farmerJT 09-09-2012 09:37 - E-Mail an User
Kuhnamen
Hallo!
Hab da mal ein Thema welches fernab von wirtschaftlichen Interessen liegt, welches aber zur Tierhaltung einfach dazu gehört.
Sind die Namen eurer Kühe nur Formsache oder steckt mehr dahinter?

Also für mich ist es selbstverständlich das ich meine 24 Kühe persönlich mit dem Namen anspreche und auch ihre Charaktereigenschaften kenne. (nicht so bei den Kalbinnen) Man hat halt täglich mit ihnen zu tun und es baut sich eine gewisse Mensch-Tier Beziehung auf, und das macht meiner Meinung ja auch das Bauer sein aus denn nur des Geldes wegen geh ich nicht in den Stall. Wennst deine Kühe mit Respekt behandelst, kommt auch Respekt zurück. Ich finde das dies auch das Wohlbefinden der Tiere steigert und somit manche Kühe in einem engen Anbindestall glücklicher sind, als Laufstallkühe die z.B. vom Bauern nur angeschrien, geschlagen und getreten werden. (wobei mir auch mal öfters die Wut überkommt...)



Also wie seht ihr das so?
Kann mir vorstellen das man ab einer gewissen Herdengröße den Kontakt zu den einzelnen Tieren verliert, bzw. nur gewisse Lieblingskühe genau kennt.




tch antwortet um 09-09-2012 10:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kuhnamen
Hallo farmer

das der Respekt von können als solcher erkannt wird wage ich zu bezweifeln!
Eine Kuh die vor dem Bauern Respekt hat würde diesen niemals körperliche Schäden zufügen!
Glaube aber nicht, dass die von ihren Tieren getöteten oder verletzten Personen ihre Tiere Respektlos behandelt haben.

Wenn ich Deine Zeilen richtig verstehe werden die Kühe im Laufstall getreten usw.... dazu muss der Bauer zwischen die Tiere gehen, richtig?

In einem Punkt hast Du sicher recht: das manche Kühe im Anbindestall glücklicher sind- schon alleine aus dem Grund weil sie sich nicht der Hackordnung innerhalb des Stalles stellen müssen.

tch, Nichtlandwirt :-)



Hausruckviertler antwortet um 09-09-2012 10:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kuhnamen
Dem ersten Teil deiner Ausführungen kann ich dir nur voll zustimmen, aber dass in einem Anbindestall der Bezug zu den Kühen inniger ist, stimmt überhaupt nicht. Kann sein, dass es welche gibt, die die Kühe schlagen und im Stall herumschreien, aber die machen es im Anbindestall genauso, nur leiden die Kühe im Anbindestall unter einer solchen Behandlung mehr als im Laufstall wo die Kühe ausweichen können. Solche Rabauken haben an und für sich im Stall nichts verloren.
Wir haben auch schon seit 16 Jahren Laufstallhaltung und die Beziehung zu den Kühen ist fast inniger als vorher, weil man im Laufstall den Charakter einer Kuh wesentlich besser kennenlernt als im Anbindestall. Bei uns haben auch alle Namen und werden auch so angeredet. Wir haben zwar nur 12 Kühe und es sind 4 Kühe die auch auf den Namen reagieren, vornehmlich ältere. Ich merke es beim melken. Sie werden bei uns nicht im Warteraum eingesperrt sondern stehen beim fressen und diese 4 kommen, wenn ich sie namentlich rufe, wenn sie nicht schon sowieso warten, was bei vollmelkenden meistens der Fall ist. Bei den anderen ist es egal welchen Namen ich rufe, die meisten kommen ganz einfach auf einen Zuruf. Hochträchtige muß ich meistens holen, die gehen nicht mehr so gerne melken. Da kommt es auch vor, dass solche, die sonst nach dem Ruf des Namens kommen, ausbleiben.
Das mit der Herden größe ist auf jeden Fall richtig. Mit der Anzahl der Kühe geht die emotionale Bindung zurück. Ich weiß nicht ab welcher Anzahl die Übersicht über jede einzelne Kuh verloren geht, aber ich denke so ab 40 Kühe wirds schon schwierig sich die einzelnen zu merken. dem einen wird es leichter fallen, dem anderen schwerer.



naturbauer antwortet um 09-09-2012 10:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kuhnamen
Farmer du fragst ob bei einer gewisser Größe der Herde nur mehr gewisse Lieblingskühe von einem Bauern eine persönlichere Behandlung zu erwarten hat?
Wenn überhaupt dann nur bei einem satten Züchter sonst bestimmt nicht.
Meine Kühe wissen wenn sie mit ihrem Namen angesprochenwerden welche gemeint ist. Wenn´s beim Austreiben was hat mit der Rangordnung braucht man nur zu plärren und schon weiß die Angreiferin dass sie gemeint ist. Kühe sind auch hin und wieder schlecht aufgelegt, was dann eben dazu führen kann, dass sie auch den Bauern oder die Bäuerin angreifen. Was ja zuweilen auch tödlich ausgeht. Drum hab ich fast immer einen Treiberstecken dabei, nur zur Sicherheit. Ich geh auch niemals durch eine fremde Herde ohne dessen Besitzer oder Betreuer.

Da die Tierschützer diese Behandlung nicht mehr dulden verschwindet es per Gesetz. Denen ist lieber wenn Kühe im Laufstall sind. Hierbei spielt dann die Behandlung keine Rolle mehr. Wenn eine nicht mehr weiter kann, aus welchem Grund auch immer, wird sie per Traktor oder Lader, ob noch lebend oder schon tot aus der Menge heraus gezogen. Dann wird die Nummer abgelesen, abgemeldet, dass war´s dann. Eine Nummer weniger im Stall. Was mir aufstöst ist die Tatsache, wenn der Kadaver Karren kommt und die Kuh noch lebt, der Bauer sie als Tot gemeldet, der Transporteur sie trotzdem so wie sie ist mitnehmen soll, weil das beim Laufstall halt so ist.

Immerhin: Laufstall ist Tierschutz, egal was drinnen abläuft. Persönlich is da nix mehr. Meine Erfahrung. Oder wie kommt es, das schon das Enthornen mit der Motorsäge beim Einzug in den Laufstall geschieht! Hat mir meine Tierärztin erzählt das die Bauern das schon machen. Sie wurde gerufen, weil eine am Verecken ist, soll doch mal was machen dagegen. Die war damals ganz schön fertig. Ich sagte nur: Ja mei dees is daa Tierschutz, is hoid heit ganz legal.

Übrigens: Dieser Bauer ist schon nicht mehr, zuviele verreckt, vermute ich jetzt nur. Laufstall doch nicht so gesund? Kommt Zeit geht Bauer samt Tierschutz mit Laufstall. Aber vorher müssen wir gehen, weil wir wiederum zu persönlich mit unseren Kühen umgehen.
A scheen Sonndog no




Hausruckviertler antwortet um 09-09-2012 10:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kuhnamen
Hallo tch. Rangordnungskämpfe sind in der Natur was selbstverständliches und dauern nicht lang, weil diejenigen, die sich unterordnen müssen, die ranghöheren respektieren. Im Anbindestall wird, wenn eine neue dazukommt, genauso gerauft.
Es gibt unter den Kühen genauso Sympathie oder Antipathie, wie bei den Menschen und was ist wenn im Anbindestall zwei solche die sich nicht "riechen" können zufällig nebeneineander zu stehen kommen? Die unterlegenen Kuh wird ständig darunter leiden. Im Laufstall gehen sich 2 solche einfach aus dem Weg.
Es ist sehr schade, dass sich immer wieder Leute für die Anbindehaltung stark machen, weil sie sich von dem traditionellem Bild des Bauern nicht trennen können. Wenn es solche wie du machen, die keine Landwirtschaft haben, kann man sagen sie wissens halt nicht besser, aber dass Bauern selber immer wieder Argumente für den Anbindesatll an den Haaren herbeiziehen wundert mich schon sehr.
Hier werden immer die Vorteile der Anbindehaltung mit den Nachteilen des Laufstalles verglichen, wobei es hie wie da wenig Argumente gibt. Vergleicht man aber mal die Vorteile des Laufstalles mit den Nachteilen der Anbindehaltung, so gibt es hie wie da haufenweise Argumente.


helmar antwortet um 09-09-2012 11:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Dazu nur eine Bemerkung.......meine Kühe waren im Laufstall weitaus gemütlicher als sie es noch in der Anbidehaltung gewesen sind. Und als ich umgestellt habe, gab es in diesem Jahr nur einen Abgang...eine nicht trächtige Kuh, auch die älteren Kühe hatten keine Probleme. Eimal gab es eine Rauferei/oder Reiterei, da hat sich eine Kuh das Kreuz gebrochen, und vor nun 4 Jahren eine ein Bein. Kommt aber auch beim Austreiben manchmal vor......
Inzwischen bin ich einige Monate "Kuhlos", nein eigentlich nicht ganz, denn derzeit sind 6 Stück von meinen Pächtern da......davon 2 Kühe in absoluter Hausnähe. Diese Kühe habe ich vor ein paar Wochen eine Woche lang im Melkstand gemolken, und kenne die Namen. Sie kommen wenn ich sie beim Namen rufe....ob sie aber wegen der Namensnennung kommen oder weil sie meine Stimme kennen, ich kann es nicht beurteilen.
Ich finde dass in den Laufställen in meiner Umgebung weitaus respektvoller mit den Tieren umgegangen wird als früher. Und dieser Umgang wurde auch den Kindern beigebracht. Denn zu meiner Jugend und auch später war das erste den Kindern einen Prügel in die Hand zu drücken, damit sie tüchtige Bauern werden sollten.....
Mfg, Helga


Hausruckviertler antwortet um 09-09-2012 11:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kuhnamen
Lieber Naturbauer, auch du verfällst immer wieder in den Irrtum , dass der Laufstall der Grund allen Übels ist, was die Behandlung der Tiere angeht. Gerade du weißt wie wohl sich die Kühe in einem Weidebetrieb fühlen. Nicht der Laufstall ist schuld sondern immer wieder der Bauer. Ich hab es schon oft gesagt und sag es immer wieder. Ein guter Bauer macht solche Horrorsachen, wie du sie beschrieben hast, nicht. Ein schlechter wird seine Tiere auch in der Anbindehaltung schlecht behandeln. Gefühllose Menschen sind immer gefühllos und Menschen mit Gefühl werden die Kühe immer gut behandeln egal ob im Anbindestall oder im Laufstall.
Ich habe im Juli 2006 eine Kuh, trächtig zum 2. Kalb an einen Nachbarn verkauft. Sie ist vom Laufstall in einen Anbindestall mit strohlosem Kurtzstand gekommen. Diese Kuh hat sichtlich gelitten. Sie hat sich 2 Tage nicht hingelegt. Sie hat bei ihm gekalbt und ist nachher nur mit ärztlicher Behandlung aufgestanden. Die Milchleistung war eher bescheiden, große Problem mit der Zellzahl. Sie war in einem Zustand, dass dieser Bauer einmal zu mir gesagt hat: " Ich hätte nie geglaubt, dass man mit einem Vieh ein Erbarmen haben kann. sowas hab ich nie gekannt." Sie hat es ihm gelernt.
Er wollte sie quasi erlösen und sie dem Metzger geben. ich hab um die Qualität dieser Kuh gewusst und war mir auch sicher, dass sie bei mir wieder gesund würde. Und weil sie mir so erbarmt hat, hab ich sie im Dezember zurückgekauft. Beim Heimtreiben (ca. 1 km)ist die Kuh wieder aufgelebt und wie sie den heimatlichen Stall gesehen hat mit ihren Kolleginnen, die heraussen schon neugierig geschaut haben, hat sie im wahrsten Sinne des Wortes froh gemuht. Sie hat wenige Tage nachdem ich sie im Stall hatte, gestiert und auch gleich aufgenommen. Ich hab sie heute noch und erst gestern zum 8. Kalb besamt. Und das bei einer Leistung von etwas über 8000 Litern. Ohne Silo.
Mir kann keiner erzählen, dass es die Kühe im Anbindestall besser haben.


179781 antwortet um 09-09-2012 12:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kuhnamen
Unsere Kühe haben auch Namen. Nur möchte ich jetzt einmal behaupten, dass es der Kuh völlig wurscht ist ob sie z. B. "Selma" oder "31" genannt wird. Der sind andere Sachen wie gute Luft, ordentlich Futter, Wasser und Bewegung oder ein guter Liegeplatz viel wichtiger. Wenn sie uns als Betreuer fast gar nicht bemerkt, weil in Stall und Weide alles gut funktioniert, dann geht es der Kuh wohl am besten.

Gottfried


tch antwortet um 09-09-2012 12:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Es liegt in der Hand des Betreiber wie das wohlbefinden der Tier im Stall ist...
Wenn der Bauer mit der Motorsäge die Hörner abschneidet gehört er entmündigt!

tch




naturbauer antwortet um 09-09-2012 12:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Servus Hausruckviertler,
es kommt drauf an wie luxuriös ein Anbindstall ist. Alte enge kurze Standbreiten etc. is echt nix.
Na ja Kühe mit 12,14, jetzt eine mit 17 Kälbern sprechen für sich.
Es ist ja so, dass wenn die Herdengröße wächst, was mit den Laufställen der Fall ist, lässt die persönliche Beziehung zu jedem einzelnen Tier nach.



tch antwortet um 09-09-2012 13:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Bis vor ein paar Jahren gab es einen Betrieb mit ca 70 Kühen iun der Anbindehaltung, ausgestattet mit einer alten Melkanlage und Entmistung.

Von dem Betrieb habe ich nie gehört das die Tier mit Motorsäge enthornt wurde, oder geschlagen wurden.
Ich weiss nicht wie es mit der persöhlichen Beziehung des Personals in so großen Anbindställen ist, ich glaube aber das es der Kuh so ziemlich egal ist wer in ihre Nähe kommt, solange sich diese Person entsprechend verhält.

Wen es so wäre das nur der Bauer weiss was für seine Tiere gut ist, dann frage ich mich schon wie es sein kann das hier im Forum immer noch solche Fragen auftauchen wegen glatter Böden, enthornen ohne Narkose usw....

Narurbauer, ich nehme an Du und die Tierärztinn habt Schritte eingeleitet welche diesen Landwirt vor einige unangenehme Fragen gestellt hat.
Die Realität schaut meist anders aus, es wird zugeschaut, weggeschaut, geschwiegen..... bis Tatsachen in den lokalen Medien pupliziert werden, dann hat man es schon immer gewusst....

Jeder der versucht das schlimste zu verhindert wird der Meute (Nachbarn) zum Frass vorgeworfen, und darf meist auch nicht mehr auf den Betrieb- er könnte ja auch "mich" verpfeiffen.

Bei meiner (scheinheiligen) Ehr, wünscht der Nichtlandwirt einen schönen Sonntag

tch



walterst antwortet um 09-09-2012 13:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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wenn Bauern schon solche Horrorgeschichten vom Rinderlaufstall erzählen, dann braucht man sich über ein negatives Bild von der Landwirtschaft nicht mehr zu wundern.




naturbauer antwortet um 09-09-2012 14:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Walter wennst meinst es soll unterm Tisch bleiben? Bitte deine Einstellung.
Tch da kannst Gift drauf nehmen, die Tierärztin hat das ihrige getan nach dem sie sich wieder gefangen hatte und klar denken konnte. Drum hat er ja kein Vieh mehr. Eine Zeitlang in Balla balla mußten auch noch absolviert. Ob dieser Zeitausfall für den Betrieb tödlich war weiß ich nicht. Aber wer weiß was sonst noch alles abläuft in den (Lauf)Ställen. Jetzt ist nunmal die Zeit wo so einer wie ich nicht mehr zählt, auch wenn´s dem Vieh noch so gut geht. Sagen ja die Anzahl der Kalbungen aus. Zumindest meine ich das. Keine Bange, keine Aufregung, wir verschwinden schon noch. Ein paarmal huste ich noch was dann war´s ees dees Ganze oda?



anderson antwortet um 09-09-2012 14:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Hallo,
wenn ich so einen ausgemachten Blödsinn lesen muss, bin ich oft nicht ganz sicher, ob es da welchen nur langweilig ist?!
Ein Rind baut seine sozialen Kontakte nicht über ihren Namen auf, Wichtig ist ein bestimmter und artbezogener Umgang. Kuhstreichler sind (da kommt wohl die Abneigung einiger her) im Laufstall überflüssig. In der Herde ist das Interesse der Rinder am Menschen schon etwas härter zu erarbeiten. Sie sind sich selbst Kontakt genug und brauchen den Menschen nicht mehr. Da muss man dann schon mehr tun, um sich (als Leittier) in die Herde zu integrieren und akzeptiert zu werden. Im tollen Anbindestall hat das Rind nur Kontakt zu zwei Nachbarn und dem Menschen. Völlig Artfremd muss sich das Rind (ohne eine Möglichkeit zur Flucht) ebendiesen aussetzen.
@naturbauer: Super Vergleich- ein Laufstall der von einem verurteilten Tierquäler betrieben wird und ein hypothetischer Anbindestall, in dem es allen Rindern gut geht. Würdest du auch keine Rinder auf die Weide/ Alm lassen, weil sie da ihrem natürlichen Verhalten folgen können?
mfg
anderson
PS: Meine älteste Kuh wird im Herbst 19 Jahre alt und hat die meiste Zeit in meinem Laufstall verbracht. Das muss die Hölle gewesen sein, so ohne Ketten.


naturbauer antwortet um 09-09-2012 14:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Anderson was soll das jetzt? Es gibt nix besseres als den Weidegang. Auf einem kltischigem Laufstalluntergrund mit Ach und Weh dahinschlürfen kann nicht verglichen werden.


helmar antwortet um 09-09-2012 16:32 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Lieber Naturbauer.......solltest du tatsächlich mal in meine Gegend kommen, dann machen wir eine Stalltour.........ob du das jetzt als Einladung oder Drohung betrachtest, ist dir selber überlassen, aber das "Anbindestall gut/Laufstall schlecht" Gezeter ist sowas von unnötig........und die( auch im Forum wurde darüber geschrieben) in einem Stall aufgefundenen verendeten Tiere sollen angebunden gewesen sein. Was für mich plausibel ist, denn nicht angebundene Tiere hätten es, allein schon aus Durst und Hunger geschafft, wenn schon nicht irgendwie bei der Türe rauszukommen, dann soviel Wirbel zu machen dass was aufgefallen wäre.
Mfg, Helga


Christoph38 antwortet um 09-09-2012 17:08 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Dass der Bezug zum einzelnen Tier mit zunehmender Stückzahl abnimmt erscheint mir völlig logisch.

Ob Anbindehaltung oder Laufstall dürfte wohl keine statistische Bedeutung haben.




josefderzweite antwortet um 09-09-2012 17:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Ob die Kuh einen Namen hat oder nicht erscheint mir reine Liebhaberei des Besitzer zu sein. Meine Kühe haben aufgrund der Zuchtvorschriften alle einen Namen. Es ist auch sehr schwer bei gewissen Buchstaben noch freie Namen zu finden.
Trotz der Namen behandle ich meine Kühe so das sie auf der Weide ohne Lockmittel zu mir kommen und nicht davonlaufen. Es wird übrigens keine einzige Kuh mit Namen angesprochen. Die stehen nur in den Papieren.


walterst antwortet um 09-09-2012 17:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Obwohl ich selber diesbezüglich durchaus skeptisch bin: Etwa ein Drittel meiner Kühe reagiert auf ihren Namen. Ebenso unterscheiden die Rinder recht genau Fahrzeuge nach ihrem Geräusch.
Meine Jungtiere weiden an der Bundesstrasse und erheben sich sicher nicht beim Vorbeifahren von jedem Auto oder Traktor. Wenn der TRaktor mit dem Lockfutter kommt, dann schon.


golfrabbit antwortet um 09-09-2012 19:38 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Wir geben unseren Kühen auch Namen und die meisten zeigen auch Erkennen beim Ansprechen, muß aber auch sagen daß ihnen der Muli-Sound , wenn er mit frischem Gras heimkommt, lieber ist.
Die Zukunft ist sicher der Laufstall(allein schon wegen der öffentlichen Meinung), aber auch im tierschutzgerecht adaptierten eingestreuten Anbindestall können sich Kühe und auch Bauern noch wohlfühlen. Schade daß ständig nur von extremen Auswüchsen im Umgang mit unseren Nutztieren berichtet wird, daß wahrscheinlich 99 % aller Tierhalter gut auf ihr "Firmeninventar" schauen geht da leider meist unter.




naturbauer antwortet um 09-09-2012 20:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kuhnamen
Stimmt schon golfrabbit was du schreibst. Die paar Fälle jeweils bei Lauf-oder Anbindehaltung machen es aber leider aus das es zu Auswüchsen kommt und per Gesetz verschärft wird, weil Politiker wieder gewählt werden wollen. Welcher Stall es ist, ist denen egal, es geht nur um Politikum. Ein paar Fanatiker der Richtung Tierschutz genügen um die Welt verrückt zu machen. Mehr hab ich nicht mehr zu sagen.



walterst antwortet um 09-09-2012 21:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kuhnamen
was ich noch vergessen habe:
1. macht es durchaus Spass, mit den Kindern passende Namen für die Kälber zu finden
2. ist es auch super hilfreich wenn z.B. an Stresstagen die Kinder mitteilen, dass die Sumsel auf der Milena herumreitet und sich auch die Rosemarie beteiligt oder die Shanaia und die Jessica sich auf der Weide separieren und ganz nach Geburt ausschauen.....


helmar antwortet um 09-09-2012 21:33 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kuhnamen
Hallo Walter...ja die namensgebenden Kinder...wir hatten mal eine Britney im Bestand. Und meine Avatarkatz heißt Mischa..........Namensgeberin? Meine Tochter im jungen Teeniealter........;-).
Mfg, Helga


kraftwerk81 antwortet um 10-09-2012 12:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kuhnamen
@FarmerJT

...(nicht so bei den Kalbinnen)...

Also ich kenn eigentlich meine Zuchtkalbinen ab dem Tag der Geburt mit dem Namen und das ist auch gut so!


farmerJT antwortet um 10-09-2012 21:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kuhnamen
Ich hab nicht behauptet das Kühe im Laufstall mehr geschlagen werden bzw. der Bauer weniger Kotakt zu den Tieren hat! Hab selbst einen Laufstall. Ich wollte eigentlich nur zwei Beispiele nennen, der eine Stall sehr Tiergerecht dafür schlechter Umgang mit den Tieren, der andere vom Kuhkomfort her schlechter dafür ein Landwirt der seine Tiere respektiert. In diesem konkreten Fall glaub ich fühlen sich die Kühe im zweiten Stall wohler.

Wollte nichts verallgemeinern, und keine Laufstall-Anbindestall-Diskusion führen!


Holzwurm357 antwortet um 10-09-2012 21:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kuhnamen
Meine Grossmutter und meine Eltern sagten immer:
Um Erfolg im Stall zu haben, brauchts a Glücka, a Segna, a Reima und a Sterna.
Alle anderen werden entweder nach dem Kalender benannt oder die Kinder suchen Namen, da gibts dann oft die lustigsten Kombinationen:-)
Natürlich werden die Kälber dann auch traditionsgemäss mit einem Schuss Weihwasser getauft.
Das Besprengen mit Weihwasser wird natürlich auch beim ersten Mal Auslassen im Frühjahr, beim Einstallen im Herbst, beim Zu - und Verkauf und natürlich in den Rauhnächten gemacht.


farmerJT antwortet um 10-09-2012 21:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kuhnamen
Ach ja und unsere Kühe werden zwar mit ihren Namen angesprochen aber es ihnen völlig egal was man sagt. Manche Kühe suchen halt mehr Kontakt, andere wollen nicht viel mit Menschen zu tun haben......

Wegen der Namensgebung: Hab eine zugekaufte Kalbin namens Megatron seineszeichens Bösewicht eines Science Fiction Filmes... weiteres steht ein Kalb mit dem Namen Schweindal im Stall... =)


Mayflower antwortet um 24-09-2012 19:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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unsere Kühe werden so benannt, der wievielt geborene sie sind. Also das Erste Kalb der Kuh hat einen Namen mit "A" am anfang, wie unsere Anika. Das zweite Kalb dann mit B usw... ich find das ganz cool, da sich dann bei einer geburt immer die ganze familie gedanken macht, bei unseren 4 kühen ist eine geburt halt schon was besonderes. :)

Ich will jetzt auch keine Diskussion führen, ob Laufställe oder Anbindehaltung besser sind... Ich denke dass beide ihre nachteile haben, wenn man es nicht richtig macht. Aber auch beide Vorteile haben wenn man es richtig macht! Wir haben nur vier Kühe und Anbindehaltung ist nicht gleich Anbindehaltung. WIr haben unsere Kühe nicht in solchen Ketten, wo sie nicht vor und zurück können sondern ständig fixiert sind und nur ihre 2 nachbarn sehen, die Ketten sind länger und alle vier Kühe können im Kontakt zueinander stehen, sich gegenseitig abschlecken ,was Kühe nunmal untereinander machen. Ich finde es schade, dass es solche betriebe nichtmehr geben wird in zukunft, da kommende Gesetze das verbieten. Klar ist Weidegang immer das Beste für die Kühe, aber bei uns wird zweimal am tag gemistet, sie stehen nicht auf spaltenböden oder "mistmatratzen", das kann doch nicht alles schlecht sein?!


helmar antwortet um 24-09-2012 20:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Kuhnamen
Und wie sehen die Klauen da aus?
Mfg, Helga


Mayflower antwortet um 25-09-2012 14:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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bei uns?
Also zu uns kommt immer ein Klauenschneider und schaut nach dem rechten, bis jetzt hatten wir keine Probleme damit.


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