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Feldspritze kaufen - gebraucht & neu

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Feldspritze – Typen und Einsatzbereiche

Die Feldspritze ist das zentrale Gerät im Pflanzenschutz und wird zum Ausbringen von Herbiziden, Fungiziden, Insektiziden und Flüssigdüngern eingesetzt. Man unterscheidet drei Hauptbauarten: Anbauspritzen werden über die Dreipunkthydraulik am Traktor montiert und eignen sich mit Tankgrößen von 400 bis 1.500 Litern für kleinere bis mittlere Betriebe. Anhängespritzen sind gezogene Geräte mit Tanks von 2.000 bis 6.000 Litern und bieten höhere Flächenleistungen. Selbstfahrspritzen sind eigenständige Maschinen mit großer Bodenfreiheit und Tankvolumen bis 8.000 Liter – ideal für Lohnunternehmer und Großbetriebe. Moderne Feldspritzen verfügen über GPS-gesteuerte Teilbreitenschaltung, automatische Gestängeführung und Einzeldüsensteuerung für eine präzise und umweltschonende Ausbringung. Im Bereich Saat und Pflege auf Landwirt.com finden Sie Feldspritzen aller Bauarten und Größen.

Worauf beim Kauf einer gebrauchten Feldspritze achten?

Beim Kauf einer gebrauchten Feldspritze sollten Sie besonders auf den Zustand von Tank, Pumpe, Gestänge und Düsen achten. Prüfen Sie den Tank auf Risse und Versprödung – gerade bei älteren Kunststofftanks. Die Membranpumpe sollte einen gleichmäßigen Druck aufbauen. Das Gestänge muss gerade und ohne verbogene Ausleger sein, die Dämpfungselemente funktionsfähig. Kontrollieren Sie die Düsen auf gleichmäßiges Spritzbild. Führende Hersteller wie Amazone, Lemken, Horsch, Hardi, Kuhn und Berthoud bieten bewährte Technik mit guter Ersatzteilversorgung. Achten Sie auch auf den Zustand der Elektronik – Teilbreitenschaltung und Gestängesteuerung müssen einwandfrei funktionieren. Für die ergänzende Düngetechnik finden Sie ebenfalls ein großes Angebot auf Landwirt.com.

Welche Feldspritze passt zu meinem Betrieb?

Die Wahl hängt von der Betriebsgröße und der zu behandelnden Fläche ab. Für Betriebe bis ca. 50 ha reicht eine Anbauspritze mit 600 bis 1.000 Litern Tank und 12 bis 15 m Gestängebreite. Betriebe mit 50 bis 200 ha sollten eine Anhängespritze mit 2.000 bis 4.000 Litern und 18 bis 24 m Gestänge in Betracht ziehen. Für Flächen über 200 ha oder im Lohnunternehmen lohnen sich Anhängespritzen mit über 4.000 Litern oder Selbstfahrspritzen mit 24 bis 36 m Arbeitsbreite.

Was kostet eine gebrauchte Feldspritze?

Gebrauchte Anbauspritzen sind ab ca. 1.500 bis 5.000 Euro erhältlich. Gut erhaltene Anhängespritzen von Markenherstellern kosten zwischen 8.000 und 35.000 Euro. Neuere Modelle mit GPS-Teilbreitenschaltung und Einzeldüsensteuerung liegen bei 20.000 bis über 60.000 Euro. Gebrauchte Selbstfahrspritzen beginnen bei ca. 40.000 Euro und können je nach Ausstattung und Baujahr über 200.000 Euro kosten.

Welche Hersteller von Feldspritzen sind empfehlenswert?

Zu den bekanntesten Herstellern von Feldspritzen zählen Amazone, Lemken (Hardi), Horsch (Leeb), Kuhn, Berthoud, Dammann und Rau. Amazone ist Marktführer bei Anbau- und Anhängespritzen im deutschsprachigen Raum. Hardi (jetzt Lemken) bietet ein besonders breites Sortiment. Horsch Leeb ist für innovative Selbstfahrspritzen bekannt. Kuhn und Berthoud sind vor allem in Frankreich und international stark vertreten.

Was bringt eine GPS-Teilbreitenschaltung bei der Feldspritze?

Die Teilbreitenschaltung teilt das Spritzgestänge in mehrere Sektionen, die einzeln zu- und abgeschaltet werden können. In Kombination mit GPS erkennt das System bereits behandelte Flächen und schaltet Teilbreiten automatisch ab – das verhindert Überlappungen und spart Pflanzenschutzmittel. Moderne Systeme wie die Einzeldüsensteuerung (Pulse Width Modulation) gehen noch weiter und steuern jede einzelne Düse separat. Die Investition lohnt sich besonders bei unregelmäßig geformten Feldern und Keilen.

Wie pflege und warte ich meine Feldspritze richtig?

Nach jedem Einsatz die Spritze gründlich mit klarem Wasser durchspülen – innen und außen. Düsen regelmäßig auf Verschleiß prüfen und bei mehr als zehn Prozent Abweichung vom Sollwert tauschen. Filter am Saugstutzen, Druckfilter und Düsenfilter regelmäßig reinigen. Pumpe und Dichtungen auf Leckagen kontrollieren. Gestänge auf Risse und lose Verbindungen prüfen. Vor der Einwinterung die gesamte Spritze mit Frostschutzmittel befüllen und alle Leitungen durchspülen.