Wer bezahlt den Schaden?

Antworten: 44
Neudecker 31-03-2013 17:27 - E-Mail an User
Wer bezahlt den Schaden?
Hallo Freunde
Wir haben vor 20 Jahren ein Waldgrundstück mit gemischtem Bestand gekauft. Gestern habe ich dort eine ca. 50 Jahre alte Eiche geschlägert. Ich beabsichtigte den Astbereich als Brennholz und den Stamm als Schnittholz zu verwenden. Bei der Ausformung bemerkte ich eine ganz zarte bläuliche Verfärbung im Splintholz. Da ich dies als Zeichen eines Metalleinschlusses wertete, begann ich Scheit um Scheit abzusägen. Wie vermutet, fand ich nach ca. einem Meter, zwei eingewachsene Nägel. Diese Nägel dürfte der einstige Jagdberechtigte (Unbekannt) zur Befestigung eines Hochstandes eingeschlagen haben. Der Stamm ist wegen der starken Verfärbung nur mehr als Brennholz zu gebrauchen. Meine Frage ist: Wer müsste in diesem Fall für den entstandenen Schaden aufkommen?
Liebe Grüße Euer Neudecker



fgh antwortet um 31-03-2013 17:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer bezahlt den Schaden?
Der dem du beweisen kannst, dass er die Nägel reingeschlagen hat...


Fallkerbe antwortet um 31-03-2013 17:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer bezahlt den Schaden?
Und du musst beweisen können, das nicht dein Großvater dem damaligen Jäger die genehmigung dazu erteilt hat. Das Problem mit den Hochsitzen usw kennt man in jedem Forst.
Am schlimmsten ist es bei häufigen jagdpächterwechsel, weil jeder eine eigene Phiolosopie hat, wo die Hochsitze, die salzlecken, die Fütterungen und Kierungen hingehören. Und jeder Vernagelt die wieder ein paar Bäume.

Ganz Fatal sind die Vogelbeobachter unter den Jägern.
Die Nageln dir noch ungefragt duzende Nistkästen und Vogelfutterhäuschen an die schönsten Bäume.




fgh antwortet um 31-03-2013 17:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer bezahlt den Schaden?
Unsere Jäger sind da eigentlich recht brav, fragen grundsätzlich vorher wo und wie sie aufstellen dürfen, nur der Abschuss ist gerade an den kritischen Stellen zu niedrig.


Christoph38 antwortet um 31-03-2013 18:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer bezahlt den Schaden?
1. da die Beweislage sehr schwierig ist, wirst höchstwahrscheinlich am Schaden sitzen bleiben

2. theoretisch wäre zu hinterfragen
a) wem ist ein Schaden entstanden
b) wer hat den Schaden verursacht

Beim Kauf eines Waldes wird man nicht davon ausgehen können, dass jeder Baum der beste und teuerste ist. Auch könnte ja beim Kauf evtl ein Abschlag vorgenommen worden sein, weil bekannt war, dass Jäger besonders eifrig genagelt haben.

Kurz gefasst meine ich. ärgerlich für dich, aber Pech gehabt.


joholt antwortet um 31-03-2013 19:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer bezahlt den Schaden?
Blöd wird die sache wenn man als Kind einige Baumhütten und so weiter gebaut hat und dann 40 Jahre später diese Bäume selber fällen muß. Da bin ich schon einige mal zu solchen Nägeln gekommen und bei manchen Bäumen weiß ich jetzt schon das es mich erwischt.
Mfg Hans



walterst antwortet um 31-03-2013 19:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer bezahlt den Schaden?
Ich bin zugegebenermaßen schon ein wenig irritiert, dass man solche Üebrlegungen nach Schadenersatz überhaupt anstellt. Ich bin wahrscheinlich viel zu lax bei so was. Kaum hat man etwas 20 Jahre lang im Besitz, tauchen auch schon die ersten Probleme, bzw. Nägel auf.

Spannend wird sowas, wenn einmal Allensteig verkauft wird, wo dann wahrscheinlich im Sinne des Wortes Bomben und Granaten eingewachsen sind.
Da kann man dann sicher den "Schaden" geltend machen. Entweder beim Führer, beim Bundesheer oder bei den Russen.


biolix antwortet um 31-03-2013 19:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer bezahlt den Schaden?
Nabend !

Walter, du weißt aber auch alles... ;-))

Ich wollt ja schon fast die Geschichten von uns am Rande des TÜPLs schreiben, habs dann nicht.. aber das heutige BH kann wenig dazu, angeblich aus der Russenzeit, als sie "Besatzer" waren, haben wir genug Bäume mit Einschüssen.. Mein Schwiegervater meinte nur immer "die musst halt dann weit weg verkaufen"... hatten das auch schon mal, bei einem privaten kleinen Sägewerk, die Versicherung hat das Sägeblatt bezahlt... aber die großen haben glaube ich eh Metalldetektoren.. ;-)

lg biolix

p.s. stimme dir und Christoph natürlich zu.. ;-)



mitmart antwortet um 31-03-2013 19:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer bezahlt den Schaden?
"die musst halt dann weit weg verkaufen"... hatten das auch schon mal, bei einem privaten kleinen Sägewerk, die Versicherung hat das Sägeblatt bezahlt...

Tolle Einstellung :-(


helmar antwortet um 31-03-2013 19:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer bezahlt den Schaden?
Ich habe vor vielen Jahren einige Zeit in einer Säge gearbeitet.......und aus gewissen Gegenden unseres Gebietes waren die Bloch ziemlich verschrien, und es ratterte öfter wegen der Splitter in den Blochen. Da hat unser Chef wohl schon aus diesem Grund angeblich weniger gezahlt. Aber der Überdrüber waren die Föhren vom TÜPL Großmittel.........ich glaube heute noch dass dieser Auftrag für alle ein Draufzahler gewesen ist. Für die Firma, für die Pioniere, und dann für die Rekruten welche in den Baracken, frisch gezimmert, hausen mußten.
Mfg, Helga


biolix antwortet um 31-03-2013 19:31 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer bezahlt den Schaden?
Hallo mitmart !

das war wie wir privat schneiden haben lassen...untersuchst du jeden Baum ? also ich kanns nicht, und wie gesagt bei dem kleinen Sägewerk hats uns leid getan und unsere Versicherung ist "eingesprungen".. udn das mit den Detekoren stimmt, also meinen Schwiegervater hab es selig, er braucht und kann auch nichts mehr weit weg verkaufen..

lg biolix

p.s. klar tria, ich hab das auch gesagt, oder doch wer anderer... ;-)(


walterst antwortet um 31-03-2013 19:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer bezahlt den Schaden?
@tria
War das wegen der "Kollegialität" ein Vorwurf an den Biolix, der seinen Schwiegervater zitiert hat?

Wie war das mit der FReude an der Holzabrechnung zu verstehen? Wegen Kollegialität?


helmar antwortet um 31-03-2013 19:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer bezahlt den Schaden?
Hallo Tria, stimmt...im 4 m Erdstamm gab es eher selten Splitter, ausgenommen in den Föhren vom TÜPL...
Mfg, Helga


walterst antwortet um 31-03-2013 19:52 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer bezahlt den Schaden?
wie schwierig das zu erkennen ist, tria, das glaube ich Dir schon. Ich hätte nur gerne den UNterschied gewusst zwischen Deiner Kollegialität und der Kollegialität vom Biolix. Oder muss der Biolix im Gegensatz zu Dir Röntgenaugen haben?


walterst antwortet um 31-03-2013 20:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer bezahlt den Schaden?
@tria
hab Deine Hinweise leider wirklich nicht verstanden.


tch antwortet um 31-03-2013 20:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer bezahlt den Schaden?
Wenn man in Ex Kampfgebieten wohnt muss man damit rechnen das es Beschussholz gibt, darum hat man auch mehrere Ketten mit und macht kein Feuer :-)

Mit dem Wissen Holz ohne weiter Info an einen Sagler abzugeben ist schon etwas frech...

Es gibt auch um wenig Geld Metalldetektoren die intelligente Holzarbeiter dabei haben wenn diese in schwer belasteten Wäldern unterwegs sind- Allensteig ist so eine Gegend.
Allerdings nicht sehr belastet durch Kampfhandlungen mit der roten Armee.....


Offtopic: Tria ein Burgenlandler :-)?

lg
tch


schellniesel antwortet um 31-03-2013 21:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer bezahlt den Schaden?
bisher hatten wir nur einmal das "Glück" auf eine Eingewachsene Patrone mit dem Waldmoped zu treffen!
Ob ein Kriegsrelikt oder doch was aus längst vergangener aber noch aktiven Jägerschaft stammt war nicht zu eruieren....

Hat mich eine neue Kette für Moped gekostet und eine Menge Verwunderung wie eine ganz schön dicke Patrone in ~7m höhe in die Astkrone gelangen konnte...

Wurden da etwa mit 12.75mm Kaliber auf Spatzen geschossen?? War aber kein Vollmantelgeschoss...

Mfg Andreas


walterst antwortet um 31-03-2013 21:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer bezahlt den Schaden?
@tch

"allerdings nicht sehr belastet durch Kampfhandlungen mit der roten Armee"

Vollkommen richtig.

Ich hab nur im Hinterkopf, dass die Sowjets mal die Gegend unter Verwaltung hatten und in Allensteig durchaus größere Munitionsverpulverungen vorgenommen haben, die im Gegensatz zu den Übungen von Bundesheer und Wehrmacht wesentlich größere Probleme (z.B. mit Blindgängern) später verursacht haben, da es für die Sowjetmunition weder Beschusspläne noch sonstige Aufzeichnungen gab.

Aber wer traut sich schon an einer Expertise von Dir herumzurütteln....


tch antwortet um 31-03-2013 21:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer bezahlt den Schaden?
Hallo Walter, wann und wo Kampfhandlungen im Waldviertel stattgefunden haben kannst auch Du unschwer eruieren.

Ich habe ganz bewusst " Kampfhandlungen mit der roten Armee" geschrieben.
Das was Du beschreibst war etwas später.....

Worum gehts Dir eigentlich ? brauchst einen Reibebaum?
Wie war das mit der Eiche wo sich die Sau daran reibt?

tch


walterst antwortet um 31-03-2013 22:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer bezahlt den Schaden?
@tch
da muss ich zurückfragen: Wozu die Bemerkung wegen roter Armee?
Auch ich habe ganz bewusst oben sarkastisch erwähnt, dass man Schadenersatzansprüche an die Russen stellen müsste, wenn man in Allensteiger Holz Metall finden sollte.
Dass sowjetisches Metall im Allensteiger Holz vor Kriegsende gelandet wäre, habe ich nie behauptet.
Übers Blindgängersuchen in Allensteig und die Sowjetprobleme habe ich vor Jahren eine Doku gesehen.

Wer ist die Sau und wer der Baum?


Fallkerbe antwortet um 31-03-2013 22:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer bezahlt den Schaden?
Aus meiner sicht ist es schon ein Unterschied, ob die "Fremdkörper" aus Kriegszeiten stammen, oder von einem Vogelkundler oder Jäger rücksichtslos in meine Bäume geschlagen wurden.
Es ist eine Sachbeschädigung! Und wenn es sich um hochwertiges Holz handelt, dann gehts dabei auch um ordentlich Beträge.
Dabei ist die Motorsägenkette sicher noch der billigste part.

Ich verstehe auch nicht ganz, was den Walterst daran stört, wenn man dieses Thema mal disskutiert.
Es fehlt auch in weiten Teilen das Problembewusstsein- auch teilweise bei den Bauern + Almbewirtschaftern die auch gar nicht so selten ihre Weidezäune an Bäume nageln- aber hinterher trotzdem den Stamm bis zum boden verkaufen möchten ( inkl Zaunkrampen)

PS: sogar der tourismußverein fühlte sich einige zeit dazu berufen, Wanderwegweiser und änliches ungefragt an irgendwelche Bäume zu Nageln. Das hat sich aber sehr schnell aufgehört. Die waren sich da auch keines Problems bewusst.

Sogar ich selbst habe Alutafeln an meinen Grenzbäumen angebracht. abe rmeine eigenen sachen darf ich ja beschädigen ;-)







tch antwortet um 31-03-2013 22:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer bezahlt den Schaden?
Hinweis....
Zu Beginndes Postings habe ich von Kampfhandlungen geschrieben....um keine missverständnisse aufkommen zu lassen habe ich den Hinweis gegeben....

eigentlich unschwer zu erkennen.

Eiche und Sau..... erklärt sich von selbst- aber auch das war klar.
Wolltest Du es bestätigt haben um Dich beleidigt fühlen zu können?

tch


walterst antwortet um 31-03-2013 22:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer bezahlt den Schaden?
Fallkerbe, ich habe nirgendwo behauptet, dass mich die Diskussion des Themas stören würde. Wäre unlogisch wenn ich selber mehrere Beiträge dazu abgebe.
Nur wundert mich gerade bei Dir, dass Schadenersatz nach mehr als 20 Jahren und ohne festmachbaren Verursacher ein ernsthaftes Thema sein kann, wo du jeden zweiten Beitrag, der den Poster vielleicht selber intensiv beschäftigt, und wo es um mehr als um 2 Nägel geht, als Suderei abtust.


walterst antwortet um 31-03-2013 22:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer bezahlt den Schaden?
@tch
weswegen sollte ich beleidigt sein? Die meisten Deiner Fragen musst Du Dir, glaube ich, selber stellen.


tch antwortet um 31-03-2013 22:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer bezahlt den Schaden?
Aber wer traut sich schon an einer Expertise von Dir herumzurütteln....

Was wolltest mit diesen Satz?
provozieren?

Nein, Du nicht......:-)

tch



Fallkerbe antwortet um 31-03-2013 22:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer bezahlt den Schaden?

Das man in den seltensten Fällen zu schadesnsersatzzahlungen kommen wird ist mir vollkommen bewusst.
Zumal es sich auch kaum lohnen wird, darum zu Prozessieren.

Aber es lohnt sich mm nach, ein Problembewusstsein zu erarbeiten, ähnlich dem Thema Hundekot auf der Viehweiden. Und so macnhen Nagel kann man sehr schnell nach der Sachbeschädigung entdecken, die 20 jahre müssen also nicht unbedingt zwischen Tat und Rüge vergehen.
Ich zumindest spreche solches Verhalten umgehend an. Meist weiß man doch auch gleich, an wen man sich wenden muß.


walterst antwortet um 31-03-2013 22:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer bezahlt den Schaden?
@tch

dass ich nicht unbedingt nein sage, wenn Du einen Elfer zum provozieren auflegst, streite ich ja gar nicht ab. Es geht ja kaum einer so schön schnell auf die Palme wie Du wenn er mal etwas hartnäckig Kontra kriegt.


rob98 antwortet um 31-03-2013 22:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer bezahlt den Schaden?
Bei uns ist es grundsätzlich so das die 3 großen Sägewerke bei uns in der Nähe Metalldetektoren haben und wenn du ein Metallteil drinn hast dann wird der Bloch aussortiert und mit 0 Euro abgerechnet zumindest bei 2en beim dritten ist es so wenn sie das Holz am Stamm gekauft haben, sie die Erntekosten auch noch abziehen. also nicht 0 sondern -25 Euro/fm


lg


tch antwortet um 31-03-2013 23:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer bezahlt den Schaden?
Es geht ja kaum einer so schön schnell auf die Palme wie Du wenn er mal etwas hartnäckig Kontra kriegt.

Da sehe ich doch gewisse Gemeinsamkeiten...:-)

tch


walterst antwortet um 31-03-2013 23:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer bezahlt den Schaden?
@tch
ich streite auch die eine oder andere Gemeinsamkeit nicht ab.


schellniesel antwortet um 31-03-2013 23:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer bezahlt den Schaden?
Tja ihr zwei Provokatöre werdet jetzt doch nicht klein bei geben....

Wo soll ich mich da als Trittbrettfahrer dann einhängen ;-)

Mfg Andreas


Neudecker antwortet um 31-03-2013 23:51 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer bezahlt den Schaden?
Hallo Freunde
Ich danke euch für das große Interesse an diesem Thema. Wenn unser Fallkerbe glaubt dass es sich für mich kaum lohnen würde, Schadenersatz zu verlangen, dann gebe ich ihm vollkommen recht. Wie schaut es aber aus, wenn ich die doch sehr schwache Verfärbung nicht bemerkt hätte, und der Sagler von mir wegen der ruinierten Sägeblätter, Schadeneratz fordern würde? Könnte in diesem Fall die betriebliche Haftpflichtversicherung einspringen und möglicherweise sofort Regressansprüche an „Unbekannt“ stellen?
Ich werde jedenfalls den zuständigen Jagdleiter auf den Schaden aufmerksam machen und ihn freundlich ersuchen, mitzuwirken, künftig die Anwendung derartiger Sicherungsmaßnahmen bei der Errichtung von Hochständen zu unterlassen. Liebe Grüße Euer Neudecker



mitmart antwortet um 01-04-2013 06:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer bezahlt den Schaden?
Die Frage ist immer was damals mit dem Jagdleiter ausgemacht wurde. Die normale Vorgehensweise ist doch so das der Jagdausübungsberechtigte den Grundbesitzer bei JEDER Jagdeinrichtung um Erlaubniss Fragen muß.
Es gibt natürlich je nach Verständniss verschiedene Reaktionen der GB. Ich kann jetzt nur von dem Revier reden in dem ich 22 Jahre unterwegs war. Das ging von "mach nur pfeif auf den einen Baum" in vielen Zwischenstufen bis zu der Situation wo wir dem Grundbesitzer den Baum praktisch am Stock abgekauft haben und daher soviele Nägel einschlagen konnten wie wir wollten. Das waren Handschlaggeschäfte wie es in so Fällen eben üblich ist.
Viele dieser Wälder haben inzwischen Besitzer gewechselt, die Alten mit denen diese Geschäftchen getätigt wurden sind verstorben und trotzdem ist noch Keiner auf die Idee gekommen hier für irgendeinen Baum Schadenersatz zu verlangen.
Ich finde es für ne besch........ Einstellung sich vom Jagdausübungsberechtigten der zumeist eh schon weit überhöhte Pachtpreise und Wildschäden bezahlt jeden Schas einforden zu wollen.


BSE1 antwortet um 01-04-2013 08:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer bezahlt den Schaden?
na, na mitart, nicht jammer über Wildschäden - die verursacht der Jagdpächter immer selber - teils aus Fauheit (Zeitmangel) und teils aus zuwenig "Treffsicherheit" - manchmal wäre bei den Jägern das "Zielen" lernen angesagt!
Wo Wildschäden entstehen ist zuviel Wild - ganz einfach!


mitmart antwortet um 01-04-2013 10:07 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer bezahlt den Schaden?
Nöö so ists auch nicht. Wenn du so wie ich in einer Gegend lebst wo von BH und Bezirksjägermeisterseite eine Aufhegepolitik beim Rotwild geführt wird damit sich das Rotwild auch in die Randgebiete wo die Herrn selber jagen ausbreitet kannst als kleiner GJ-Pächter brausen gehen, du bekommst nicht mehr Abschüße bewilligt wie es den Herrn passt,
(Bei uns wird ständig Baueraufstand versucht und trotzdem wurde der Abschußplan bei Rotwild und Rehwild vom Hegeringleiter reduziert!!!!!!)

Es sei denn der Jagdausschußobmann bestätigt die Abschußpläne nicht in ihrem Umfang und auf Hinblick auf die Wildschadenssituation. Aber dazu müßt ihr selbst als Grundbesitzer aktiv werden.
Ich selbst hab aufgehört zu jagen, weil es einfach auf legalem Weg nicht mehr möglich war angepasste Wildstände zu erreichen. Und ich nicht gewillt bin strafbare Handlungen auszuführen und dafür noch zu bezahlen.

Bei 250 Jagdtagen im Jahr einer zu über 100% erfüllten Abschußliste und unzähligen Stunden Maiszäunen u. Zaunausmähen kanns kaum an der Faulheit und Treffsicherheit liegen.

Wenn man zurückdenkt hat es begonne damit als umgestellt wurde das jegliches Fallwild das außerhalb der Schußzeit aufgefunden wurde auch dem Abschußplan angerechnet wurde, dieser aber gegenüber früher teilweise sogar gekürzt wurde!
Hat bei uns dazu geführt das 5-8 Stück Rehwild pro Jahr weniger entnommen wurden. Beim Nachbarn um einige Stück Rotwild!


mitmart antwortet um 01-04-2013 10:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer bezahlt den Schaden?
Und noch was hierzu:

"na, na mitart, nicht jammer über Wildschäden - die verursacht der Jagdpächter immer selber "

Früher konnte sich Wild auf Wiesen im Winter Äsung freischlagen, heute wird z.T Ende Oktober noch ein 5. mal gemäht sodaß übern Winter absolut nix steht und am besten noch ne fette Schicht Gülle darüber geblasen, das die Tiere das was sie draußen nicht mehr finden im Wald fressen sollte da auch klar sein.
Es trägt schon jeder sein Scherflein dazu bei das es so ist wie es ist.


schellniesel antwortet um 01-04-2013 13:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer bezahlt den Schaden?
@mitmart

guckst du hier:
https://www.landwirt.com/ez/index.php/user/blog/schellniesel/4453/

mehr sag ich nicht dazu....

Bei mir wird max 2x gemäht, 4 Futterstationen innerhalb von 10ha mit Wildpellets und Mais zum bersten voll, im Herbst werden auch Trestern in säcken ausgelegt aber kein bisserl Raufutter....
innerhalb der 10ha 2 Wildäcker wo Mais und Klee stehen gelassen wird....
Hab noch nicht einen Wildschaden ersetzt bekommen ud d ie Streitereien gehen mir schon lange auf den Sa.k!


mfg Andreas


mitmart antwortet um 01-04-2013 14:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer bezahlt den Schaden?
"4 Futterstationen innerhalb von 10ha mit Wildpellets und Mais zum bersten voll, im Herbst werden auch Trestern in säcken ausgelegt aber kein bisserl Raufutter...."
Und wer erlaubt diese Fütterungsmethoden auf deinem Grund??? Ist doch klar das so Wild massiert wird und sich den Rauhfutteranteil aus der Natur holen muß.

Wenns nach mir ginge wäre alles andere als Heu bei der Wildfütterung sowieso verboten.

Ist doch pervers was in manchen Revieren alles verfüttert wird, Langsam aber sicher kommen wir dahin das Nutztiere natürlicher ernährt werden wie das Wild


schellniesel antwortet um 01-04-2013 14:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer bezahlt den Schaden?
@mitmart

Es steht nur mehr einen Ffutterstation auf meinem Grund zwei davon sind ein paar meter gewandert und stehen grad nicht mehr auf meinem Grund! ud die vierte war schon immer nur ein paar hundert meter von mir....

Hab anfangs auch noch einen Wildacker gestellt als ich aber keinerlei Bemühungen zwecks Wildschadenregulierungen wahrgenommen habe war das mein Druckmittel sozusagen- naja jetzt ist der Wildacker ebenfalls nur wenige meter Gewandert auf Nachbars Fläche!

Nachdem ich eine Eiche entfernt habe wo ein Unbenutzer Hochzitz vergammelt bot ich an das sie eh einen neuen errichten können auch da wo sie mit dem Auto bequem hinkommen und auch auf eine ca 1ha Große Wiese zwischen zwei Wäldern perfekte Übersicht haben. (siehe foto) Wo auch enormer Wildverkehr stattfindet! Antwort ja des wäre super is jetzt gute 4 Jahre her- da steht noch nix

Was die Fütterung angeht wurde mir erklärt das die Wildpellets genug Raufaser enthalten weil das Heu zu sehr schimmeln würde könne man das nicht mehr füttern...
Ich hab nur gemeint wie wärs mit öfter Nachteilen also immer relativ frisches Heu Antwort zu viel arbeit!

Als ich mit der forderung wenigsten etwas zu den Schutzmaßnahmen zuzuschießen auf sie zugegangen bin war auch nur vom hohen Pachtzins die rede und das sich das alles nicht gehen würde.... bin keiner der gleich nachgibt aber man wird ständig abgewimmelt und vertröstet!

Anonyme Meldung wurde auch schon gemacht das in sachen wildschaden in meinem Gebiet was im argen liegt-warte auf maßnahmen...

Mfg Andreas




 


mitmart antwortet um 01-04-2013 14:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer bezahlt den Schaden?
Tja das mit den paar Meter weiterwandern ist ein Problem, solange sich die Grundbesitzer nicht einig sind und am selben Strang ziehen wirds so weitergehen. Wennst als Nachbarn noch nen Großindustriellen hast der züchten möchte der mästet auf seinem Grund und du bist machtlos.
So wie es sich bei uns momentan zeigt wirds nur besser, wenn sich die Landwirte zusammentun, selbst jagen gehen und alle gesetzlichen Möglichkeiten zum Überschießen von Jährlingen und weiblichen Stücken rigoros nützen.
Das sagen zu müssen tut mir als Jäger und Heger in der Seele weh aber anders wirds nicht mehr gehen.
Erst ein deutlich reduzierter Wildstand wird wieder eine natürliche Waldverjüngung zulassen.


schellniesel antwortet um 01-04-2013 15:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Wer bezahlt den Schaden?
@mitmart
Ja du sprichts es an!
Und das ist mitunter auch das größte Problem nämlich der zusammenhalt der Waldbesitzer! Viele davon sind auch selber jäger!
Es scheint das es bei der jägerschaft auch so ankommt, dass nur ich probleme mit dem Wild habe weil der großteil der Nachbarn und Waldbesitzer aus welchen Grund auch immer die Schäden nicht sehen oder nicht sehen wollen!?
ich weiß es nicht warum das alles so hingenommen wird? Ich sehe die Schäden in deren wäldern ja genau so!!

Mfg Andreas





Bewerten Sie jetzt: Wer bezahlt den Schaden?
Bewertung:
5 Punkte von 4 Bewertungen (Maximum 5 Punkte)
message;395029




Landwirt.com Händler Landwirt.com User