Ammoniakverluste bei Lagerung und Ausbringung verhindern

Die Lagerung und Ausbringung von Flüssigmist bringt immer Ammoniakverluste mit sich. Um diese gering zu halten, gibt es verschiedene Möglichkeiten.
Dr. Hans-Heinrich Kowalewsky von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen referierte zum Thema Ammoniakverluste bei der Lagerung und Ausbringung von Gülle.
Dr. Hans-Heinrich Kowalewsky von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen referierte zum Thema Ammoniakverluste bei der Lagerung und Ausbringung von Gülle.
Schweine- oder Rindergülle wird meist in Güllegruben mit oder ohne Abdeckung gelagert. Es gibt auch die Möglichkeit, die Gülle im Güllekeller des Stalls zu lagern. Dies verursacht aber meist ein schlechteres Stallklima und wirkt sich somit negaiv auf die Tiergesundheit aus. Bei der Lagerung in der Güllegrube gibt es die Möglichkeit, die Grube offen zu lassen oder mit einem Deckel zu versehen. Natürlich sind die Ammoniakverluste bei einer Grube mit Abdeckung niedriger als bei einer offenen Grube. Dazu referierte Dr. Hans-Heinrich Kowalewsky von der Landwirtschaftskammer Niedersachsen.
Schwimmdecken vermindern die Ammoniakverluste ebenfalls. Die Oberfläche der Güllegrube sollte möglichst klein sein, denn das trägt auch zur Verringerung der Ammoniakverluste bei. Vor der Ausbringung der Gülle soll diese aufgerührt werden, damit sie möglichst homogen ist. Dabei soll der Landwirt darauf achten, dass sich die Oberfläche nur wenig bewegt. Je intensiver Gülle und Luft in Verbindung kommen, desto höher sind die Ammoniakverluste.

Einarbeitung wichtig
Auf der EuroTier 2012 referierte Dr. Hans-Heinrich Kowalewsky auch zum Thema Gülleausbringung. Nur 3 % der Emissionen entstehen beim Verteilen der Gülle am Acker, 97 % der Emissionen entstehen, wenn die Gülle nicht sofort eingearbeitet wird. Deshalb ist es umso wichtiger, die Gülle nicht bei Temperaturen von mehr als 20 °C und Sonnenschein lange am Acker liegen zu lassen, so die Meinung von Dr. Kowalewsky. Bei der Gülleausbringung auf Stoppelfelder ist der Ammoniakverlust größer als bei der Ausbringung auf das gepflügte Feld, so Kowalewsky weiter. Bei richtiger Anwendung bringen Schleppschlauch- und Schleppschuhtechniken viel.

Aktualisiert am: 16.11.2012 09:40
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