15 Jahre Schule am Bauernhof – eine Erfolgsgeschichte

Vor 15 Jahren riefen die Landwirtschaftskammer OÖ und das Ländliche Fortbildungsinstitut ein neues Angebot ins Leben, um die Landwirtschaft, die Produkte und die Arbeit auf einem landwirtschaftlichen Betrieb vor allem Kindern näher zu bringen: Schule am Bauernhof. Mittlerweile gibt es in Oberösterreich 115 Schule am Bauernhof-Betriebe, die alleine im vergangenen Schuljahr an rund 25.000 Kinder ihr Wissen vermittelten.
Schule am Bauernhof vermittelt den Kindern, wo unsere Lebensmittel herkommen.
Schule am Bauernhof vermittelt den Kindern, wo unsere Lebensmittel herkommen.
„Das Wissen über die Herkunft, Produktion und Qualität unserer Lebensmittel kann am besten von Bäuerinnen und Bauern direkt am landwirtschaftlichen Betrieb transportiert werden. Die Vermittlung an Kinder ist uns deswegen ein großes Anliegen, weil sie die Konsumenten der Zukunft sind“, betont ÖR Franz Reisecker, Präsident der Landwirtschaftskammer OÖ. Schule am Bauernhof setzt das Konzept der Wissensvermittlung mit höchstem Erfolg seit 15 Jahren um.

Die Vielfalt der Betriebsstrukturen ermöglicht auf den 115 oberösterreichischen Schule am Bauernhof-Betrieben ein breites Angebot an unterschiedlichen Lernprogrammen. Die Palette reicht von Voll-, Zu- und Nebenerwerbsbetrieben mit den Betriebszweigen Milchwirtschaft, Ackerbaubau, Schweineproduktion, Biolandbau bis hin zu Almwirtschaft und Imkerei. Schüler, Lehrer, Hort- oder Kindergartenpädagogen etc. können zwischen Halbtages- und Ganztagesexkursionen oder Projektwochen auswählen. In jedem Bezirk gibt es Schule am Bauernhof-Betriebe, die Einblick in ihre Arbeits- und Lebenswelt geben, somit ist ein
optimaler Zugang für Schulklassen und Gruppen möglich. Auf der Webseite www.schuleambauernhof.at sind alle Betriebe und Angebote zu finden.

Qualität garantiert

Die hohe Qualität der Bauernhofprogramme wird durch den Zertifikatslehrgang Schule am Bauernhof garantiert. In diesem Lehrgang am Ländlichen Fortbildungsinstitut der Landwirtschaftskammer OÖ werden die Betriebsleiter in einem Semester gezielt für ihr Schule am Bauernhof-Angebot wie z.B.
Bei Schule am Bauernhof werden auch ungewöhnliche Lebensmittel verkostet, wie z. B. Zuckerrüben. Das zeigten die Schule am Bauernhof-Anbieter Klaus Mayr (l.) und Lisa Aumayr (2. v. r.), hier am Bild mit (v.r.) Landesschulratspräsident Fritz Enzenhofer, LK-Präsident ÖR Franz Reisecker und LAbg. ÖR Annemarie Brunner.
Bei Schule am Bauernhof werden auch ungewöhnliche Lebensmittel verkostet, wie z. B. Zuckerrüben. Das zeigten die Schule am Bauernhof-Anbieter Klaus Mayr (l.) und Lisa Aumayr (2. v. r.), hier am Bild mit (v.r.) Landesschulratspräsident Fritz Enzenhofer, LK-Präsident ÖR Franz Reisecker und LAbg. ÖR Annemarie Brunner.
Milchwirtschaft vorbereitet und pädagogisch geschult. Die Höfe werden in Bezug auf betriebliche Eignung und Sicherheit durch eigene Beratungskräfte überprüft.

25.000 Kinder und Jugendliche am Bauernhof

Die Anzahl der Besucher auf Schule am Bauernhof-Betrieben hat sich seit Beginn des Projekts in Oberösterreich vervielfacht: „Lag die Anzahl zur Jahrtausendwende bei rund 100 Gruppen pro Schuljahr, können wir mit Stolz von rund 1.500 Schule am Bauernhof-Veranstaltungen mit rund 25.000 Kindern mit ihren Pädagogen im Bildungsjahr 2012/13 berichten. Das heißt, dass rund zehn Prozent der oberösterreichischen Kinder und Jugendlichen zwischen 5 und 19 Jahren jährlich einen Schule am Bauernhof-Betrieb besuchen“, zieht Reisecker eine stolze Bilanz.

Lernen – Erfahren – Begreifen

„Alle Sinne aktivieren und selbst tätig sein“, dieses handlungsorientierte Lernkonzept setzen die Schule am Bauernhof-Betriebe mit großem Erfolg um. Die Kinder und Jugendlichen werden aktiv in bäuerliche Tätigkeiten, wie Brotbacken, Imkerei, Füttern und Melken der Kühe, Aussaat und Ernte von Getreide, Gemüse sowie Erdäpfel eingebunden. Das selber Tun und das genussvolle Verkosten begeistert kleinere wie auch größere Kinder und fördert ein gesundes, eigenverantwortliches Essverhalten.

„Lebensmittel werden mehr geschätzt, wenn erlebt wird, wie viel Aufwand und Verantwortung in der Produktion stecken. Die aktiven Landwirtinnen und Landwirte vermitteln jungen Konsumenten einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Lebensraum Natur, das Verständnis für Tierschutz und die Qualität von regionalen Lebensmitteln“, ist Präsident Reisecker überzeugt.

Gewinnspiel – 15 Halbtage „Schule am Bauernhof“ zu gewinnen

Für Pädagogen veranstaltet Schule am Bauernhof ein Gewinnspiel: Wer für seine Klasse einen Halbtag am Bauernhof gewinnen möchte, kann mit einer einfachen E-Mail, in der er folgende Frage beantwortet, mitmachen: „Warum sollte gerade meine Klasse einen Halbtag am Schule am Bauernhof-Betrieb gewinnen?“ Die E-Mail-Adresse lautet: ref-bildung@lk-ooe.at. Teilnehmen kann auch, wer das Online-Formular auf der Homepage www.gewinnspiel.lfi-ooe.at ausfüllt. Hinweis: Wer zu den Gewinnern zählt, wird schriftlich per E-Mail oder telefonisch kontaktiert bzw. wird der Name auf www.lfi.at veröffentlicht. Die Verlosung findet am 29. Oktober 2013 unter Ausschluss des Rechtsweges statt.

Broschüre/Informationen

Die Broschüre „Bauernhof und Schule“ mit allen Angeboten für Kinder und Jugendliche ist erhältlich beim: LFI Kundenservice, Auf der Gugl 3, 4021 Linz, Tel.: 050/6902-1500, Fax: 050/6902-91500, Mail: info@lfi-ooe.at, Internet: www.lfi-ooe.at.

Aktualisiert am: 25.09.2013 09:38
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