hans_meister 03-06-2013 09:50 - E-Mail an User
Wald und Wild - ein unlösbares Problem?
Wildschaden - wer hat entsprechende Vorkehrungen zu treffen, der Grundbesitzer oder der Jagdberechtigte?
Wald und Wild - ein lösbares oder unlösbares Problem?


beatl antwortet um 03-06-2013 10:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wald und Wild - ein unlösbares Problem?
welches Problem?, Wenn Grundbesitzer und Jäger ein gutes Einvernehmen haben, lässt sich alles ausreden.


Wicki antwortet um 03-06-2013 11:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wald und Wild - ein unlösbares Problem?
Hallo,

kann mich beatl nur anschliessen, wir haben ein gutes Verhältnis Jäger - Grundbesitzer und daher auch keine nennenswerten Schäden.
Wird von manchen Medien auch manchmal künstlich immer wieder am Leben erhalten dieses Problem.

Dort wo Wildschäden in einen Ausmaß auftreten das die Schmerzgrenze übersteigt, sollte man genauer hin sehen, bevor man sofort einen Schuldigen gefunden hat.
Es gibt sehr viele Ursachen, welche Wildschaden auslösen, diese gehören analysiert und dann sollte man daran gehen Maßnahmen zu ergreifen die die Wildschäden umgehend minimieren oder hint anhalten.
Da gehören alle an einen Tisch, Grundbesitzer, Jäger, Gemeinde, Tourismusverbände, uvm.
Nur gemeinsam kann man solche Probleme lösen.



Aly1 antwortet um 03-06-2013 15:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wald und Wild - ein unlösbares Problem?
Genau, da gehören alle an einen Tisch !
Auf der einen Seite sitzt der Grundbesitzer und auf der anderen Seite Jäger, Gemeinde uvm.
Und alle reden auf den Grundbesitzer ein, das es ja gar keinen "wildschaden" gibt
So kommt man sicher zu einer Lösung !

MfG.



waldgaertner antwortet um 03-06-2013 16:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wald und Wild - ein unlösbares Problem?
Grundsätzlich kein Problem - ich habe, nicht zuletzt dank dieses Formum's gelernt - bin ja erst seit ca. 5 Jahren Nebenerwerbsforstwirt - jedoch muss man zuerst alle auf seine (die Seite des Grundbesitzers + Waldpflegers) bringen können. Ich habe überdies zeitweise das Gefühl dass die Behördenvertreter (BH) auch zu dieser Lobby der zahlenden "Jägerschaft" gehören u. einfach einen Wildschaden nicht wahrhaben wollen....
od. vielleicht irre ich.


Woodster antwortet um 03-06-2013 16:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wald und Wild - ein unlösbares Problem?
@Aly1, 100% Zustimmung!
Die Wildschadensmeldung ist (absichtlich) so kompliziert gestaltet, dass Otto Normalverbraucher drauf pfeift. Der Wald wird jedem "Wurscht"

Seit X Jahren gibt es Österreich ein Wildschadensmontoring.
So ist z.B. der Bezirk Feldbach einer der verbissensden Bezirke seit zig Jahren.
Ohne Zaun ist zum größten Teil keine Naturverjüngung mehr möglich. Gesetzte Pflanzen ohne Schutz werden zu 100% runiniert.
Das Land Stmk bekam vom Bundesrechnungshof sogar einen Rüffel zwecks gesetzliche Verbesserung der unerträglichen Situation.
Und in Wahrheit passiert nichts. Ausser das es bei keine Eiche mehr höher als 50 cm wird.
Die widerstandsfähigen Mischbaumarten werden schon als Keimling komplett weggefressen.

Es scheint, ob sämtliche Verantwortliche ein grünes Brett (mit Wildbret?) vorm Kopf samt Einschusslöchern tragen.
Nur weiter so.
Was bleibt ist die Schalenwild-Monokultur. Die wird letztlich mit dem Klimawandel zusammenbrechen.
So Begleiterscheinungen wie Hochwasser und Co lassen grüßen. Weidmans Heil!
Schöne Aussichten.


little antwortet um 03-06-2013 19:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wald und Wild - ein unlösbares Problem?
@woodster
ich bin zwar aus OÖ muß dir leider im großen und ganzen rechtgeben. Das Schalenwildproblem könnte aber bei uns vom Schwarzwildproblem abgelöst werden. So früh wie heuer waren die noch nie im Zentralraum. Schätze das wir die Sauen bald als Standwild das ganz Jahr hier haben werden. Da stellt sich nur die Frage was ist das geringere Übel.
Die Jägerschaft ist auch politisch sehr gut vertreten, daher ist es auch extrem schwierig denen irgendwie beizukommen. Siehe bei euch in der Stmk.
Bei uns sind aktive Landwirte mittlerweile in der Jagd unerwünscht, man duldet sie zwar im Fußvolk, dann hat er nichts zu sagen, muß aber brav die Klappe halten sonst gibt es Probleme.
Viel lieber hat man gewerbliche Grundbesitzer in den Konsortien.

little


sandbauer antwortet um 03-06-2013 19:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wald und Wild - ein unlösbares Problem?
Mein Vorschlag - - - nach anscheinend ähnlichen Erfahrungen :

Lupinenacker - grenzt im Süden an große Waldfläche (fast 400ha) - kein Mangel an Damwild, Sauen,
kaum Rehwild, ein paar Feldhasen - nach langem "Leiden" machen wir jetzt Folgendes - direkt nach
der Saat wird in der Nähe des Waldrandes eine Referenzfläche eingzäunt - z.B. 12 Kunststoffpfähle und
50m Wildzaun - dann kann man zumindest sehen was hätte wachsen können !!!

Und danach dann, falls nötig, in aller Ruhe Wildschaden anmelden.

`Woll`n doch `mal schauen, ob die hiesigen Jäger nicht bald aufwachen.

bis bald, Sandbauer


Woodster antwortet um 04-06-2013 09:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wald und Wild - ein unlösbares Problem?
@sandbauer,
und wie möchtest die Erkenntnis mit der Referenzfläche dann durchsetzen??
Alles schon probiert.
Wenns dann soweit ist: Ja, die Voraussetzungen sind ja überall anders, kann man nicht vergleichen. Die Samenbäume sind ja auch unregelmäßig entfernt - und bla bla bla....

Übrigens - kennst du die kürzeste Distanz von Hirsch zu Hirsch?


eigenjagler antwortet um 04-06-2013 11:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wald und Wild - ein unlösbares Problem?
Zu dem thema sag ich nur folgendes: Nur ein totes stück wild egal ob reh, hirsch oder wildschwein ist ein gutes wild. Ich hab schäden von allen angeführten arten, bei uns sind die wildschweine auf 1300m seehöhe auch im winter anzutreffen und keiner füttert diese, wie soll das gehen. Der hirsch hat seine lebensberechtigung nur oberhalb der waldgrenze, jedes stück was im wirtschaftswald sich aufhält gehört erlegt. Mein grossvater(geb. 1899 schon verstorben) hat jedes stück erlegt was im vors gewehr gekommen ist, bei uns sind von dieser zeit keine schälschäden vorhanden aber jetzt wirds jedes jahr schlimmer!


Aly1 antwortet um 04-06-2013 15:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wald und Wild - ein unlösbares Problem?
Is ja klar, das bei uns soviel Maisflächen sind
Wenn ich Soja anbaue, kann ich mir gleich das ganze Wild einzäunen


mitmart antwortet um 04-06-2013 16:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wald und Wild - ein unlösbares Problem?
Tja eigenjagler is zwar hart gesagt aber bei der momentanen lage würde mann es so machen müssen um den Wildstand schnell wieder auf ein erträgliches Maß zu reduzieren.


Hirschfarm antwortet um 04-06-2013 20:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wald und Wild - ein unlösbares Problem?
Die Wildbestaende sind eindeutig zu hoch. Abhilfe könnte ganz einfach geschaffen werden indem jeder Grundeigentümer auf seiner Flaeche selber jagen darf. Egal wie groß Sie ist.
Das Wildproblem würde sich innerhalb eines Jahres in Luft auflösen.
mfg


little antwortet um 04-06-2013 23:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wald und Wild - ein unlösbares Problem?
Vielleicht sollte man mittels Gentechnik dem weiblichen Schalenwild auch Geweihe aufpflanzen, dann würden sie sicher auch besser bejagd werden.
Zurzeit haben wir Knochenjägerei. Weil es ist wichtiger schöne Knochen an die Wand zu hängen als einen guten Wildbraten in der Pfanne zu haben.

little


helmar antwortet um 05-06-2013 07:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wald und Wild - ein unlösbares Problem?
Dieses Problem ist erst in den letzten Jahrzehnten eines geworden......nicht zuletzt deshalb weil Jagdgesetze Landesgesetze sind welche sich niemand wegnehmen lassen will. Eine Struktur der Jägerschaft wie im viel bescholtenen 3.Reich, eine Verbandelung von Politik und eben Jägerschaft, und vor allem die Tatsache dass ein "falscher" Hirsch immer noch für den Schützen Konsequenzen hat der ins Geld gehen kann, hat die Schießlust mancher erlahmen lassen.
Weiters ist vom Regionalpolitiker aufwärts, die Politik auf beiden Ohren taub, wenn Bauern Gesetzesänderungen fordern. Da haben sie dann Angst, nicht mehr gewählt zu werden, wenn sie sich für eine Erhöhung von Abschüssen/Änderung der Jagdgesetze stark machen. Und wenn man sich den ganzen Bienenwirbel in den Medien anschaut, verstehe ich das......da wird beinhart gerechnet wieviele Stimmen es kosten kann wenn die Medien loslegen. Und daher ist von dieser Seite nicht allzuviel zu erwarten. Der Wald is ja eh grün........
Mfg, Helga


Bayr antwortet um 05-06-2013 09:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wald und Wild - ein unlösbares Problem?
An diesem Dilemma sind wir teilweise selber schuld !
Bei vielen Grundbesitzern geht es immer nur um´s Geld. Wer mehr zahlt kriegt die Jagd.
Da kannst du dir das Mundwerk g´fransert reden, sie kapieren es nicht !

Der Jagdpacht kann nicht annähernd die Schäden begleichen.
Warum gibt es überhaupt Schonzeiten für männliches Wild ? Weil es ohne Trophäe nicht´s wert ist !!!
Warum werden bei den Hegering - Schauen keine geschälten, verfegten und verbissene Bäume
ausgestellt und prämiert.
Reichsjägermeister Göring lässt grüssen !

Jagd muss billiger werden, damit "normale Leute" am besten selber Waldbesitzer zum Schuss kommen.

Wir müssen die Jagd "entbonzen", damit unser Wald wieder Zukunft hat.

Wald vor Wild und Trophäen !!!

Gruss


Waldleben antwortet um 05-06-2013 11:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wald und Wild - ein unlösbares Problem?
Wald und Wild - ein unlösbares Problem?
Das Wald-Wildproblem kann nur durch eine Änderung der Jagdgesetze gelöst werden. Die derzeitigen Jagdgesetze schaffen zwangsläufig Interessenskonflikte, die durch Kosmetik natürlich nicht zu lösen sind.
Verfassungs- bzw. bundesgesetzlich ist das Jagdrecht Eigentum der Grundeigentümer. Bedauerlicherweise wird dieses aber durch die Landesjagdgesetze wieder ausgehebelt. Der OGH spricht sogar von einer partiellen Enteignung der Grundeigentümer. Es wäre daher höchst an der Zeit, diesen wieder jenen rechtlichen Stellenwert einzuräumen, den sie als Eigentümer des Jagdrechtes verdienen. Dies könnte am besten durch ein Antragsrecht der betroffenen Grundeigentümer auf eine Jagdgebietsteilung und die Ermöglichung von freiwilligen Jagdgenossenschaften erreicht werden. Nur wenn die Grundeigentümer selbst die „Sache“ in die Hand nehmen können bzw. direkten Einfluss auf das Jagdgeschehen haben, kann dieses leidige Problem gelöst werden. MfG


mitmart antwortet um 05-06-2013 12:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wald und Wild - ein unlösbares Problem?
"Jagd muss billiger werden, damit "normale Leute" am besten selber Waldbesitzer zum Schuss kommen."

Das schau mal ob du das bei einer Genossenschaftsjagd durchbringst. Da gibts Obmänner (ebenfalls Bauern und Waldbesitzer) die den Wildschaden als Fixeinkommen mitrechnen und auch solche die ihren eigenen Leuten in den Rücken fallen um sich das jährliche Kouvert vom Jagdpächter doch noch zu sichern.



helmar antwortet um 05-06-2013 17:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wald und Wild - ein unlösbares Problem?
Hallo Mitmart....oder was manche alles unternehmen, einen Pächter loszuwerden und einen anderen dann zu bekommen. Seit ich mich erinnern kann, ist die Jagd, Jagdverpachtung, Eifersüchteleien zwischen Jägern, dann die Lagerbildung für oder gegen den Pächter und was weiß ich noch alles, immer ein Thema gewesen wo manche hoch und andere noch höher gegangen sind. Das ist bis zu sehr gemeinen Untergriffen gegangen die in Persönliche reichten und nicht immer angenehm gewesen sind.

Vor über 20 jahren gab es sogar welche welche ihren Hof eingezäunt haben, 1,60 hoch. Hat aber auch nicht wirklich geholfen. Oft spielt Neid eine Rolle, oft auch der Job beim Jagdpächter, oder auch wenn die liebe Jugend dann eben keinen bekommt uvm.

Der Rat einiger Behördenvertreter, die Pächter jeden Schaden zahlen zu lassen wird die Situation spätestens bei den nächsten Jagdvergaben wohl soweit bringen, dass es sich ein Pächter überlegen wird ob er überhaupt noch um den bisher bezahlten Pacht die jagd nehmen wird.

Mfg, Helga


Fallkerbe antwortet um 05-06-2013 19:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wald und Wild - ein unlösbares Problem?
@hirschfarm
volle Zustimmung.


mitmart antwortet um 05-06-2013 19:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wald und Wild - ein unlösbares Problem?
Tja das wäre eh einfach, Jagdprüfung machen und an einem Strang ziehen. aber solange die Grundbesitzer keine Einheit bilden gehts nicht.


Gerhardd antwortet um 05-06-2013 19:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wald und Wild - ein unlösbares Problem?
Naja, Helga, Helmar ..... was an dem Problem meinst du ist so neu daß es erst in den letzten Jahrzehnten eines geworden ist?
Und nichteinmal Göring´s Trophäen-Welt-Führungsanspruch hat das Thema begründet .....nachzulesen recht zeitgeistaktuell in Roseggers für mich bestem Werk "Jakob der Letzte"

selbiges wird übrigens heuer bei den Rosegger-Festspielen aufgeführt
bin schon echt gespannt wie weit darin jagdpolitisch aus dem Fenster gelehnt wird ...........


helmar antwortet um 05-06-2013 19:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wald und Wild - ein unlösbares Problem?
Hast auch wieder recht, lieber Gerhardd........ein bisserl kann ich mich noch erinnern als mein Vater(Jahrgang 1911) vom Jagdpächter und seinen Gästen in der Zwischenkriegszeit erzählt hat. Nur hats damals sicher nicht diese Menge an Wild gegeben, und Wildschweine schon gar nicht.
Mfg, Helga


fgh antwortet um 05-06-2013 22:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wald und Wild - ein unlösbares Problem?
Das man mit dem Jagdpacht was verdient ist mir neu - zumindest bei Gemeindejagden.
Grundsätzlich gibt es zu viele, die zwar groß jammern und vom Schaden sprechen, aber zu wenige die einfach Schaden melden und durchsetzen.
Das Jagd jetzt so extrem teuer ist, dass es nicht jeder Grundeigentümer ausüben könnte ist mir auch neu.
Ich hatte vor zwei Jahren Schäden - Abschuss ist erfolgt. Heuer wegen fehlenden Abschuss im Vorjahr ein viel größeres Problem. Zuerst um Abschuss gegeben (und nebenbei den Bezirksjägermeister informiert) und dann letztmalig schriftlich verwarnt inklusiver Schadensaufstellung und das ich den Schaden einklage wenn bis zum ... kein Abschuss von zwei Stück erfolgt - ist nicht passiert, aber der Bezirksjägermeister hat für die Jagdgesellschaft wenig Verständnis, dann hat auch noch der Bezirksförster interveniert und siehe da, es geht.
Man muss nur ernsthaft bereit sein die Sache durchzuziehen und wirklich sachlich den Schaden nachweisen können und nicht ich hätte gern soviel und es ist soviel Schaden, ja wo und wie viel genau?


helmar antwortet um 06-06-2013 07:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wald und Wild - ein unlösbares Problem?
Hallo Fgh..Könntest du uns "deinen" Bezirksjägermeister für ein paar Jahre borgen?
Mfg, Helga


Waldleben antwortet um 06-06-2013 20:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wald und Wild - ein unlösbares Problem?
@ Bayr und mitmart
Wer hat nur dieses Märchen erfunden, dass zwischen einem niedrigen Jagdpachtschilling und geringen Wildschäden eine Korrelation besteht. Wenn es so wäre, dann dürfte es in unseren Genossenschaftsjagdgebieten keine Wildschäden geben. Dies ist aber keineswegs der Fall. Diese Ansicht ist nicht nachvollziehbar, unlogisch und einfach falsch. Lediglich hohe Wildschadenszahlungen können bewirken, das die Wildbestände und somit die Wildschäden reduziert werden. MfG


fgh antwortet um 06-06-2013 21:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wald und Wild - ein unlösbares Problem?
@Waldleben: recht hast du.
@Helmar:
So einfach ist das nicht, dass kann man nur sorgfältig ausgearbeiteten Fakten und einem eisernen Willen durchsetzen. Wenn der Schaden nachweislich entstanden ist, obwohl du davor gewarnt hast und du wirklich sauber belegen kannst, dass die Jagdgesellschaft eindeutig die Schuld trifft und dazu noch dem Gegenüber eindeutig vermitteln kannst, dass du es bis zu Gericht durchziehst - mit der Folge, dass du Aufgrund der Tatsachen sehr wahrscheinlich recht bekommst - dann rührt sich was - mit lehren Drohungen, schlechten Fakten passiert nichts.
In meinem Fall habe ich selbst den anstieg der Wildbevölkerung dokumentiert, vor zwei Jahren hatte es aufgrund von Schäden einen Abschuss gegeben, voriges Jahr habe ich aufgrund der von mir dokumentierten Anzahl von Wild nachweislich um den Abschuss von 3 Stk. gebeten, da diese ansonsten heuer Schaden machen werden und da es sich beim Holunder um einen Teil meines Einkommens handelt, hatte ich auch den eisernen Willen es im Zweifelsfall durchzusetzen!



helmar antwortet um 06-06-2013 22:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wald und Wild - ein unlösbares Problem?
Hallo Fgh...die Fakten sind...Wiesen, welche wie Äcker aussehen, fotografiert, dokumenteiert und von allen möglichen Kapazundern behatscht. 20-30 jährige Jungwälder, geschält, natürlicher Anflug wie ein Krüpelpflanzenteppich, Tannen mit einem halben m Durchmesser, 20 cm hoch, uvm.
Und ein besonderer Fakt.........Rotwild in Gegenden wo es noch nie gesichtet wurde inzwischen heimisch. Und alle welche vor ein paar Jahren gewarnt haben waren die Deppen......
Mfg, Helga


mitmart antwortet um 07-06-2013 07:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wald und Wild - ein unlösbares Problem?
@ Waldleben das Märchen entsteht dadurch das bei billigeren Jagden vermehrt Bauern und einfache Leute jagen gehen würden, für die wäre jede zusätzliche Belastung durch Wildschäden problematisch und darum wird schnellstens danach getrachtet einen angepassten Wildstand zu bekommen.

Das jetztige Bonzenjagdsystem ist auf Hohe Wildstände und maximale Trophäenjagd ausgelegt, siehe unsinnige Auswüchse wie bei uns zb die Kronenhirschregelung.

Die herrn Direktoren, Primare usw. zahlen die Schäden aus der Portokasse. Denn das was kaputt ist bekommst nur zu einem Bruchteil.
Brauchst nur schauen angenommen du hast in einem Waldstück 80% geschälte Bäume, dann wird der Schaden ermittelt nach dem Motto der gehört eh weg und da steht eh noch ein Z-Baum und im Endeffekt kriegst nen großen Sch..... bezahlt.


helmar antwortet um 07-06-2013 07:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wald und Wild - ein unlösbares Problem?
Hallo Mitmart...stimmt. Denn auch verschiedene Forstexperten sagen dass alle 6 m ein Z-Baum reicht......
Mfg, Helga


helmar antwortet um 07-06-2013 08:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wald und Wild - ein unlösbares Problem?
Und noch etwas...derzeit ist der Biber strengstens geschützt. Was aber wenn man nachweisen kann dass Biber in aufgeschütteten Hochwasserdämmen hausen und diese dadurch instabil werden? Denjenigen der dann die Jagd auf Biber freigibt watschen alle, angefangen von den diversen Tierschützern bis zur Kronenzeitung.
Mfg, Helga


mitmart antwortet um 07-06-2013 08:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wald und Wild - ein unlösbares Problem?
Nicht nur Hochwasserdämme sämtliche Uferverfestigende Vegetation wird vernichtet. Die Piesting zb entlang kannst dir ausrechnen das in 5-10 Jahren kein einziger Baum mehr am Ufer wächst.


helmar antwortet um 08-06-2013 08:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wald und Wild - ein unlösbares Problem?
Hallo Jkl.....also ich kenne da eine "Eschenreinkultur", da wurde auch nicht wenig geschält.......aber bei der dichte des Bestandes wundert mich wie die Schäler sich da gemütlich schälend weiterbewegen konnten. Und wenn dann so was eine Behörde sieht kommt ja sofort " ungepflegt, kein Wald für die Zukunft.
Mfg, Helga


mitmart antwortet um 08-06-2013 09:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wald und Wild - ein unlösbares Problem?
" , kein Wald für die Zukunft"
is es eh nicht weil wenn du alle geschälten wegschneidest hast ne Wiese, aber vielleicht kann man ja dann ne Almfutterfläche draus machen. :-D


fgh antwortet um 08-06-2013 12:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wald und Wild - ein unlösbares Problem?
@jkl:
Ja, alles sauber durchforstet! Wald ist ja ein Kindergeburtstag bei Wildschäden, bei Intensivobstkulturen geht's um ganz andere Schäden und vor allem Schadenssummen und wenn man dann eigentlich keine leistbaren Möglichkeiten zur Bekämpfung hat, muss man die Jagdgesellschaft zum Abschuss zwingen!


pacific antwortet um 09-06-2013 13:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wald und Wild - ein unlösbares Problem?
Hallo,
grad mal angenommen, im Winter würde keine Wildfütterung vorgenommen. Wie würde sich die Population des Wildes entwickeln? Anzunehmen wäre wohl, sie geht zurück. Gangbarer Weg?


mitmart antwortet um 09-06-2013 13:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wald und Wild - ein unlösbares Problem?
Nein, kein gangbarer Weg, denn das Wild ist ja da, fütterst gar nicht wird die Menge die durch füttern wegfällt wieder aus dem Wald gefressen.

Zuerst mit der Büchse reduzieren und danach ohne Fütterung den Bestand klein halten.


pacific antwortet um 09-06-2013 15:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wald und Wild - ein unlösbares Problem?
Zitat:"Zuerst mit der Büchse reduzieren und danach ohne Fütterung den Bestand klein halten."
...genau so meinte ich es ja ...;-)
Aber es ist halt oft nicht so ratsam, das so anzusprechen.


JD8330 antwortet um 08-07-2013 00:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wald und Wild - ein unlösbares Problem?
Hallo Gemeinde, ich komme aus MV, bei uns hier gibt es eine Wildschaden Ausgleichskasse, die denn die Kosten für die gemeldeten Schäden übernimmt.
Dafür muss denn jeder Jagdpächter jährlich 0,7€ pro Hektar löhnen.
Da ich aber als Landwirt meinen Flächen in 3 Eigenjagden unterteilt und verpachtet habe.
Un sehr eng mit meinen Jägern zusammen arbeite, bleiben bei uns Wildschaden Meldungen eher Ausnahme.
























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