AMA–Marketingbeitrag – quo vadis?

Seit Herbst 2002 ist bekannt, dass erhebliche Mengen an Marketingbeiträgen von einigen Schlachtbetrieben nicht an die AMA weitergeleitet werden. Die ausständigen Forderungen der AMA an diese Schlachtbetriebe sind mittlerweile laut Mag. Georg Schöppl, Vorstandsvorsitzender der Agrarmarkt Austria, auf 6 Mio. Euro angewachsen.
Die Höhe der offenen AMA-Beiträge beträgt in Summe über 6 Mio. Euro.
Die Höhe der offenen AMA-Beiträge beträgt in Summe über 6 Mio. Euro.
Der AMA-Marketingbeitrag beträgt 0,73 € pro Mastschwein. Entsprechend einer Branchenvereinbarung soll dieser Werbebeitrag vom Schweinehalter über den Schlachthof an die AMA bezahlt werden. Dieser Geldfluss wird aber nun schon seit 2 Jahren empfindlich gestört, da gewisse Schlachthöfe zwar den Beitrag vom Bauern kassieren, ihn aber nicht an die AMA weiterleiten. Dieser Rechtsstreit zwischen AMA und Schlachtbetrieben wurde zwar im Juni 2004 von der EU-Kommission zugunsten der AMA entschieden, indem die Verwendung der Marketingbeiträge u.a. für das Gütesiegelprogramm als EU-konform notifiziert wurde. Ein Schlachtbetrieb spekuliert dem Vernehmen nach jedoch mit einer Klage am Europäischen Gerichtshof. Ein solches Verfahren dürfte wohl weitere zwei Jahre dauern. Eine willkommener Aufschub für nicht zahlungswillige Schlachtbetriebe und ein weiterer Rückschlag für die Agrarwerbung.

Text: Roman GOLDBERGER, Rainbach


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Aktualisiert am: 11.01.2005 14:07
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