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Pflüge – Das wichtigste Bodenbearbeitungsgerät der Landwirtschaft

Der Pflug ist eines der ältesten und nach wie vor wichtigsten Bodenbearbeitungsgeräte in der Landwirtschaft. Durch das Wenden und Lockern des Bodens werden Ernterückstände eingearbeitet, Unkräuter unterdrückt und optimale Bedingungen für die nachfolgende Saat geschaffen. Moderne Pflüge sind hochentwickelte Präzisionsgeräte, die sich automatisch an wechselnde Bodenverhältnisse anpassen und auch bei schwierigen Bedingungen saubere Arbeit leisten.

Auf Landwirt.com finden Sie im Bereich Pflüge ein umfangreiches Angebot an gebrauchten und neuen Pflügen verschiedener Hersteller wie Lemken, Pöttinger, Kuhn, Amazone und Vogel & Noot. Ob Zwei-Schar-Pflug für den kleinen Betrieb oder Sechs-Schar-Volldrehpflug für den Großbetrieb – die Auswahl reicht über alle Größen und Preisklassen. Ergänzende Bodenbearbeitungsgeräte wie Grubber und Eggen komplettieren die Bestelltechnik.

Welche Pflugtypen gibt es in der Landwirtschaft?

In der modernen Landwirtschaft kommen verschiedene Pflugtypen zum Einsatz, die sich in Bauweise und Einsatzzweck unterscheiden. Der Volldrehpflug (Wendepflug) ist heute der am weitesten verbreitete Typ – er kann in beide Richtungen pflügen und hinterlässt eine ebene Oberfläche ohne Furchen. Beetpflüge (Anbaupflüge) arbeiten dagegen nur in eine Richtung und erzeugen Beete, werden aber in der Praxis kaum noch verwendet. Schälpflüge arbeiten besonders flach und dienen der oberflächlichen Stoppelbearbeitung.

Weitere Spezialformen sind Untergrundzlockerer für die tiefe Bodenlockerung ohne Wenden, Spatenmaschinen als Alternative zum konventionellen Pflug und Zweischichtenpflüge, die den Boden in verschiedenen Tiefen bearbeiten. Die Wahl des richtigen Pflugtyps hängt von der Betriebsstruktur, den Bodenverhältnissen und der Fruchtfolge ab. Im Bereich Grubber auf Landwirt.com finden Sie auch pfluglose Bodenbearbeitungsgeräte als Alternative zum Pflug.

Worauf sollte man beim Kauf eines gebrauchten Pfluges achten?

Beim Kauf eines gebrauchten Pfluges sollten mehrere Verschleißpunkte sorgfältig geprüft werden. Die Pflugschare (Anlagen) und die Streichbleche sind die am stärksten beanspruchten Teile – ihre Abnutzung bestimmt maßgeblich die Arbeitsqualität. Verschlissene Schare hinterlassen ein unsauberes Pflugbild und erhöhen den Zugkraftbedarf. Prüfen Sie auch den Zustand der Pflugkörper, der Anlenkungspunkte und der Drehvorrichtung bei Volldrehpflügen – ausgeschlagene Bolzen und Lager deuten auf intensiven Einsatz hin.

Wichtig ist zudem die Steinabsicherung: Mechanische Scherstifte, federmechanische Auslösung oder hydraulische Non-Stop-Systeme schützen den Pflug vor Beschädigungen durch Steine. Hochwertige Non-Stop-Pflüge sind zwar teurer, sparen aber im steinigen Gelände erheblich Zeit und schützen vor Rahmenbrüchen. Achten Sie beim Kauf auch auf die Kompatibilität mit Ihrem Traktor – Kategorie der Dreipunktaufhängung, erforderliche Hydraulikanschlüsse und die benötigte Traktorleistung pro Schar (ca. 25–35 PS je nach Bodenart) müssen passen.

Wie stellt man einen Pflug richtig ein?

Die richtige Pflugeinstellung ist entscheidend für ein sauberes Pflugbild, geringen Kraftstoffverbrauch und minimalen Verschleiß. Die wichtigsten Einstellparameter sind die Arbeitstiefe, die Arbeitsbreite pro Körper, der Zugpunkt und die Neigung des Pfluges. Die Arbeitstiefe sollte je nach Fruchtfolge und Bodenart zwischen 15 und 30 Zentimetern liegen – tieferes Pflügen erfordert überproportional mehr Zugkraft und ist nicht immer agronomisch sinnvoll.

Moderne Pflüge verfügen über hydraulische Schnittbreitenverstellung und automatische Tiefenregelung, die eine gleichmäßige Arbeitsqualität auch bei wechselnden Bodenverhältnissen gewährleisten. Der Pflug sollte waagerecht und ohne seitliches Ziehen arbeiten – schräg stehende oder einseitig ziehende Pflüge deuten auf falsche Einstellungen hin und führen zu erhöhtem Verschleiß an Traktor und Pflug. Im Werkstattbereich auf Landwirt.com finden Sie Ersatzschare und Verschleißteile für die gängigen Pflughersteller.

Pflügen oder pfluglos – Was ist besser?

Die Frage „Pflug oder pfluglos?" ist eine der meistdiskutierten Themen im modernen Ackerbau. Konservierende Bodenbearbeitung mit Grubber und Scheibenegge spart Arbeitszeit und Kraftstoff, fördert das Bodenleben und reduziert Erosion. Andererseits bietet der Pflug Vorteile bei der Unkrautbekämpfung (besonders bei Problemunkräutern), bei der Einarbeitung von Ernterückständen und organischen Düngern sowie beim Aufbrechen von Verdichtungen in der Krume.

In der Praxis setzen viele Betriebe auf eine Kombination beider Verfahren: Pflügen vor bestimmten Kulturen (z. B. Zuckerrüben, Kartoffeln) und pfluglose Bearbeitung in der restlichen Fruchtfolge. Die Entscheidung hängt von der Bodenart, dem Unkrautdruck, der Fruchtfolge und der betrieblichen Ausstattung ab. Im Bereich Eggen auf Landwirt.com finden Sie Geräte für die flache Bodenbearbeitung als Ergänzung oder Alternative zum Pflug.

Wie wartet und pflegt man einen Pflug richtig?

Regelmäßige Wartung verlängert die Lebensdauer eines Pfluges erheblich und sichert eine konstant hohe Arbeitsqualität. Nach jedem Einsatz sollten Schare und Streichbleche auf Verschleiß kontrolliert und bei Bedarf gewechselt werden – stumpfe Schare erhöhen den Zugkraftbedarf um bis zu 30 Prozent. Die Schmierung aller Gelenk- und Lagerstellen gemäß Herstellervorgabe ist unerlässlich, besonders an der Drehvorrichtung von Volldrehpflügen und an den Steinauslöse-Mechanismen.

Vor der Einlagerung über den Winter sollte der Pflug gründlich gereinigt, alle blanken Metallteile mit Korrosionsschutz behandelt und die Hydraulikzylinder eingefettet werden. Prüfen Sie regelmäßig die Verschraubungen am Rahmen und an den Körpern – durch die hohen mechanischen Belastungen beim Pflügen können sich Schrauben lösen. Im Neumaschinenbereich auf Landwirt.com finden Sie auch aktuelle Pflüge mit modernen Komfortfunktionen und GPS-gestützter Steuerung.