Die Egge zählt zu den grundlegenden Geräten in der Bodenbearbeitung und wird seit Jahrhunderten in der Landwirtschaft eingesetzt. Sie dient vor allem der Saatbettbereitung, der Zerkleinerung von Erdschollen und dem Einebnen des Bodens nach dem Pflügen oder Grubbern. Je nach Bauart unterscheidet man Scheibeneggen, Zinkenrotoren, Netzeggen und Wieseneggen. Scheibeneggen arbeiten mit konkaven Stahlscheiben, die den Boden schneiden und durchmischen – ideal für die Stoppelbearbeitung und als Vorbereitung für die Saat. Zinkenrotoren eignen sich besonders für die feinkrümelige Saatbettbereitung und werden häufig in Kombination mit einer Sämaschine eingesetzt. Wieseneggen kommen im Grünland zum Einsatz, um Maulwurfshügel einzuebnen, Moos zu entfernen und die Grasnarbe zu belüften. Moderne Eggen werden über die Dreipunkthydraulik am Traktor angebaut und sind in Arbeitsbreiten von 2,5 bis über 8 m erhältlich.