazu beigetragen hat, dass, laut einer Umfrage des „Konsument“ bei 104 Unternehmen, lediglich 2 Unternehmen Analogkäse verarbeiten, steht offen.
Pizzazustelldienste waren nicht sehr auskunftsfreudig, laut Brancheninformationen ist die Verwendung von Analogkäse hier jedoch durchaus üblich.
Pizzazustelldienste waren nicht sehr auskunftsfreudig, laut Brancheninformationen ist die Verwendung von Analogkäse hier jedoch durchaus üblich.
Bei einer Umfrage der Zeitschrift „Konsument“ wurden 104 Unternehmen wie Bäckereien, Handelsunternehmen, Fastfood-Anbieter, Molkereien und Pizzazustelldiensten befragt, ob und inwieweit Käseimitate verwendet bzw. hergestellt werden. Geantwortet und großteils verneint haben 85 Firmen. Lediglich zwei Handelsketten führen, laut den Ergebnissen der Befragung, so genannten Analogkäse und ebenfalls zwei Hersteller produzieren ihn. Im Lebensmittelhandel sind derzeit nur drei Käseimitate erhältlich. Dennoch: Jedes fünfte Unternehmen ließ sich nicht in die Karten blicken. Besonders aber Pizza-Zustelldienste geizten mit den Antworten- Von insgesamt 23 angeschriebenen Zustelldiensten ignorierten 16 die Anfrage. Laut Brancheninformationen ist die Verwendung von Mischungen aus Käse und Käseimitat hier aber durchaus üblich. Doch nur ein Zustelldienst gab auch an, eine solche zu verwenden.

Auch zwei Molkereien erzeugen Imitate
Sowohl im Handel als auch bei den Produzenten fanden sich jeweils zwei Unternehmen, die Käseimitat anbieten: Die Obersteirische Molkerei produziert für den Export, und Alma (Rupp AG) erzeugt mit "La Cucina di Giuseppe Pizza Mia" ein Mischprodukt aus Käse und Käseimitat, das bei Metro und Unimarkt erhältlich ist.
"Käseimitate sind zwar grundsätzlich nicht gesundheitsschädlich und können für Veganer oder Allergiker eine Alternative darstellen. Qualitative Mindeststandards gibt es aber derzeit nicht. Aus unserer Sicht ist zudem eine klare Kennzeichnung der Lebensmittelimitate notwendig", fordert "Konsument"-Ernährungswissenschafterin Birgit Beck.

Mehr zur Befragung, sowie die Anbieter und Produkte finden Sie unter konsument.at.


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Aktualisiert am: 02.10.2009 10:16
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