Landwirt.com

Ursus Traktoren kaufen

Ursus C-Serie und U-Serie Traktoren aus Polen auf Landwirt.com
Ursus 914

Kleinanzeige

Ursus 914

14.800 €ohne MwSt.

  • 90 PS/66 kW
  • Bj. 1985
  • 9800 h

Gut erhaltener Traktor mit Luftdruck, wird mit Frontlader verkauft. Hat neue Reifen und ist bereit für die Arbeit. Traktoren Standard Traktoren

MS
Mark Steyer

SI 9253 Apace

Traktoren / Standard Traktoren

  Noch 4 Tage online

Weitere Treffer die Sie interessieren könnten:

Ursus Traktoren — polnische Budgetklassiker mit langer Tradition

Die Ursus Sp. z o.o. aus Warschau ist einer der ältesten Traktorenhersteller Europas. Die Ursprünge reichen bis 1893 zurück, die Traktorenproduktion begann in den 1920er Jahren. In der Nachkriegszeit baute Ursus unter Lizenz von Massey Ferguson und Zetor solide, preisgünstige Schlepper, die in ganz Ost- und Mitteleuropa zum Standardtraktor auf Kleinbetrieben wurden. In den 1990er und 2000er Jahren wurde Ursus zu einer wichtigen Marke auf dem Gebrauchtmarkt im westlichen Europa, weil die robusten Maschinen für wenig Geld solide Grundleistung boten.

Wichtige Baureihen: der legendäre C-360 (3-Zyl, 47 PS), seit Mitte der 70er Jahre auf Basis einer MF-135-Konstruktion und bis heute in Osteuropa verbreitet, der C-330 (2-Zyl, 28 PS) für den Kleinbetrieb, die neueren U-Serie-Modelle (U-4512, U-4514, U-8014) mit modernerem Motoren-Layout und die Großmodelle Ursus 1614 / 1634 auf Zetor-Forterra-Basis. Nach finanziellen Turbulenzen 2018-2020 ist die Ersatzteilversorgung für neuere Ursus-Modelle unsicherer geworden — klassische C-360 und ähnliche Typen sind dagegen über alternative Zulieferer weiterhin versorgt.

In den Landwirt.com Inseraten findest du Ursus-Traktoren sowohl als günstige Gebrauchtmaschinen für den Nebenerwerb als auch als Oldtimer-Klassiker. Ergänzend: Ursus Traktoren Kleinanzeigen, die Traktoren Übersicht und Traktoren Kleinanzeigen.

Für wen ist ein Ursus heute sinnvoll?

Ursus-Traktoren sind die klassische Wahl für den preissensiblen Nebenerwerbsbetrieb, für einfache Hof- und Transportaufgaben und als Zweittraktor für Sondereinsätze (Futterbahn, Miststreuer, Schneeräumung). Der C-360 mit seinen 47 PS, dem einfachen Aufbau und der vergleichsweise gut verfügbaren Ersatzteilversorgung ist bis heute ein gefragter Arbeitsschlepper in Kleinbetrieben bis 15 Hektar. Für Oldtimer-Sammler sind die frühen C-355 und C-360 aus den 1970er Jahren interessant — sie sind günstig im Kauf und leicht zu restaurieren. Nicht zu empfehlen sind Ursus-Traktoren als Haupttraktor für größere Haupterwerbsbetriebe, wenn moderne Ansprüche an Komfort, Hydraulik-Leistung oder Fronthydraulik gestellt werden — hier sind Fendt, John Deere, Case IH oder Lindner trotz höherer Anschaffungskosten wirtschaftlicher.

Worauf achten beim Kauf eines gebrauchten Ursus?

Ursus-Traktoren sind einfach aufgebaut — dafür sind die Verschleißpunkte umso wichtiger zu prüfen:

  • Motor: Meist 3-Zyl- oder 4-Zyl-Diesel polnischer oder Zetor-Bauart. Kompression messen, Einspritzpumpe und Düsen prüfen. Motorüberholung 2.500-5.000 Euro.
  • Kupplung und Getriebe: C-360-Kupplungssatz ca. 250-450 Euro, Einbau 350-600 Euro. Getriebe meist robust, aber Synchronringe an Wechselgetriebe können verschlissen sein.
  • Hydraulik und Hubwerk: Zugkraftregelung testen. Bei C-360 häufiges Problem: undichte Hubzylinder und Steuerventile. Reparatur 400-900 Euro.
  • Elektrik: Polnische Originalelektrik ist nach 30-40 Jahren oft erneuerungsbedürftig. Kompletter Kabelbaum-Tausch 600-1.800 Euro.
  • Blech und Rost: Kotflügel, Motorhaube, Tank — insbesondere bei Outdoor-Einsatz stark von Korrosion betroffen. Blecharbeiten aufwendig.
  • Achse und Vorderachse: Spurstangen, Radlager und Lenkung auf Spiel prüfen. Ersatzteile verfügbar und günstig.
  • Ersatzteile: Für klassische C-Modelle (C-355, C-360, C-385) meist gut verfügbar — auch über Zetor-kompatible und Nachbau-Teile aus Polen und der Tschechischen Republik. Für neuere Ursus U-Serie und für Modelle auf Zetor-Forterra-Basis: Verfügbarkeit in DACH-Region bitte im Voraus prüfen, seit der Firmenkrise 2018-2020 hat sich die Lage verschlechtert.
  • Papiere und Erstzulassung: Ursus-Traktoren aus Importen aus Polen müssen für Österreich/Deutschland umgetypt werden — das kann 500-1.500 Euro zusätzliche Kosten verursachen.

Was kostet ein gebrauchter Ursus Traktor?

Ursus-Traktoren gehören zum preisgünstigen Segment — entsprechend sind die Preisspannen im Gebrauchtmarkt:

  • Ursus C-330 (2-Zyl) älter, Restaurierungsobjekt: 1.500 bis 3.000 Euro; fahrbereit 3.000 bis 5.500 Euro
  • Ursus C-360, Arbeitsschlepper-Zustand: 3.500 bis 7.000 Euro; gut restauriert oder aus Erstbesitz 7.000 bis 12.000 Euro
  • Ursus C-385 / C-360-3P: 5.000 bis 9.500 Euro
  • Ursus U-4512 / U-4514: 7.500 bis 14.000 Euro je nach Baujahr und Ausstattung
  • Ursus 1614 / 1634 (auf Zetor-Forterra-Basis): 11.000 bis 22.000 Euro

Im Privatverkauf sind 8-15 Prozent Rabatt gegenüber Händlerpreisen üblich. Plane bei älteren C-Modellen zusätzlich 500-1.500 Euro für Seilzüge, Kupplung, Hydraulik-Dichtungen und Grundservice ein. Importe aus Polen sind oft noch günstiger, bringen aber Zusatzkosten für Umtypung und Nachrüstung von FZV-konformen Leuchten und Schutzblechen mit sich.

Ursus oder Zetor — beide Ostblock-Klassiker im Vergleich

Ursus und Zetor teilen sich historisch viele Komponenten — beide Marken haben in den 60er bis 90er Jahren intensiv von MF-Lizenzen und gemeinsamen Technologietransfers profitiert. Zetor hat heute das deutlich bessere Ersatzteilnetz und ein moderneres Produktprogramm; Zetor-Neutraktoren sind in Österreich und Süddeutschland flächendeckend über Händler verfügbar. Ursus ist preislich im Gebrauchtmarkt meist etwas günstiger, die Ersatzteillage ist aber — besonders für neuere Modelle — weniger stabil. Für den Sammler: beide Marken sind gleichermaßen interessant, wobei Zetor-Klassiker (Zetor 25, Zetor 3011, Zetor 5011) in der Oldtimer-Szene einen Ticken höheres Prestige haben. Für den Einsatz als günstiger Arbeitstraktor: Zetor ist die sicherere Wahl wegen Ersatzteilversorgung, Ursus kann bei sehr günstigem Einkaufspreis und verfügbarer eigener Werkstatt eine Option sein. Wer keinen Import oder Sonderbedarf hat, fährt mit Zetor oder einem westeuropäischen Hersteller im Gebrauchtmarkt oft die stressfreiere Variante.