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Porsche-Diesel Traktoren kaufen

Porsche-Diesel Junior, Standard, Super und Master Oldtimer-Traktoren auf Landwirt.com
Porsche Standard 219L Star
Gebrauchtmaschine
Porsche Standard 219L Star

9.000 €MwSt nicht ausweisbar 

  • 30 PS/22 kW
  • Bj. 1963
  • 3400 h

Antrieb: Hinterrad Porsche 219 Standard Star im schönen Zustand 30 PS Ausführung "L" Lang Beifahrersitz Kotflügel vorne Aus erster Hand unverbastelter, guter Origina

Gschlecht Landtechnik

DE

84453 Mühldorf - Mößling

Traktoren / Porsche

  25 Tage online

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4595 Waldneukirchen

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Fricke Landmaschinen GmbH

DE

27404 Gyhum-Bockel

Fricke Landmaschinen GmbH
Traktoren / Claas

Premium Plus Händler

Porsche-Diesel Traktoren — Oldtimer-Ikonen mit Ferdinand Porsches Handschrift

Der Name Porsche steht beim Traktor nicht für Sportwagen, sondern für eine der begehrtesten Oldtimer-Marken der deutschen Landtechnik. Die Porsche-Diesel Motorenbau GmbH in Friedrichshafen am Bodensee produzierte von 1956 bis 1963 luftgekühlte Dieseltraktoren auf Basis einer Konstruktion, die auf Ferdinand Porsche zurückgeht. Typisches Kennzeichen: das legendäre Rot mit silbergrauen Felgen, die charakteristische luftgekühlte Einzylinder- bis Vierzylinder-Motorenfamilie und das schlichte, ästhetisch zeitlose Design.

Die Baureihen sind nach Zylinderzahl geordnet: Junior (1-Zylinder, 14-18 PS, für kleine Betriebe und Weinbau), Standard (2-Zylinder, 22-30 PS, der Klassiker für den Bauernhof), Super (3-Zylinder, 38-45 PS) und Master (4-Zylinder, 50-60 PS, Flaggschiff). Ab 1963 wurde die Traktorenproduktion eingestellt, die Marke ging später an Renault. Heute sind Porsche-Diesel fast ausschließlich Sammler- und Liebhaberobjekte.

In den Landwirt.com Inseraten findest du restaurierte Sammlerstücke, Originalzustand-Exemplare und Restaurationsobjekte aller vier Baureihen. Ergänzend: Porsche-Diesel Kleinanzeigen, die gesamte Traktoren Übersicht und Traktoren Kleinanzeigen.

Welches Porsche-Diesel Modell ist für wen das richtige?

Der Junior mit seinem Einzylinder-Motor ist der günstigste Einstieg in die Porsche-Welt — oft schon ab 4.000 bis 7.000 Euro zu haben und perfekt für den Sammler mit schmalem Budget oder als Repräsentationsfahrzeug auf kleinen Höfen. Der Standard (2-Zylinder) ist der meistverkaufte und häufigste Porsche-Diesel — ideal als Allround-Sammlerfahrzeug. Der Super (3-Zylinder) galt damals als Premium-Modell und ist heute unter Sammlern besonders beliebt wegen des ausgewogenen Klangs und der guten Fahrleistungen. Der Master (4-Zylinder) ist das seltenste und teuerste Serienmodell — für den anspruchsvollen Sammler, der das Spitzenstück der Baureihe möchte. Sondermodelle wie der Allgaier P22 (Vorgängermarke) und die Export-Varianten für Südamerika und Australien sind Nischenobjekte mit Liebhaberwert.

Worauf achten beim Kauf eines gebrauchten Porsche-Diesel?

Porsche-Diesel Traktoren sind 60+ Jahre alt — das verlangt bei jedem Kauf genaue Prüfungen:

  • Motor-Kompression und Ölverbrauch: Luftgekühlte Diesel leben von dichten Kolbenringen. Kompression messen ist Pflicht; eine Überholung der Porsche-Diesel-Motoren kostet 3.500 bis 8.000 Euro und kann nur in Spezialwerkstätten wirklich professionell gemacht werden.
  • Einspritzanlage: Bosch-Einspritzpumpen müssen oft neu eingestellt oder überholt werden. Regeneration einer Einspritzpumpe 600-1.200 Euro, neue Düsen 80-200 Euro pro Stück.
  • Getriebe und Kupplung: Die Porsche-Diesel-Getriebe sind langlebig, aber Kupplung und Wellendichtringe sind oft verschlissen. Kupplung neu inkl. Einbau 800-1.500 Euro.
  • Blech und Lack: Der charakteristische Rot-Ton ist oft nachlackiert — originale Lackierung bringt Mehrwert. Rostschäden an Motorhaube und Kotflügeln sind häufig und aufwendig zu restaurieren.
  • Elektrik und Lichtmaschine: Meist auf 6V oder 12V umgerüstet. Original-6V-Elektrik ist sammlerwertsteigernd, aber im täglichen Gebrauch unpraktisch.
  • Papiere und Vollständigkeit: Originaler Kraftfahrzeugbrief, Typenschild, Motornummer und alle Anbauteile (Mähwerk, Frontgewicht) erhöhen den Wert deutlich.
  • Ersatzteile: Die Porsche-Diesel-Szene hat einen aktiven Clubverein (Porsche-Diesel Club) mit guter Teileversorgung. Spezielle Teile wie Einspritzdüsen und Dichtungen sind in der Regel beschaffbar, originalverpackte NOS-Teile werden hoch gehandelt.

Was kostet ein Porsche-Diesel Traktor heute?

Die Preise für Porsche-Diesel Traktoren haben in den letzten 15 Jahren deutlich angezogen — sie gelten als wertstabiles Sammlerobjekt. Realistische Spannen nach Baureihe und Zustand:

  • Junior, Restaurierungsobjekt: 3.500 bis 7.000 Euro; fahrbereit 7.000 bis 12.000 Euro; top restauriert 12.000 bis 18.000 Euro
  • Standard, Restaurierungsobjekt: 5.000 bis 9.000 Euro; fahrbereit 9.000 bis 15.000 Euro; top restauriert 15.000 bis 25.000 Euro
  • Super (3-Zyl): 12.000 bis 18.000 Euro fahrbereit; top restauriert 20.000 bis 32.000 Euro
  • Master (4-Zyl): 18.000 bis 28.000 Euro fahrbereit; top restauriert 30.000 bis 45.000 Euro
  • Sondermodelle / Exportvarianten: Preise stark vom Einzelfall abhängig, oft 20-40 Prozent Aufschlag auf Standardmodelle derselben Baureihe

Originalzustand mit Erst-Lackierung und Historie-Nachweis kann nochmals 20-50 Prozent Aufschlag bringen. Wichtig beim Kauf: Substanz vor Lack. Ein frisch nachlackierter Traktor mit undichtem Motor ist teurer in der Unterhaltung als eine patinierte, technisch gesunde Maschine.

Lohnt sich ein Porsche-Diesel als Investition oder Hobby?

Porsche-Diesel Traktoren haben in den letzten zwei Jahrzehnten eine deutliche Wertsteigerung erfahren und gelten in der Oldtimer-Szene als „blue chip". Wer einen gut erhaltenen Porsche-Diesel kauft und sachgerecht pflegt, verliert praktisch kein Geld, oft steigt der Wert sogar. Das ist aber kein Selbstläufer: Die Unterhaltung ist aufwendig, Werkstätten mit Porsche-Diesel-Erfahrung sind rar und Ersatzteile für seltene Baujahre oder Sondermodelle schwer zu beschaffen. Für den reinen Hobbyisten, der gelegentlich zu Oldtimer-Treffen fährt oder den Traktor am Hof als repräsentatives Einzelstück stehen haben möchte, ist jedes Porsche-Diesel-Modell eine lohnende Anschaffung. Wer den Traktor ernsthaft landwirtschaftlich nutzen möchte, sollte sich der Betriebskosten bewusst sein: luftgekühlte Diesel sind im Unterhalt teurer als moderne wassergekühlte, der Dieselverbrauch ist höher und Zuverlässigkeit hängt stark vom Wartungszustand ab. Für die meisten Käufer ist der Porsche-Diesel heute schlichtweg ein technisches Kulturgut auf Rädern — und genau darin liegt der Reiz.