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Wetterstationen und Sensorik für die Landwirtschaft

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Agrar-Wetterstationen und Sensoriklösungen: Typen und Messgrößen

Agrarwetterstationen erfassen Temperatur, Luftfeuchte, Niederschlag, Globalstrahlung, Windgeschwindigkeit und Windrichtung, Blattnässe, Bodentemperatur in 10 bis 30 cm Tiefe und Bodenfeuchte (volumetrisch, in Prozent oder kPa). Ergänzt werden sie durch spezielle Sensoren wie Frostwarn-Thermoelemente für den Obstbau, Zuckerrohrmesser im Gewächshaus oder Tensiometer und FDR-/TDR-Sonden für die Bewässerungssteuerung. Bekannte Hersteller sind Pessl Instruments (METOS iMETOS), Sencrop, Davis Vantage Pro 2, Adcon Telemetry, Lufft WS-Serie und Campbell Scientific. Datenübertragung erfolgt per LoRaWAN, NB-IoT, GSM oder Sigfox.

Typische Einsatzgebiete sind Prognosen für Krankheitsbefall (Septoria, Apfelschorf, Feuerbrand, Peronospora), Entscheidungsunterstützung für Pflanzenschutz und Beregnung, Frostwarnung im Obstbau sowie Feldfeuchtemanagement im Gemüse- und Kartoffelbau. Weitere Smart-Farming-Technik finden Sie unter Feldroboter, Farm Management Software und in der Übersicht Smart Farming.

Was kostet eine professionelle Agrar-Wetterstation?

Einfache Davis Vantage Pro 2 Wetterstationen für die Hoferfassung beginnen bei 900 bis 1.500 Euro. Professionelle Agrar-Wetterstationen wie Pessl iMETOS 3.3 mit Bodenfeuchte und Krankheitsmodellen kosten 2.500 bis 4.500 Euro zuzüglich 150 bis 400 Euro jährlicher Portalgebühr. Sencrop-Einsteigerstationen liegen bei 800 bis 1.200 Euro. Gebrauchte Pessl- und Adcon-Stationen sind ab 1.000 Euro erhältlich, Austauschsensoren kosten je nach Typ 150 bis 600 Euro. Netzwerke von 3 bis 5 Stationen inklusive Bewässerungssteuerung liegen zwischen 8.000 und 25.000 Euro.

Welche Bodenfeuchtesensoren sind für die Bewässerungssteuerung geeignet?

Weit verbreitet sind FDR- und TDR-Sonden (Sentek Drill and Drop, Decagon EC-5, METER TEROS 10/12, AquaCheck), die volumetrische Bodenfeuchte in mehreren Tiefenstufen messen. Klassische Tensiometer erfassen das Bodenwasserpotenzial direkt in kPa und eignen sich vor allem für Obst-, Wein- und Gemüsebau. Für die Beregnungssteuerung in Teilflächen werden mehrere Sonden pro Hektar empfohlen, bei Kartoffeln und Zwiebeln sind Messstellen in 15, 30 und 60 cm Tiefe sinnvoll. Kombinieren Sie Bodenfeuchtemessung mit Wetterprognosen zu einer echten Beregnungssteuerung.

Welche Funktechnologie ist für Agrarsensorik die beste Wahl?

In flachen, offenen Landschaften ist LoRaWAN mit einem hofeigenen Gateway am wirtschaftlichsten, da einmalig 300 bis 800 Euro für das Gateway investiert werden und jeder Sensor danach ohne monatliche Gebühren funkt. Reichweiten von 2 bis 15 km in Sichtlinie sind realistisch. Bei komplexer Topografie und weit verteilten Schlägen ist NB-IoT oder LTE-M über Mobilfunk robuster, verursacht aber SIM-Kosten von 1 bis 5 Euro pro Sensor und Monat. Sigfox wird zunehmend abgelöst. Entscheidend sind Gebäudeabschattung, Baumbestand und die vorhandene Mobilfunkabdeckung.

Worauf beim Kauf gebrauchter Agrar-Sensorik achten?

Prüfen Sie Kalibrierungsstatus und Alter der Sensoren, da vor allem Bodenfeuchte- und Strahlungssensoren nach 5 bis 7 Jahren merklich driften. Achten Sie auf kompatible und übertragbare Cloud-Portal-Lizenzen, SIM-Kartenverträge und Firmwareversion. Akkus in Feldstationen (Lithium oder Blei-Gel) sollten bei Übernahme erneuert werden. Fordern Sie Messprotokolle und Servicehistorie an und testen Sie vor dem Kauf den Datenupload auf das Portal.