APV Grünlandkombi im Praxistest

Die Grünlandkombi von APV ist für kleine Traktoren konzipiert. Striegel und Walze können getrennt voneinander oder auch als Front-/Heckkombination zum Einsatz kommen. Wo dieses Gerät seine Grenzen hat, erfahren Sie in unserem Testbericht.
Die Grünlandkombi kann geteilt als Front-/Heckkombination und kombiniert im Traktorheck eingesetzt werden.
Die Grünlandkombi kann geteilt als Front-/Heckkombination und kombiniert im Traktorheck eingesetzt werden.
Mit der Grünlandkombi bietet APV eine weitere Variante für die Grünlandpflege und -erneuerung an. Das Ziel dieser jüngsten Entwicklung aus der Waldviertler Ideenschmiede war es, den bewährten Grünlandprofi auch für steilere Regionen verfügbar zu machen. Das Ergebnis ist eine teilbare Maschine, die um gut 300 kg leichter ist. Laut Hersteller ist dieses neue Gerät kombiniert für Traktoren ab etwa 90 PS geeignet.

Der Testkandidat
Für unseren Praxistest stellte uns APV das Gerät GK 300 M1 in der Full Edition-Variante zur Verfügung: Grundgerät mit 12 mm starken Zinken, Prismenwalze mit 410 mm Durchmesser, Einebnungsblech, PS 200 M1-Streuer mit elektrischem Gebläse und Bedienterminal, acht Prallbleche zur Saatgutverteilung, GPS- und Hubwerkssensor, Befülltreppe und Beleuchtung. Darüber hinaus war unser Testkandidat mit einem Füllstandssensor und einem externen Abdrehschalter ausgerüstet. Für die Möglichkeit des Front-/Heckeinsatzes lieferte APV noch das optionale Frontanbau-Zubehör mit zwei Tasträdern.

Geteilt oder kombiniert?
Die Grünlandkombi kann für den Einsatz in Hanglagen oder für kleinere Traktoren geteilt werden. Im getrennten Einsatz verbessert sich die Gewichtsverteilung. Zudem liegt der Schwerpunkt deutlich näher am Traktor. Der größtenteils von unserem Testfahrer eingesetzte John Deere 5080R mit rund 80 PS Motorleistung und 4,5 t Eigengewicht kam mit der Maschine auch am Hang gut zurecht.
Der Striegel lässt sich in wenigen Minuten von der Walze trennen und mit Tasträdern als Frontgerät einsetzen.
Der Striegel lässt sich in wenigen Minuten von der Walze trennen und mit Tasträdern als Frontgerät einsetzen.
Bei ungünstigen Einsatzbedingungen wie z.B. trockenen, schweren Böden, kann es bei aggressiv eingestellten Zinken zu einer Entlastung der Vorderachse kommen. Unter solchen Voraussetzungen leidet dann nicht nur die Lenkfähigkeit. Dem Gespann geht auch die Kraft aus.

Einstellung
In den meisten Fällen fährt man die Grünlandkombi mit dem Oberlenker im Langloch und in Schwimmstellung. Je nachdem wie aggressiv man den Boden bearbeiten möchte, kann man mit dem hydraulischen Zylinder etwas Walzengewicht auf die Striegelzinken verlagern.
Auch die Aggressivität der beiden Zinkenreihen zueinander lässt sich verändern. Mit dem Einebnungsblech lassen sich Maulwurfshügel beseitigen.

Sägerät
Die Grünlandkombi kann mit den pneumatischen Sägeräten PS 120 M1 bis PS 300 M1 oder dem Multidosierer MDP 100 M1 kombiniert werden. Der Dosierer kann auf die Walze oder auf den Striegel gesetzt werden.
Dank dieser rutschfesten Trittstufen lässt sich der Behälter sicher befüllen.
Dank dieser rutschfesten Trittstufen lässt sich der Behälter sicher befüllen.
In unserem Fall waren der Dosierer PS 200 und die acht Prallbleche für die Saatgutverteilung auf der Walze montiert.
Die Säwelle wird elektrisch (12 V/25 A) angetrieben. Es gibt unterschiedliche Säwellen mit verschieden großen Dosierkammern für die Fein- und Grobsaat.
Serienmäßig liefert APV die Grünlandkombi mit dem Steuerungsmodul 5.2 aus. Wir hatten das Bedienterminal 6.2 mit einem größeren, farbigen Touchscreen und mit einigen Zusatzfunktionen im Einsatz: grafische Darstellungen und speicherbare Einstellungen sowie verstellbare Sämenge während der Fahrt.

Weitere Details zu dieser Maschine und alle Testergebnisse erfahren Sie in der LANDWIRT Ausgabe 06/2018 (Erscheinungstermin 16. März 2018).

Bestellen Sie kostenlos und unverbindlich Ihr Probeheft Ausgabe 06/2018, solange der Vorrat reicht.

Zur Homepage von APV

Aktualisiert am: 08.03.2018 14:53