Aebi VTP-Getriebe – die Funktion

Das völlig neue VPT-Getriebe hat Aebi gemeinsam mit einem österreichischen Spezialisten für stufenlose Antriebstechnologien entwickelt.
Zusammen mit einem österreichischen Spezialisten für stufenlose Antriebstechnologien hat Aebi das VTP-Getriebe entwickelt.
Zusammen mit einem österreichischen Spezialisten für stufenlose Antriebstechnologien hat Aebi das VTP-Getriebe entwickelt.
Im Stand treibt der Motor über ein Stirnrad die Verstellpumpe der Hydraulikeinheit an. Diese aktiviert wiederum einen festen Hydraulikmotor, der seinen Abtrieb an die beiden Sonnenräder des doppelten Planetenantriebs abgibt.
Zum Anfahren wird die Hydraulikpumpe langsam bis -28° geschwenkt. Die Sonnenräder beginnen sich rückwärts zu drehen. Da der Antrieb rein hydraulisch erfolgen soll, drehen die Planeten und das Hohlrad des ersten Planetensatzes lose mit. Beim zweiten Planetensatz wird das Hohlrad blockiert und über die doppelten Planeten wird der Antrieb auf die Räder übertragen. Der Transporter fährt an. Ab einer Fahrgeschwindigkeit von etwa 7,5 km/h ist die Pumpe voll ausgeschwenkt. Nun schaltet sich die erste Lamellenkupplung des mechanischen Antriebs dazu und der Motor überträgt seine Kraft auch auf das Hohlrad des ersten Planetensatzes. Gleichzeitig wird die Blockade am zweiten Hohlrad aufgehoben. Nun erfolgt die Kraftübertragung aus der Summe des Abtriebs am Sonnenrad (hydraulisch) und dem Abtrieb des Hohlrades (mechanisch) am ersten Planetensatz. Dabei geben die Planeten des ersten Planetensatzes ihren Abtrieb direkt an den Steg der beiden Planetensätze weiter und sorgen so für eine Kraftübertragung zu den Fahrrädern.
Um nun das Fahrzeug weiter zu beschleunigen, wird die Verstellpumpe von -28° auf 0° zurückgeschwenkt. Wenn die Verstellpumpe 0° erreicht hat, hat sie keine Förderleistung mehr und das Fahrzeug fährt zu 100 % mechanisch. Das ist bei einer Fahrgeschwindigkeit von etwa 19 km/h der Fall. Um nun das Fahrzeug noch weiter zu beschleunigen, wird die Pumpe einfach weiter auf +28° geschwenkt. Der Transporter wird schneller und erreicht bei etwa 31 km/h seine Höchstgeschwindigkeit. Bei dieser Geschwindigkeit erfolgt der Antrieb wieder zu 50 % hydraulisch und zu 50 % mechanisch.
Doch ist eine Maximalgeschwindigkeit von 31 km/h für ein Fahrzeug heute nicht mehr ausreichend. Darum hat das Getriebe des TP450 Vario noch einen weiteren Geschwindigkeitsbereich und es erfolgt so quasi ein „Gangwechsel“. Dabei wird die erste Lamellenkupplung geöffnet und zeitgleich eine zweite Lamellenkupplung mit einer größeren mechanischen Übersetzung geschlossen. Im gleichen Moment, in dem die beiden Kupplungen geschalten werden, schwenkt die Verstellpumpe von +28° zurück auf -28° und das ganze Spiel beginnt wieder von vorne. Das ist der knifflige Moment, da der „Gangwechsel“ in Bruchteilen von Sekunden erfolgen muss und nur so elektronisch geregelt werden kann. Dafür hat das Getriebe eine theoretische Maximalgeschwindigkeit von etwa 57 km/h beziehungsweise die zulässige Fahrgeschwindigkeit von 50 km/h kann mit reduzierter Motordrehzahl gefahren werden.

Aktualisiert am: 14.11.2012 17:09
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