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Förderanlagen für Getreide und Schüttgut

Elevatoren, Förderschnecken, Förderbänder und Gebläse für die innerbetriebliche Fördertechnik

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Förderanlagen in der Landwirtschaft: Technik und Einsatzgebiete

Die innerbetriebliche Fördertechnik bewegt Getreide, Futter, Mais, Raps und Schüttgut zwischen Annahme, Reinigung, Trocknung, Silo, Mühle und Verladung. Je nach Produkt, Höhe und Durchsatz werden verschiedene Systeme eingesetzt: Becherwerke und Elevatoren für große Höhen von 5 bis 40 m, Förderschnecken in gerader und abgewinkelter Ausführung für mittlere Strecken, Förderbänder (Gummigurtförderer) für schonende Übergabe empfindlicher Produkte, Rohrketten- und Trogkettenförderer, pneumatische Gebläse und Saug-Druck-Anlagen für flexible Wege, Verteiler und Umlenkschleusen für Mehrfachverteilung sowie Zubringer und Annahmegruben.

Typische Kapazitäten reichen von 5 t/h für Hofanlagen bis 200 t/h für gewerbliche Umschlagsanlagen. Weitere Kategorien finden Sie unter Elevatoren, Förderschnecken, Förderbänder, Gebläse, Verteiler, Zubringer, Kräne, Dosieranlagen und Sonstige Förderanlagen. Ergänzend ist Getreideverarbeitung relevant.

Was kostet gebrauchte Fördertechnik?

Gebrauchte Förderschnecken mit 4 bis 8 m Länge beginnen bei 400 bis 1.500 Euro. 6-m-Elevatoren für 30 t/h liegen zwischen 2.500 und 8.000 Euro, 18-m-Elevatoren 80 t/h zwischen 8.000 und 25.000 Euro. Förderbänder mit 10 m Länge kosten gebraucht 2.000 bis 6.000 Euro, 30-m-Standardbänder 6.000 bis 18.000 Euro. Druck- oder Saug-Druck-Gebläse liegen gebraucht bei 1.500 bis 8.000 Euro je nach Leistung. Komplette Getreideannahme- und Verteilungsanlagen liegen zwischen 25.000 und 120.000 Euro gebraucht.

Welche Fördertechnik für welche Anwendung?

Für trockene, körnige Produkte (Getreide, Raps, Mais) sind Elevatoren, Schnecken und Kettenförderer effizient. Gebläse eignen sich für flexible, schmutzarme Förderung, haben aber höhere Stromkosten. Förderbänder sind Standard für Heu-, Stroh- und Schüttgutförderung über längere Strecken und für empfindliche Produkte wie Saatgut oder Kartoffeln mit minimalem Bruch. Trogkettenförderer sind Standard in staubexplosionsgeschützten Umgebungen und für horizontale Strecken. Entscheidend sind Produkt, Strecke, Steigung und Hygieneanforderungen.

Welche Sicherheits- und Hygieneanforderungen gelten?

Förderanlagen in staubexplosionsgefährdeten Bereichen (Getreidesilo, Mühle) unterliegen der ATEX-Richtlinie 2014/34/EU. Erforderlich sind elektrostatische Ableitung, staubdichte Bauweise, Temperaturüberwachung der Lager, Zündquellenfreiheit und Druckentlastungsklappen bei Elevatoren. Für Futtermittelkontakt muss Food-Grade-Konformität (EG-VO 183/2005) eingehalten werden. Arbeitsschutz verlangt Schutzgitter, Notabschaltungen, Sicherheitsseile an Förderbändern und Einweisung aller Bediener.

Worauf beim Kauf gebrauchter Fördertechnik achten?

Prüfen Sie Lager, Schneckenwellen, Elevatorbecher und Kettenzustand. Gummifördergurte auf Risse, Verschleiß und seitliche Ausweichung prüfen. Elektromotoren auf Isolationszustand, Betriebsstunden und Stromaufnahme kontrollieren. ATEX-Konformität bei Anwendungen im Getreidebereich ist verpflichtend. Fordern Sie Schaltpläne, Baujahrsangaben, Wartungsnachweise und Fotos in eingebautem Zustand an.