Bauernkinder als Stipendienschmarotzer ?

Antworten: 13
Christoph38 15-09-2012 13:49 - E-Mail an User
Bauernkinder als Stipendienschmarotzer ?

fast jedes zweite Kind eines Landwirtes usw.


das Bauern-bashing geht weiter
 


teilchen antwortet um 15-09-2012 18:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bauernkinder als Stipendienschmarotzer ?

Hm, dabei ist das IHS kohlrabenschwarz.
Und der Minister Töchterle auch. Und die Salzburger Nachrichten sind mir auch noch nicht als rotes Parteiblatt erschienen.
Du findest den gleichen Titel in vielen Medien der letzten Stunden, Kleine Zeitung, Presse, Wiener Zeitung... Alles schwarze Zeitungen.
Quelle: apa.
Wo genau ist denn das Bauernbashing?

Man könnte es auch so deuten, dass die Schwarzen darauf hinweisen wollen, dass sie eh viel für ihre Klientel und deren Kinder tun.
Ich hätt nicht studieren können ohne Stipendium, und viele andere Bauernkinder sicher auch nicht.
Aber ich weiß auch, dass viele Arbeiterkinder deswegen nicht studieren können, weil sie kein Stipendium bekommen.



Hirschfarm antwortet um 15-09-2012 20:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bauernkinder als Stipendienschmarotzer ?
Damit ist wieder einmal bewiesen, daß man als Arbeiter mehr verdient als mit der Landwirtschaft!
mfg



Shalalachi antwortet um 15-09-2012 21:05 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bauernkinder als Stipendienschmarotzer ?
"nur 4% Landwirtskinder" aber trotzdem ists einen Artikel wert. Is noch immer Sommerloch?


edde antwortet um 15-09-2012 21:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bauernkinder als Stipendienschmarotzer ?
also studieren etwa zumindest um 25 % mehr Bauernkinder, als es ihrem Bevölkerungsanteil entspricht.(unter 3% sind Bauern).
ist doch eine erfreuliche Entwicklung aus bäuerlicher Sicht, zumal ja der Akademikeranteil in Österreich vergleichsweise niedrig ist.

mgh



textad4091 antwortet um 16-09-2012 12:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bauernkinder als Stipendienschmarotzer ?
Naja, was heißt hier von der SPÖ "Bauernkinder würden bevorzugt"??? Als berechnungsgrundlage für Stipendien und Studienbeihilfe gilt nach wie vor das BRUTTOGehalt, und naja, was haben denn die Eltern, unabhängig vom Berufsstand, schon vom Bruttoeinkommen???
Zum Thema Landwirtkinder und Stipendium: Es ist für mich kein Wunder- Die Fälle die ich kenne wo die Landwirtkinder Studienbeihilfe bekommen, da sind beide Elternteile am Betrieb- Und jetzt bedenke man, mit dem betrieblichen Einkommen zumindest mal 4 Köpfe weiterzubringen ... Da liegt der Hund begraben beim Stipendiensystem bzw. bei der Studienbeihilfe- "Arbeiterkinder "bekommen oft keine Beihilfe, weil beide Elternteile Arbeiten und somit grad mit Ach und Krach über eine gewisse Grenze kommen (mir nicht bekannt), ab der die Kinder KEINE Beihilfe mehr erhalten;
Also der Fehler ist nicht bei den "Nutzniesern" zu suchen sonder im System selbst, das sollten sich mal jene die das mit den "Bauernkinder die studieren und auch noch Beihilfe bekommen" so anprangern hinter die Ohren schrieben!



179781 antwortet um 16-09-2012 19:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bauernkinder als Stipendienschmarotzer ?
Soweit ich das weiß, hängt der Anspruch auf Stipendien mit dem Einkommen der Eltern zusammen und bei Landwirten wird dabei der Einheitswert hergenommen. Nachdem es in Österreich in der überwiegenden Mehrheit nur relativ kleine Betriebe gibt kommt bei denen so wenig heraus, dass die Vergabe des Stipendiums berechtigt ist.

Ein "lustiges" Detail dazu. Wir hatten in der Volksschule einen Lehrer, der ist Bauernkindern besonders aufgesessen. Dazu hat er wortwörtlich einmal gesagt: "Die brauchen keine so guten Noten bekommen, weil sonst gehen sie noch ins Gymnasium. Und wo kämen wir denn da hin, wenn die Bauernkinder auch schon studieren wollten."

Gottfried


helmar antwortet um 16-09-2012 20:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bauernkinder als Stipendienschmarotzer ?
Hallo Gottfried...so "lustig" ist das auch nicht.....Meine jüngere Schwester hatte in der 4 Volksschulklasse eine Lehrerin welche ganz offen der SP angehörte. Als es darum ging die Schüler für die Hauptschule zu sortieren, und zwar für die A-Klasse( damals mit Englisch) und für die B-Klasse ohne, da waren seltsamerweise die beiden Bauernkinder in der Klasse nicht für die A-Klasse geeignet. In der B Klasse schoben die beiden Mädels eine ruhige Kugel und waren trotzdem die besten in der Klasse. Nach einem Jahr kam man auch in der Hauptsdchule drauf dass die auch in der A locker durchkommen würden, nur die Mädels waren da nicht mehr zum Wechseln zu bewegen....ja, und in der B sind im Laufe der Zeit etliche von der Lehrerinals A- Taugliche eingeteilte einmarschiert. Meine Schwester hat dann Industriekaufmann gelernt, war in allen 3 Jahren mit Vorzug in der Berufsschule und hat die Lehrabschlußprüfung mit Vorzug bestanden. Heutzutage mit dem Leistungsgruppensystem in der Hauptschule kommt sowas wahrscheinlich nicht mehr so mir nix dir nix vor.
Mfg, Helga


baerbauer antwortet um 16-09-2012 23:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bauernkinder als Stipendienschmarotzer ?
@helmar
hier ist das unabhängige System bei der Notengebung in Schweden super:
Man schreibt seinen Test, beim Abgeben schreibt man ein Kürzel drauf (nicht den Namen), dieses Kürzel trägt man auch in die Namensliste ein. Die Namensliste wird in ein Kuvert gegeben + verschlossen. Bei der Testrückgabe wird das Kuvert geöffnet und die Tests anhand der Namensliste-Kürzel verteilt.
Da ist möglichst hohe Unabhängigkeit gewährleistet....
aber bis dahin hat Österreich noch einen weiten weg....


sturmi antwortet um 17-09-2012 07:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bauernkinder als Stipendienschmarotzer ?
Zitat Edde: "also studieren etwa zumindest um 25 % mehr Bauernkinder, als es ihrem Bevölkerungsanteil entspricht.(unter 3% sind Bauern)."
@alle
Was heißt das? Dass das Klischee vom "bledn Baunbuam" so nicht stimmt? Oder macht das Stipendium den Unterschied? ;-)
Ich habe ja meinen Buam immer gesagt, wenn sie mal von den lieben "Anderen" als "Bauer" beschimpft wurden, wenn wir Bauern so blöd wären, warum sind dann überdurchschnittlich viele Bauernkinder, Spitzensportler, Unternehmer, Politiker, usw....
MfG Sturmi


helmar antwortet um 17-09-2012 07:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bauernkinder als Stipendienschmarotzer ?
Beschimpft wurden wir immer nur von jenen welche noch "blöder" gewesen sind.
Mfg, Helga


tch antwortet um 17-09-2012 17:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bauernkinder als Stipendienschmarotzer ?
überdurchschnittlich viele Bauernkinder, Spitzensportler, Unternehmer, Politiker, usw....

:-)......
manchmal hauts dem Sturmi den Vogel ausse-


tch



maka antwortet um 17-09-2012 20:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bauernkinder als Stipendienschmarotzer ?
Auch meine Kinder studierten mit dem erhaltenen Stipendium und Familienbeihilfe. Es gibt auch Kinder von Freiberuflern, die auch Stipendien erhalten. Es liegt wirklich am System, denn die Freiberufler und Selbstständigen können sichs richten, aber unselbstständig Erwerbstätige nicht.
Eine Tochter fiel zur Halbzeit bei einer Prüfung durch, dadurch verlor sie den Anspruch auf Stipendium und Familienbeihilfe. Sie ging Teilzeitarbeiten und studierte fertig, finanzierte sich alles selbst.Wir konnten ihr nichts dazugeben. Bauernkinder als Stipendienschmarotzer - für mich unvvorstellbar.


baerbauer antwortet um 18-09-2012 00:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Bauernkinder als Stipendienschmarotzer ?
@maka
warum können sichs die Freiberufler richten? Jeder Freiberufler muss auch sein Einkommen versteuern. Er ist Unternehmer und hat einen gewissen Spielraum, aber jeder im Angestellten-verhältnis kann sich selbständig machen.
Aber wie du schon schreibst, im System liegt der Hund begraben, zu viele SVs, xxKrankenkassen, zu viele Pensionskassen, verschiedenste Tarife für gleiche Leistung etc.
Der Verdienst eines Freiberuflers sieht wahrscheinlich nur mehr aus. Rechne malgrob: Einnahmen- Ausgaben-20%ust - 24%sv - steuern = nettoeinkommen.
lg


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