Agrarpreise: Agro-Rohstoffe ziehen an

Johann Schmalhofer ist Finanzanalyst, geprüft vom Weltverband der Technischen Finanzanalysten IFTA mit Sitz in New York. Wir befragten ihn über die zu erwartende Entwicklung an den agrarischen Rohstoffmärkten.
Johann Schmalhofer ist auch Vollerwerbslandwirt mit einem 53-Hektar Ackerbaubetrieb im Landkreis Regensburg. Seine Kursprognosen sind daher durch den Praxisbezug untermauert.
Johann Schmalhofer ist auch Vollerwerbslandwirt mit einem 53-Hektar Ackerbaubetrieb im Landkreis Regensburg. Seine Kursprognosen sind daher durch den Praxisbezug untermauert.
Landwirt:Herr Schmalhofer, Sie rechnen mit weiter steigenden Rohstoffpreisen und tun dies in allen möglichen Fernsehshows und Printmedien kund. Wie kommen Sie zu solchen Aussagen und warum sind Sie sich dessen so sicher?

Johann Schmalhofer: Wir befinden uns seit etwa dem Jahr 2000 in einer ausgeprägten Rohstoffhausse. Betrachtet man die Rohstoffzyklen der letzten 200 Jahre, so kann man folgendes feststellen:

Wenn Rohstoffe steigen, dann steigen sie alle gemeinsam, wenn auch etwas zeitversetzt. Meistens beginnt der Energiesektor, gefolgt vom Edelmetallsektor, dann kommt der Industriemetallsektor und zum Schluss folgt immer der Agrarsektor. Und genau in dieser Phase befinden wir uns jetzt. Prägend für Rohstoffhaussen ist auch der Vorlaufcharakter der Rohstoffsektorenaktien, zB stiegen bei der laufenden Edelmetallhausse die Minenaktien deutlich vor dem kräftigen Anstieg von Gold und Silber. Die Hausse im Rohstoffsektor wird meiner Überzeugung nach noch bis 2014 anhalten. Betrachtet man den Gesamtrohstoffindex CRB inflationsbereinigt, müsste sich dieser Index noch mal verdreifachen, um inflationsbereinigt ein neues Allzeithoch zu generieren. Wir stehen also bei den Agrarmärkten am Beginn einer fundamentalen Neubewertung.

Mehr Infos unter www.boersenbauer.de

Autor: Dr. Rudolf HÖNLE


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Aktualisiert am: 10.07.2007 17:09
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