Brauchen professionellere Jagd laut Prosilvaaustria!

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Ferdi 197 14-05-2019 22:45 - E-Mail an User
Brauchen professionellere Jagd laut Prosilvaaustria!
In der Ausgabe BLICK INS LAND vom Mai 2019 ist ein toller Bericht auf Seite 17 von dem Verein Prosilvaaustria.at.
Ich vermute die haben mit diesem Bericht den "Nagel auf dem Kopf" getroffen.

Auch in diesem Forum gibt es immer wieder viele kritische Anregungen, dass die Forstbehörden, nach den sehr schlechten Wildeinflußmonitoring - Erkenntnissen diese keine aktive Handlungen setzen.

Somit kommt es auch zu den massiven Waldschäden, da die natürliche Durchmischung der Wälder (Thema Naturverjüngung) eben seit den 70er Jahren nicht mehr gegeben ist. Tanne, Lärche, Eiche, usw. kommt eben nicht mehr natürlich vor.

Selten so einen guten Bericht gelesen, echt Perfekt u. Realitätsnahe.



fredl0699 antwortet um 15-05-2019 06:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Brauchen professionellere Jagd laut Prosilvaaustria!
Thema Naturverjüngung. Wenn sich ein Waldbesitzer zurecht über Wildschäden beschwerdet, wird er sofort von der Jagd und auch von den Standeskollegen als Jägerfeind, Tierhasser, oder nur bei dir gibt's immer Schäden usw,.... abgestempelt. Bei Jagdbegehungen sind in der Regel auch nur die Ja Sager dabei. Uns wird ja schon seit Jahren eingetrichtert, der Waldbauer MUSS die Bäume setzten!!!! Naturverjüngung wird nur so nebenbei erwähnt! Verbissschäden werden sehr oft gar nicht erkannt. Der Waldeigentümer ist gefordert sämtliche Wildschäden der Forstbehörde zu melden. Nur so wird in Zukuft die Naturverjüngung Flächendeckend funkionieren.


burlei antwortet um 15-05-2019 15:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Brauchen professionellere Jagd laut Prosilvaaustria!
Und die Forstbehörde soll allen Forstbesitzern erklären das zu einer vernünftigen Naturverjüngung auch ein Plenterwald gehört. Das vergessen leider viele .Lg. Burlei


mittermuehl antwortet um 15-05-2019 16:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Brauchen professionellere Jagd laut Prosilvaaustria!
Wer bestimmt wer die Jagdgesellschaft (Jagdpächter) wird? Die Jagdgenossenschaft (Grundbesitzer). Die suchen sich den verantwortlichen Jäger aus. Ein Bekannter hat da gerade eine Konzept (Abschüsse, Einstände, Naturverjüngung) für eine Revier abgegeben. Die Genossenschaft war begeistert. Aber sie haben dann doch einen Pächter genommen der mehr Pacht zahlt. Nur der wird halt Wild auffüttern und mästen damit er schöne Trophähen hat. Sein gutes Recht wenn er mehr Pacht zahlen muß. Dem Wald wird es nicht gut tun.

Vielleicht sollte die Jagdgenossenschaft selber ein klares Konzept der Waldbewirtschaftung erarbeiten und sich danach den Jäger suchen. Selbst wenn der dann wegen der Auflagen weniger zahlt (oder nichts zahlt) wäre es für den Wald ein Gewinn..


fendt_3090_2 antwortet um 15-05-2019 19:27 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Brauchen professionellere Jagd laut Prosilvaaustria!
Vielleicht wäre es besser, man verbietet die Jagt generell. Oder man erlaubt den Grundnützern, geziehlt Jagt auf Problemwild zu betreiben. Aber das darf ja nicht sein, wir haben ja ein nicht funktionierendes Jagtgesetz. Ganz wichtig ist auch, in einem Gebiet mit einem Wildschweinproblem muß man unbedingt den Jagtschein machen. Um wichtige Dinge zu lernen, z.B. wie der Schwanz des Hasen in der Jägersprache heißt. Dabei ist der Hase bei uns kein jadtbares Wild mehr. Ich hab schon öfters gefordert, der Gesetzgeber soll einen Kurs machen speziell für die Wildschweinjagt. Oder eben für anderes Problemwild. Ich muß nicht alles wissen über die Jagt, ich will nicht Jadtpächter werden, ich will nur nicht zum Gaudium der anderen der Geschädigte sein.


ijl antwortet um 15-05-2019 20:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Brauchen professionellere Jagd laut Prosilvaaustria!
@Fendt
Viel Spaß mit den Wildschweinen wennst die Jagd generell verbieten willst!
Ein Kurs generell nur für Schwarzwild würde dir nicht viel bringen da du trotzdem die ganze Waffenkunde, Jagdgesetzte usw. lernen müßtest
LG
Ps:(hab seit 10 Tagen die Jagdkarte)


mittermuehl antwortet um 15-05-2019 21:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Brauchen professionellere Jagd laut Prosilvaaustria!
@ ijl Weidmannsheil

@fendt_3090_2 ich versteh deinen Frust. Ab er eine forstwirtschaftliche Bewirtschaftung die die Jagd einbezieht muß sich über 500 - 1000 erstrecken. Mach den Jagdschein. Bringe dich bei der Jagdgenossenschaft und Jagdgesellschaft ein. Ist nicht so schwer. Wenn du nur auf deinen paar ha auf eine Wildsau warten willst, wird das nicht viel bringen... Das Jagdrecht liegt ja beim Grundeingentümer.. solange er mindestens 115 ha in einem Stück hat.... Bei kleineren Flächen muß es einfach eine gemeinsames Vorgehen geben.


ijl antwortet um 15-05-2019 21:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Brauchen professionellere Jagd laut Prosilvaaustria!
@Mittermühl
WmD


mittermuehl antwortet um 15-05-2019 21:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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@ ijl Weidmannsheil .. .das mußt noch üben... WmD kommt nur wenn wer was geschossen hat... ;)

Ist aber alles nicht so wichtig. Ökologie, Waffenkunde, Jagdrecht, Wildbrethygiene und eine ruhige Hand sind wirklich wichtig. Das Brauchtum ist nett....




fendt_3090_2 antwortet um 15-05-2019 22:15 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Brauchen professionellere Jagd laut Prosilvaaustria!
Und was nicht sein darf, darf nicht sein.


little antwortet um 16-05-2019 06:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Brauchen professionellere Jagd laut Prosilvaaustria!
@mittermuehl
Kann nur aus meiner Erfahrung berichten, aber da vergeht es dir als Grundbesitzer jagen zu gehen. Bei uns haben nur die eine "Jagdberechtigung" wo der Vater, Grossvater, Urgrossvater, Ururgrossvater,... schon Jagdpächter waren. Oder man ist gewerblicher Grundstücksbesitzer.
Die Feindseligkeiten die mir entgegengebracht werden lassen an Einfallsreichtum keine Wünsche mehr offen. Meine Einladung zum Jagen war: Kannst jagern kommen Konsorte wirst nie. Das ist jetzt 23 Jahre her und die Bosheiten werden immer mehr.
Normalerweise müßten Reh und Hirsch auf genetische Hornlosigkeit gezüchtet werden, und jeder Grundbesitzer darf auf seinen eigenen Grund jagen. Dafür gibt es keinen Wildschaden und das erlegte Wild gehört dem Grundbesitzer. So würden die Wilddichte schnell auf ein erträgliches Maß nach unten gehen.
little


fendt_3090_2 antwortet um 16-05-2019 08:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Brauchen professionellere Jagd laut Prosilvaaustria!
@little
Weidmannsdank. :-)


jvc antwortet um 16-05-2019 13:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
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Einserjagten sollten auch in der Natur erkennbar sein nicht nur auf den Weiser und Vergleichsflächen die von den "Jägern" betreut werden!


fredl0699 antwortet um 16-05-2019 15:50 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Brauchen professionellere Jagd laut Prosilvaaustria!
@ jvc: Von den Jägern betreut, das Stimmt!! Nur nicht Zuviel Wachstum in den Flächen!


mittermuehl antwortet um 16-05-2019 16:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Brauchen professionellere Jagd laut Prosilvaaustria!
@little Das Problem ist bekannt. Aber es geht von den Grunbesitzern aus weil die ja die Jagd immer an die Leute vergeben. In NÖ hat ab eine reale Chance dagegen zu bieten. Die BH entscheidet ja im Streitfall ...


Ferdi 197 antwortet um 16-05-2019 21:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Brauchen professionellere Jagd laut Prosilvaaustria!
Die BH entscheidet nichts, in Wirklichkeit ist diese Forstbehörde befangen, weil die meisten auch Jäger, Delegierte beim Landesjagdverband usw. div. Nebenbeschäftigungen nachgehen, die sich einen gewaltigen Wildbestand spez. mit prächtigen Trophäen bevorzugen.

Die Aufgabe wäre ja laut Gesetz "Wald vor Wild" zu überwachen u. Mißstände sofort abzustellen.
Dann käme es auch wieder zu viel Öfteren Durchmischung von verschiedenen Baumarten die eher resistent gegenüber Stürme, Trockenheit, Borkenkäfer usw. sind.

Jetzt fällt uns dieser Mißstand (kein Handeln von Seite der Forstbehörde wegen den viel zu hohen Wildbestand) seit den Anfang der achziger Jahre auf dem "Kopf" da vieler Orts eben es keine Tanne, Lärche, usw. mehr gibt.


Harpo antwortet um 16-05-2019 22:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Brauchen professionellere Jagd laut Prosilvaaustria!
Der Jagdausschussobmann kann den Abschussplan so verändern daß es für die Grundbesitzer passt einfach Daumenschrauben anziehen oder einen anderen Obmann wählen und nicht in alles gefallen lassen.


fredl0699 antwortet um 17-05-2019 05:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Brauchen professionellere Jagd laut Prosilvaaustria!
Oft ist es aber so, dass die Obmänner lieber den Jägern helfen. Die Bauern haben sehr oft eine sehr schlechte Standesvertretung. Leider


mittermuehl antwortet um 17-05-2019 07:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Brauchen professionellere Jagd laut Prosilvaaustria!
@Ferdi 197 Wenn sich eine potentieller Jagdpächter von der Jagdgenossenschaft übergangen fühlt, kann er das bei der BH schlichten lassen. Die vergleicht dann die Angebote und entscheidet welches wirklich das bessere ist. Das muß nicht zwingend das besser bezahlte Angebot sein. Nie vergessen dass die Jagdgenossenschaft ja in der Regel die Bauern des Gebietes sind. Und die nehmen fast immer den Pächter der am meisten bezahlt. Je mehr einer aber zahlt, desto weniger läßt er sich dann drein reden. Betroffen Landwirte könnten die Sache ja auch selber in die Hand nehemen. Macht halt selten eine "Bauer mit Jagdschein". Die jammern lieber über die Jäger als sich selber in die 1. Reihe zu stellen.


Harpo antwortet um 17-05-2019 08:11 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Brauchen professionellere Jagd laut Prosilvaaustria!
Den Jagdausschuss wählen die Grundbesitzer das hat mit Standesvertretung nichts zu tun


mittermuehl antwortet um 17-05-2019 08:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Brauchen professionellere Jagd laut Prosilvaaustria!
Und die meisten Grundbesitzer sind Bauern ....


Juglans antwortet um 17-05-2019 09:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Brauchen professionellere Jagd laut Prosilvaaustria!
Also ich bin Grundeigentümer in mehreren Gemeinden und habe bisher noch nie Gelegenheit dazu gehabt jemanden für den Jagdaussschuss zu wählen.
mfg


mittermuehl antwortet um 17-05-2019 09:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Brauchen professionellere Jagd laut Prosilvaaustria!
Dann hast du dich da nie darum gekümmert. Bei euch wird sich eine schlampige Praxis eingeschlichen haben. Warscheinlich hängt die Einladung alle paar Jahre auf der Gemeinde aus. Es werden gerade so viel Leute kommen, das sie Beschlußfähig sind. Und die machen es sich dann halt aus. Du verzichtes da halt auf deine Rechte.


fredl0699 antwortet um 18-05-2019 05:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Brauchen professionellere Jagd laut Prosilvaaustria!
Die Jagdgenossenschaft bzw. der Jäger sollte von sich aus so weit sein, die Wildschäden zu erkennen, bzw. auch den Wildbestand danach zu Regeln!!! In der Praxis ist es aber anders: Die Tiere werden so richtig gemästet mit bestem Futter - für die Trophäenschau. HEGEN u. PFLEGEN, Wald vor Wild war früher der oberste Grundsatz bei der Jagd. Die moderne Zeit - auf Kosten des Grundbesitzers...……...


mittermuehl antwortet um 18-05-2019 16:00 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Brauchen professionellere Jagd laut Prosilvaaustria!
@ fredl0699 Alles richtig. Sowas kommt vor. Und wer hat die Jäger eingesetzt?



fredl0699 antwortet um 19-05-2019 05:40 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Brauchen professionellere Jagd laut Prosilvaaustria!
@ mittermuehl Wenn unsere Vertretung zu schwach ist, wäre die Behörde gefordert
einzugreifen - Oder. Wäre möglich zb. bei den Jagdbegehungen der Weiser bzw.
Vergleichsflächen. Oder sagen diese von den Jägern gutbetreuten Flächen nicht aus.
Bei grossflächig eingezäunten Flächen funktioniert die Naturverjüngung perfekt.
Müssen wir uns vor dem Wild schützen - oder ist das die Aufgabe der Jagd...…..



mittermuehl antwortet um 19-05-2019 09:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Brauchen professionellere Jagd laut Prosilvaaustria!
@fredl0699
Hast du in der Jagdgenossenschaft abgestimmt? Hast du deine Wünsche vorgetragen?

Österreich verlangt immer nach einer Obrigkeit die Dinge repariert ... schreit aber wenn Verordnungen kommen die man dann nicht will.

Das Jagdgesetzt bietet dem Grundbesitzer einige Möglichkeiten, die die wenigsten aber nutzen. Die Überlassen das alles immer "den Jägern" ... und die kochen dann manchmal ihr eingens Süppchen...

Die Forste der Gemeinde Wien und der Kirche kommen ohne eingezäunte Naturverjüngung aus. Einfach weil sie durch ihre Fläche betimmen können wo Einstände und wo "Todeszonen" sind. Da sich Kleinwaldbesitzer aber nie einigen können wird es ihnen nicht erspart bleiben Zäune zu ziehen...




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