AEBI TT280 Zweiachsmäher im Praxistest

Der Terratrac TT280 von AEBI ist der stärkste Zweiachsmäher am Markt. Die BLT Wieselburg hat ihn in der Praxis und am Prüfstand getestet.
Der TT280 von AEBI ist der stärkste Zweiachs-Geräteträger am Markt.
Der TT280 von AEBI ist der stärkste Zweiachs-Geräteträger am Markt.
Der Test basiert auf zwei Prüfberichten: Anfangs hatte AEBI den TT275 zur praktischen Prüfung und zur technischen Leistungsabnahme an die BLT Wieselburg geschickt (BLT Prüfbericht 076/13). Die Abgasgesetzgebung zwang den Hersteller aber zu einem Motorwechsel.
Im letzten Jahr haben wir deshalb zusätzlich die Leistungswerte des neuen 3B-Motors erhoben (BLT-Prüfbericht 017/14). Gleichzeitig änderte AEBI auch die Typenbezeichnung von TT275 zu TT280. Da bis auf den Motor nichts verändert wurde, haben alle anderen Testergebnisse vom TT275 nach wie vor Gültigkeit

Mehr Motorleistung
Der TT280 wird von einem 4 Zylinder-VM Turbomotor angetrieben. Die Abgase werden in einem Diesel-Oxidationskatalysator (DOC) und einem Diesel-Partikelfilter (DPF) gereinigt. Der DPF ist wartungsfrei. Laut Hersteller leistet der Motor 80 kW/109 PS bei 2.600 Motorumdrehungen. Das sind um 6 kW/8 PS mehr als beim TT275.
Die Motorleistung reicht auch für schwere Arbeiten am Steilhang völlig aus.

Der hydrostatische Fahrantrieb bietet zahlreiche Automatikfunktionen, die den Komfort und aufgrund des ständigen Kraftschlusses auch die Sicherheit am Hang erhöhen.
Der hydrostatische Fahrantrieb bietet zahlreiche Automatikfunktionen, die den Komfort und aufgrund des ständigen Kraftschlusses auch die Sicherheit am Hang erhöhen.
Stufenloser Fahrantrieb
Der hydrostatische Fahrantrieb bietet zahlreiche Automatikfunktionen, die den Komfort und aufgrund des ständigen Kraftschlusses auch die Sicherheit am Hang erhöhen. Der hydrostatische Antrieb ist elektronisch geregelt und hat ein nachgeschaltetes mechanisches 2-Gang-Getriebe. Die TipTronic-Fahrstufen können von sechs Standardstufen bis auf 40 individuell programmiert werden. Die verschiedenen Geschwindigkeitsbereiche lassen sich per Knopfdruck am Joystick wechseln. Die ADC (Automatic Drive Control) regelt automatisch die maximal mögliche Fahrgeschwindigkeit bei unterschiedlichem Kraftbedarf des Anbaugerätes.
Die Aufteilung der Motorleistung auf Fahrantrieb und Zapfwelle lässt sich mit vier Programmen anpassen: Straßenfahrt, Mähbetrieb, Schneefräsen oder Proportional.
Zudem lässt sich im Straßenmodus die Funktion ECO-Drive zuschalten: Durch Drehzahlreduktion auf rund 1.800 U/min sinkt der Kraftstoffverbrauch und der Motor läuft ruhiger.

Vier Lenkarten
Das Fahrzeug bietet vier verschiedene Lenk-Varianten: Front-, Heck-, Allrad- und Hundeganglenkung. Diese können vorgewählt oder für wiederkehrende Bedienungsabläufe programmiert werden. Der Lenkmodus lässt sich z.B. durch die Hubwerksbetätigung ändern. In der Praxis schaltet dann z.B. beim Anheben des Mähwerks am Feldrand die Lenkung automatisch auf Allradlenkung um. Das ermöglicht enge, bodenschonende Wendemanöver. Beim Absenken wird wieder auf Frontlenkung umgestellt.

Modernes Bedienkonzept: Einhand- Steuerung mit multifunktionalem Fahrhebel, Folientastatur und digitales Display.
Modernes Bedienkonzept: Einhand- Steuerung mit multifunktionalem Fahrhebel, Folientastatur und digitales Display.
Top Hydraulikausstattung
Bei Nenndrehzahl des Motors fördert die Hydraulikpumpe von Bosch 34 l/min. Das Überdruckventil ist auf 175 bar eingestellt. Die Anlage stellt für diverse externe Verbraucher zehn Liter Öl zur Verfügung.
Im Heck lassen sich Geräte der Kategorie II anbauen. Das Fronthubwerk ist nur für Kategorie I geeignet, obwohl durch die Hubkraft und die Leistung der Betrieb mit größeren Geräten möglich wäre. Der serienmäßige Seitenverschub des Fronthubwerks erleichtert das Mähen am Feldrand, das Ausmähen von Hindernissen und die Schichtlinienfahrt.

Neues Bedienkonzept
AEBI hat mit dem TT280 ein völlig neues Bedien- und Kontrollsystem eingeführt. Die Kommandozentrale besteht aus einer Tastatur, einem digitalen Monitor und einem Joystick. Um die Vorteile dieses Systems nutzen zu können, ist eine genaue Einschulung für den Fahrer notwendig. Nach einer kurzen Eingewöhnungsphase lernt man die Vorzüge schnell zu schätzen.


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Aktualisiert am: 11.02.2015 11:45

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