18 Tonnen Maisertrag

In den USA will man bis 2030 die Maiserträge auf 18 t/ha steigern. Sortenversuche zeigen, dass dies theoretisch möglich ist, wenn alle Voraussetzungen passen.
Sortenversuche zeigen, dass Maiserträge um 18 Tonnen theoretisch möglich sind, wenn alle Voraussetzungen passen.
Sortenversuche zeigen, dass Maiserträge um 18 Tonnen theoretisch möglich sind, wenn alle Voraussetzungen passen.
Wenn man sich das Ziel von Monsanto vor Augen hält, bis zum Jahr 2030 die Erträge von Mais auf 18,8 t/ha (300 Bushel pro Acre) zu steigern, können manche nur ungläubig den Kopf schütteln. Tatsache ist allerdings, dass bei AGES-Versuchen in der Steiermark aus dem Jahr 2011 schon Sortenerträge (P9501, Standort Hatzendorf) von 18,24 t/ha erzielt worden sind.

Voraussetzung für hohe Erträge
Welche Charakteristika weist eine Sorte auf, die auf derartige Erträge kommt? Beim Betrachten der Ertragsstruktur von Sorten im Bereich der 18 t Hektarertrag erkennt man, dass dazu mindestens 580 Körner je Kolben und Tausendkorngewichte von mindestens 380 bis 400 g notwendig sind. Dabei ergeben sich Einzelkolbengewichte von mehr als 210 g. Abstriche können gemacht werden, wenn die Pflanzenzahl höher als 85.000 oder wenn mehr als ein Kolben je Pflanze vorhanden ist. Das sind unter den derzeitigen pflanzenbaulichen Bedingungen äußerst ambitionierte Zahlen.

Tipps für den Maisanbau
Der Anbautermin spielt eine Rolle, wenn Sorten in die Auswahl kommen, die eine lange Vegetationsperiode benötigen. Versuche der Landeskammer für Land- und Forstwirtschaft Steiermark belegen, dass zwar kein Grund besteht, im März oder zu Beginn des Aprils mit Maissaaten zu hasardieren, jedoch nimmt bei spätem Maisanbau ab Ende April die Bildung des Tausendkorngewichts rasch ab. Bei der Saat ist nicht nur eine Ablagetiefe von vier Zentimetern anzustreben, sondern auch eine Kornablage auf eine rückverfestigte Wasser führende Schicht, um ein rasches Keimwurzelwachstum einzuleiten. Schnelles Fahren bei der Saat von mehr als 6–8 km/h bringt nicht nur höhere Abweichungen bei der angestrebten Ablageentfernung, sondern auch eine höhere Variation bei der Tiefenführung. Dies führt wieder zu ungleicher Pflanzenentwicklung mit unterschiedlicher Blattanzahl bei den Einzelpflanzen.

Weitere Tipps für den Maisbau finden Sie in der Ausgabe 6/2013 von

Aktualisiert am: 08.03.2013 11:19
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