Antworten: 9
Steira 11-01-2013 18:36 - E-Mail an User
Meerkalk
Hallo,
Wer hat Erfahrungen mit Meerkalk, wer kann mir einen Preis verraten?

MFG A STEIRA


Paul10 antwortet um 11-01-2013 19:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Meerkalk
Meerkalk? Meersalz kenn ich wohl. Wo soll der Meerkalk gewonnen werden?
Wohn ja fast am Meer......... Muß ja von anderen Meeren kommen?
Gruß Paul


Gewessler antwortet um 11-01-2013 21:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Meerkalk
Kalk= CaCO3 (auch kohlensaurer kalk) kommt vor in Dolomit, Marmor, Kreide...oder eben auch im Meer als Stomatolithe -also Sedimentgestein vor - aber Kalk ist Kalk egal woher und woraus gewonnen - viel wichtiger ist der Vermahlungsgrad, denn nur feinst vermahlener Kalk kann von Tieren und Pflanzen aufgenommen werden.



chris_kon antwortet um 12-01-2013 06:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Meerkalk
Ich habe ihn bis vor 3 Jahren gestreut, und da hat er ca 204€/t gekostet.
Ich hab aufgehöhrt damit weil er zu teuer ist und die körnung bei jeder neuen Ladung eine überraschung war, wennst gekörnte Ware willst, dann streu gekörnten Branntkalk der kostet ca 140€/t (aufwandmenge 500kg/ha, alle 2 Jahre).
Ist für unsere schweren Böden in FB eh besser als Kohlensaurer Kalk.


MFG


carver antwortet um 12-01-2013 06:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Meerkalk
Ob Branntkalk besser ist glaub ich nicht, er wirkt nur schneller als Kohlensaurer Kalk. Bei rechnerisch gleichem Ca müsste er auch die gleiche puffernde Wirkung haben, aber eben in einer längeren Zeit.

lg carver


emggg antwortet um 12-01-2013 09:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Meerkalk
Meerkalk granuliert bewährt sich bei Neueinsaat z.B.nach Rodungsfräse bei sauren Böden


Gewessler antwortet um 13-01-2013 14:46 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Meerkalk
@carver: das ist einmal grundsätzlich falsch, denn die von dir genannten Kalke unterscheiden sich ganz wesentlich und zwar vorallem im pH Wert (hängt von der Brenntemperatur und der Zeit ab)! also um Preisvergleiche zu machen mußt du einmal den CaO Wert heranziehen und den Vermahlungsgrad (Löslichkeit - Verkittung v. Ton-Humus), bei Kalken gilt ja die Düngeverordnung, was heißt, dass einmal ein Mindestwert an CaO (Reinkalk) von ich glaube 30% eingehalten werden muß. Einsatz der versch. Kalke eben nach Anforderung. Wer, wo was, wann....also Acker leichte Böden bis schwere Böden , Humusgehalt, Grünland, Forst....verschlämmte Böden, usw.
Aber Kalk ist Kalk egal woher gewonnen, aus dem Dachsteingebiet oder von der Ostsee- entscheidend ist :
Vermahlungsgrad wg Wirkung, Löslichkeit etc.
CaO Gehalt zum Preisvergleich
pH Wert und Art des Kalkes (Dolomit, Branntkalk, Kohlensaurer Kalk, Naßkalk, Schwarzkalk....) n. Einsatzanforderungen.


MUKUbauer antwortet um 13-01-2013 15:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Meerkalk
@ chris_kon
Wer hat dir das erzählt das Branntkalk besser ist für schwere Böden?
Gab sogar einen Artikel über die Untersuchungen der LK - Steiermark, das Carbokalk und Kohlensaure Kalke für eine langfriste pH-Wert anhebung weit besser sind als Branntkalke die eine Desinzierende Wirkung haben und Bodenleben töten, gut in FB gibt´s viele die nur Maisbauen und mit pH-Werten um 5 und drunter auch gut auskommen, die ersten werden mit der Fruchtfolge regelung da eh gewaltig auf die Nase fallen und dann ist wieder die Kultur schuld ...
die 500kg alle 2 Jahre sind mit 90% weils einfacher zu rechnen ist grad mal 450kg CaO für deine 140 Euro krieg ich aber gute 4000kg Kalk aus der Zellulose Erzeugung - sind halt mit 40% gerechnet auch noch 1600kg CaO
oder bei Carbokalk mti 30% (plus N/p/K der auch noch drin ist) geh ich mal von 7to aus ca. sind 2100kg CaO
und jetzt sag du mir was so billig ist am Branntkalk?

Wieviel du CaO brauchst steht sogar auf dem Bericht der Bodenuntersuchung - mit 225kg pro Jahr Cao kommst nicht weit

der gleiche "Schmeh" sind die Güllekalke, aber da Rate ich mal bei der LK in Graz anzurufen und sich das erklären zu lassen ich mach´s hier nicht

@ Steira - meinst du mit Meerkalk den Muschelkalk?
wo willst den Einsetzen?
Wennst an günstigen Kalk willst meld ich, ich schick dir a telefonnummer Mailaddy ev. auch schon 2013ner Preise

mfg





carver antwortet um 13-01-2013 18:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Meerkalk
@gwessler
ich meinte ja auch den rechnerisch gleichen CaO-Gehalt!
Vielleicht schlecht ausgedrückt.

lg carver


Bodenexperte antwortet um 25-06-2014 09:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Meerkalk
Darf ich euch einen kleinen Excelrechner vorschlagen!

http://bodenkalk.at/Beratung/Informationsmaterial/Anleitungs-Info/Kalk-Preis-Rechner.xls

Ganz gut zum Vergleichen der unterschiedlichen Kalkarten bezüglich der Kosten bezogen auf den CaO Gehalt. Man kann auch selber Preise usw. eingeben.

zum Branntkalk: dieser dient hauptsächlich zur Strukturbildung und weniger zur pH-Wert Hebung. Aufgrund seiner leichten Lösbarkeit in Wasser setzt er Ca Ionen frei. Diese binden sich an Tonminerale und Humus und verbinden diese zu Tonhumuskomlexen und Aggregaten. (Da dies bei hohen Tongehalten besser funktioniert als auf Böden mit geringen Tongehalten wird Branntkalk für schwere Böden empfohlen.) Damit sorgt das Ca für eine gute Bodenstruktur und Aggregatstabilität. Kohlensaurer Kalk kann das auch, aber nur langsam, da er säurelöslich ist und ca. 3 Jahr im Boden zur völligen Auflösung braucht. Dies ist aber kein Nachteil. Weil er dadurch die Söuren die in den Boden eingetragen werden abpuffern kann und eine Versuerung verhindert. Um beides zu erreichen (Struktu und Pufferung) gibt es Mischkalke die ca. zu 1/3 aus Branntkalk und zu 2/3 aus Kohlensauren Kalken bestehen.

Schöne Grüße
Bodenexperte


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