Pflanzenschutzmittelverbot auf Greeningflächen

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meki4 25-06-2017 08:21 - E-Mail an User
Pflanzenschutzmittelverbot auf Greeningflächen
Ist dieser EU-Beschluß nicht ein schwerer Rückschlag für die Produktion von konventionellen Eiweißfuttermittel in Europa?
Was sitzen da eigentlich für Leute im EU-Parlament - werden die von den südamerikanischen Sojaproduzenten geschmiert, oder haben die den Kopf nur dazu, das sie das Stroh nicht unter dem Arm tragen müssen?
Kann mir jemand erklären, für wen dieser Beschluß gut ist und Vorteile bringt?
LG M.

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179781 antwortet um 25-06-2017 12:49 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pflanzenschutzmittelverbot auf Greeningflächen
Da musst du zurück zum Anfang der Geschichte gehen. Die ursprüngliche Vorgabe der Greeningzahlungen ist der Wunsch der Geldgeber, dass die Landwirte zumindest 15 % ihrer Fläche ohne Chemieeinsatz bewirtschaften sollten.
Jetzt behaupte ich einmal, dass die Mehrheit auch bei den konventionellen Bauern den Kopf nicht dazu hat, damit sie das Stroh nicht unter dem Arm tragen müssen. Die meisten von denen wären sehr wohl in der Lage, diese Vorgabe zu schaffen. Beim Großteil der Leguminosen ist das ohnehin ganz leicht möglich, nur Soja ist halt schon etwas, was mehr Fachwissen und Können voraussetzt.
Ich glaube, dass zu dem Thema von den Leuten in Standesvertretung und Beratung sehr viele von der Chemieindustrie ferngesteuert sind. Die machen dann lautstark PR dafür, dass das ohne Chemie nicht gehen kann, obwohl die meisten Bauern sehr wohl in der Lage wären, das zu schaffen. Die trauen sich oft nur gar nicht drüber, weil ihnen das ein jeder ausredet.

Gottfried

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Cirsium antwortet um 25-06-2017 14:06 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pflanzenschutzmittelverbot auf Greeningflächen
hallo gottfried,

wenn du schon zum anfang der geschichte gehen willst, dann beginnen wir zumindest bei der mac sherry reform!!

da wurden der kulturpflanzenausgleich als gegenleistung für preisreduktion für geöffnete eu märkte zu weltmärkte eingeführt - dafür zb. kann deutschland seine industrieprodukte ohne zollschranken absetzten auf kosten der lw (und nebenbei wie china und früher japan zu große ungleichgewichte bei den handelsbilanzen führen, mit den folgen,........)

da war NIE die rede von cc auflagen greening und sonstigen umverteilungen von der ausgleichzahlung der produktiongebiete in extensive gebiete!!!!!

zu den lieben eiweisalternativen - gottfried du wirst uns ja nicht erzählen wollen, dass pferdebohne, ebsen kulturen sind, die wenn der anteil in den regionen steigen, diese gesund bleiben bzw. von schädlingen gefressen werden
ich habe mich schon sehr viel mit diesen " gespielt" - einmal schokoladefleckenkrankheit, dann thrips, dann erbsenbohnenwickler, dann schlechte anbaubediebgungen,.....
nein danke nie mehr

dann gibt es eine kultur für gvo freie einheimische eiweisproduktion (hochwertiges pflanzliches eiweis sehr wohl bemerkt)
dann wird das wieder abgewürgt und der scheinheiligen argumentation der verwaltungsvereinfachung!!
für mich hat die eu kommission und parlament an glaubwürdigkeit verloren!!

von mir aus geht die urwaldabholzung und roundupsoja weiter - die grünen und ngo wollen es ja nicht anders

gottfied - wieviel chemie wird bei der sojabohne eingesetzt??? nur unkraut!
sojahbohne ist die kultur mit den geringsten aufwand!! kein n dünger,...
wo wird da deines erachtens die chemielobby gefördert????????

ich werde meine mechanisierung nicht extra umstellen oder ergänzen- reihensaat und hacke
- kommt zu teuer diese extramechanisierung für die sojabohne



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Lendl00 antwortet um 25-06-2017 14:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pflanzenschutzmittelverbot auf Greeningflächen
Mich ärgert vor allem, dass mitten während der Programmperiode einfach die Regeln geändert werden.
Ich habe mich aber für 7 Jahre verpflichtet diese Greening-Maßnahmen zu erfüllen.
Hätte ich das von Anfang an gewusst, hätte ich gleich die Maßnahme UBB gewählt.
Jetzt kann man aber meines Wissens nicht mehr einsteigen.
Mich wunder also nicht mehr, dass die EU bei den Landwirten so einen schlechten Ruf hat.

@ Gottfried
für mich gibt's bio oder eben konventionell.
Die Bios haben einen eigenen Markt und die Konventionellen müssen zu Weltmarktpreisen produzieren. Wenn man aber jetzt von den Konventionellen verlangt einen Teil ihrer Fläche bio zu bewirtschaften, aber keinen höheren Preis dafür bezahlt, hört sich für mich der Spaß aber auf.
Ich habe nämlich keine Technik dafür; Und bio-Soja habe ich in meinem Gebiet genug gesehen, aber noch keinen der halbwegs unkrautfrei war. Dabei sind die Bios in meiner Umgebung eigentlich gute Pflanzenbauer.

Dass du lieber Gottfriede unserer Berufsvertretung vorwirfst von der Chemielobby beeinflusst zu werden, finde ich etwas gewagt. Ich kenne sehr viele davon, und ich kann dir sagen, die sind ganz einfach realistisch genug um zu erkennen, dass 3/4 der Bauern es nicht schaffen würden, ihre Flächen nach bio-Richtlinien zu bewirtschaften.
Aber so bekommen wir Bauern jedenfalls einen Vorgeschmack, was in der nächsten Programmperiode auf uns zukommt.

Bedenklich finde ich nur, dass der Druck auf uns Landwirte von Greenpeace und co immer stärker wird, auf bio umzustellen. Zugleich greift aber mehr als 3/4 der Konsumenten zu den billigsten Lebensmittel.
Am stärkten wächst nämlich der Umsatz bei Billa und co. mit den eigenmarkten und nicht das Bio-Sortiment.

Klaus


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179781 antwortet um 25-06-2017 14:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pflanzenschutzmittelverbot auf Greeningflächen
Ist ja sehr vieles verständlich und richtig, was ihr hier schreibt. Nur wenn in Österreich auf Bioflächen bei Körnerleguminosen die Erträge um mehr als 10 % höher sind, als auf konventionellen, dann könnte man ja einmal darüber nachdenken, warum das so ist. Hier im Forum wird das wahrscheinlich schwer gehen, weil da gleich wieder so eine sinnlose Diskussion Bio versus Konventionell losgetreten wird.
Wenn es jemand gibt, der eine Sache besser kann als ich selbst, dann suche ich nicht nach Argumenten, warum das nicht sein kann. Da ist es klüger, zu schauen, was macht jemand anders/besser und könnte man das nicht auch so machen, um den selben Erfolg zu haben.
Das hier manches machbar ist, sehe ich bei meinem konventionellen Nachbarn, mit dem ich viel zusammenarbeite. Der bringt immer wieder einen Teil seiner Ackerflächen ohne chemische Unkrautbekämpfung und mit weniger Kunstdüngereinsatz zu ganz normalen Erträgen.

Gottfried



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G007 antwortet um 25-06-2017 16:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pflanzenschutzmittelverbot auf Greeningflächen
Vielleicht weil die Böden gesünder sind? ::)

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Cirsium antwortet um 25-06-2017 17:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pflanzenschutzmittelverbot auf Greeningflächen
gottfried willst du etwa sagen

wenn pferdebohen und erbsen wieder in den regionen mehr werden zu keinen ertragseinbrüchen kommt???

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Lendl00 antwortet um 25-06-2017 17:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pflanzenschutzmittelverbot auf Greeningflächen
@ Gottfried

Wer sagt, dass bei Bio-Körnerleguminosen der Ertrag um 10% höher ist als bei konventionellen (oder meinst du DB/ha)
Gibt's da irgendwo Versuche, oder hast du das auf deinem Betrieb festgestellt.

Mit Pferdebohnen habe ich keinen Ahnung
Bei Erbsen hatten wir Ende der 90er Jahre massive Probleme mit Läusen.
Bei uns sind die Erbsen innerhalb weniger Jahre wieder verschwunden
Bei Soja weiß man, dass die Unkrautbekämpfung dem Soja auch schadet, aber einen rel. Unkrautfreien Bestand bei Soja habe ich in meiner Gegend noch nicht gesehen.
Der DB/ha ist aber unbestritten bei Bio-Soja besser als bei Konventionellem.

Ich will auch keine Diskussion Bio/Konvi.

Mich stört ganz einfach, dass in den EU-Gremien Greenpeace und co. bestimmen wie die Agrarpolitik aussehen soll.

Und dass dadurch in Europa weniger Soja angebaut wird, aber mehr Glyphosat behandelter Gensoja aus Südamerika importiert wird, haben die noch nicht kapiert.

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179781 antwortet um 25-06-2017 17:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pflanzenschutzmittelverbot auf Greeningflächen
Die Zahl ist bei Statistik Austria irgendwo zu finden. Danach sind die Erträge bei konventionellen Körnerleguminosen bei 92 % von denen der biologischen. Ist auch logisch. Diese Pflanzen reagieren mit viel deutlicheren Schäden auf viele Pflanzenschutzmittel als etwa Getreide oder Mais.
Dass die Früchte ganz unproblematisch sind, habe ich auch nirgends behauptet. Nur das Getue, dass man ohne Spritzmittel nichts zusammenbringt, ist ganz einfach falsch. Mit dem entsprechenden Sachverstand und der richtigen Strategie bringt man auch so ausreichend unkrautfreie Bestände hin. Ob bio oder konventionell ist in dem Zusammenhang relativ wurscht. Warum das alle als Bedrohung empfinden, verstehe ich nicht. In Wirklichkeit wäre es doch interessant, es zumindest zu versuchen, einen Kostenfaktor wegzulassen, Schaden an der Kulturpflanze zu vermeiden und gleich auch noch eine Prämienvoraussetzung damit zu erfüllen.

Gottfried

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meki4 antwortet um 25-06-2017 18:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pflanzenschutzmittelverbot auf Greeningflächen
Hab ich das richtig verstanden, das jetzt die Bauern, die an "Greening" teilnehmen, die "gschnapsten" sind, und unter diesen geänderten Bedingungen besser an "UBB" teilnehmen hätten sollen?
Ist immer dasselbe, wennst als Bauer ein Kreuzl am MFA vergisst, dann hast großen finanziellen Schaden. - Aber umgekehrt, die dürfen was vermurxen, oder Bedingungen im nachinein ändern, ohne Konzequenzen.
Ich kann nur hoffen, das ich noch die 17 Jahre bis zur Pension irgenwie durchdrücken kann - und dann sollen sie beschließen was sie wollen.

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HBler antwortet um 25-06-2017 18:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pflanzenschutzmittelverbot auf Greeningflächen
Ich fordere stark die Wiedereinführung der Verfütterung von Tiermehl (Nebenprodukte der Lebensmittelerzeugung, also Blutmehle, Knochenmehle etc. von für den menschlichen Verzehrt Genusstauglichen Tieren)
Kreuzverschoben, also Huhn für Schweine und Schwein für Geflügel
In der Fischfütterung (Aquakultur) ist das seit BSE Rinderwahn bereits wieder möglich
Es wäre ein großer Beitrag zur zur Nachhaltigkeit

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G007 antwortet um 25-06-2017 18:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pflanzenschutzmittelverbot auf Greeningflächen
@meki4

Vorher kannst noch den SVB Rabatt genießen! :)

Für den Landwirte gibt es einfach keine Rechtssicherheit mehr, da werden Verträge einfach zu Ungunsten der Landwirte einseitig abgeändert!
Die AMA ist ja eine sozialpartnerschaftliche Einrichtung, aber von den unsrigen höre ich sehr wenig (Vertragsverletzung, Rechtssicherheit und Einhaltung der Verträge) einfordern.

Da komme ich wieder auf die alte Geschichte zurück, die Interessensvertretung der Bauern ist in vielen Dingen für die Katz. Sie vertritt höchstens ihre eigenen Interessen!

Aber Auer und Co haben leichtes Spiel, bei 10 Bauern gibt es 11 Meinungen und da wird halt ihr eigenes Süppchen (für die Interessen ihrer Sponsoren) gekocht.

https://de.wikipedia.org/wiki/Rechtssicherheit

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500 Vario antwortet um 25-06-2017 18:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pflanzenschutzmittelverbot auf Greeningflächen
Hallo Gottfried
Ich habe die vergangenen 2 Jahre AKB als Greeningmaßnahme gesät. Beide Jahre optisch tolle
Bestände, was mich auf sehr gute Erträge hoffen lies.
Doch plötzlich 4-6 Woche vor Ernte sind kreisrunde Fläche plötzlich gelb geworden. Diese Fläche weiteten sich schließlich aus und hatte zur Folge das in den Schoten der infizierten Pflanzen nur mehr Schrumpfkörner waren.
Ausgelöst wurde diese "Sch......" durch Lausbefall!!!!!!!!
Der Druck von Schokoladeflecken war im letzten Jahr nicht dramatisch, deshalb hab ich auch von einer Überfahrt abgesehen. Die Folgen waren ein Ertrag von 2800kg/ha!!!!!!!!
Zur Wirtschaftlichkeitsrechnung: Wenn ich da jetzt noch einen Mehrwert über die Veredelung beim Produktpreis, den Anteil der Grenningbeihilfe hinzurechne, so kann ich mir den DB gar nicht so schön rechnen, dass ich da noch Pachtentgelte zahlen kann!!!!!!!
Wie geht es den Bio´s mit den Läusen?
In meiner Nachbarschaft sät einer Senf in die AKB und behauptet damit die Läuse draussen zu halten? Gibt es da Ansätze?
@ Cirsium Ich stimme dir zu 100% zu, auf der einen Seite wollen die "Grünen Gutmenschen" und die NGO´s das kein GV-Eiweiß mehr importiert wird, auf der anderen Seite drehen sie und durch ihren öffentlichen/medialen Druck die Anwendung von Pflanzenschutzmittel ab.
Vor kurzem hatte ich eine Diskussion mit einem Unternehmer über die Anwendung von PFM in der Landwirtschaft- eigentlich war es erschreckend und wird sind auf keinen gemeinsamen Nenner gekommen. Ein paar Tage später kam er wider zu mir und fragte ob ich nicht eine Rückenspritze mit einem Insektizid geben könnte, da seine schönen Buchsbäume im Garten von Läusen und Motten befallen sind und und schon ganz gelb ist!!!!!!

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500 Vario antwortet um 25-06-2017 18:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pflanzenschutzmittelverbot auf Greeningflächen
Hab mich schon gewundert das bis zum Beitrag von G007 noch keiner über den Bauernbund gewettert hat. Aber jetzt ist es Gott sei Dank durch 007 soweit.

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ANDERSgesehn antwortet um 25-06-2017 19:13 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pflanzenschutzmittelverbot auf Greeningflächen
OT on.

@vario500
läuse bei Hülsenfrüchte ist primär ein
"Ernährungsproblem" !!! - so schlimm
es ist, Landwirte sind in den letzten Jahrzehnten
beim düngen auf N getrimmt worden, wenn es
gut geht auf N-P-K dünger (und ein biobauerngruppe
aufs nichts düngen, sind auch auf selben stufe. leider!)

neben n p k gibt es noch ein dutzend nährelemente!

läuse bringt man in griff wenn man im
boden zum einen die kationenaustauschkapazität
versucht auszugleichen (da ist es primär nicht wichtig
das es im ersten jahr im ideal ist, wobei das ideal
besser ist) und zum zweiten auf die familiengruppe
auch weitere Nährstoffe in der bodenernährung
(und in folge die pflanzenernährung) optimiert.

aber dazu jetzt genau sagen wieviel schwefel, bor, zink
Mangan und/oder Kupfer dem boden "FEHLT" ist hoffentlich
verständlich, dass ich das nicht sagen kann ohne
AUSFÜHRLICHE Bodenprobe!

zum Thema schoko-Krankheit.
das ist das selbe wie beim Weizen die Schwarzbeinigkeit.
dr. Waters hat dazu rausgefunden welcher spurenelementeMANGEL dafür ausschlagend ist und
durch die erforderliche menge die sichergestellt werden
muß im boden, um es auf "natürlichen" wege aus dem weg zu gehen. ich sage nur, es ist auch billiger wie das synthetische psm das dazu eingesetzt werden sollte.

zu deiner frage Senf dazumischen.
Ja klar. in der Natur gibt es "keine" reinsaat und das hat
einen grund. Mischkultur fördern sich gegenseitig.
die ackerbohne, als schmetterlingsblüter, hat
sympotische Vorteile (mit sichtlichen Mehrertrag, und
dazu kenne ich genügend Landwirte!) wenn sie einen
mischungspartner einer anderen familienart zur Aussaat
beimengen wurde (übrigens gilt für konvi und bio gleicher massen).

das ist eigentlich ein alter hut ...

OT off.



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Lendl00 antwortet um 25-06-2017 19:34 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pflanzenschutzmittelverbot auf Greeningflächen
https://www.ages.at/download/0/0/1732eec689dc9e9c1114ade14a1d2d58a635d417/fileadmin/AGES2015/Service/AGES-Akademie/2016-10-13_Foodsecurity.at/2016_10_13_Thomas_Resl_BIO_Mengenertr%C3%A4ge_FOODSECURITY_Fachtagung_final.pdf

unter diesem Link findet man die Erträge Bio zu Konventionell aus Österreich.

@ Gottfried du hast fast recht, es ist nur andersrum:
Bio hat 92% Ertrag vom Konventionellem Soja.
Das ist aber der österreichische Durchschnitt:
Im Trockengebiet ist der ERtrag rel. 108%
im gelegentlich Trocken- Gebiet rel. 75%
und aus dem Feuchtgebiet gibt's keine Auswertung

KLaus

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meki4 antwortet um 25-06-2017 20:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pflanzenschutzmittelverbot auf Greeningflächen
@ G007
Beim SVB-Rabatt haben die mich um € 1700,- beschissen. Ich wollte 2016 aus der Milchwirtschaft aussteigen, da kam die große Werbeaktion des BB - die Milchbauern sollen einen Quartalsbeitrag als Rabatt bekommen als Ausgleich für die Preismisere. Hatte mich darüber gefreut, hab statt aufhören vor der Getreideernte noch bis Jahresende weitergemacht, auf einmal im Nov. hätte nur mehr die Kleinstbetriebe mit geringem Einheitswert diesen Ausgleich bekommen. Da ist gerade unser BB-Ortsobmann plötzlich verstorben, mir hätten sie die Nachfolge zuschanzen wollen, da hab ich gleich alles hingeschmissen, weil ich so angfressen war, das ich ein halbes Jahr umsonst mit den Kühen abgemüht habe. Dann haben sie es irgendwie auf die 53% hingedreht - auch gut, aber es fehlt halt eine beträchtliche Summe auf die versprochene Hilfe.
Da kommt immer der schöne Satz "Es hätte ja noch schlimmer kommen können" - der vielbenutzte Spruch vom Bauernbund.


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G007 antwortet um 25-06-2017 20:02 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pflanzenschutzmittelverbot auf Greeningflächen
@vario500
"Hab mich schon gewundert das bis zum Beitrag von G007 noch keiner über den Bauernbund gewettert hat."
Willst die für so eine Vorgehensweise auch noch loben?!

Ob Bauernbund hin oder her ist egal, die werden eh nimmer ernst genommen, obwohl sie noch immer viel Schaden anrichten!

So eine Vorgehensweise könnte ich mir von der Arbeiterkammer oder sonst irgend wem vorstellen, aber nicht von eigenen vielgelobten Interessensvertretung.

Aber im Ernst, du schließt für dich einen rechtsgültigen Vertrag mit allen (finanziellen) Konsequenzen ab, weißt nicht was in den nächsten 7 Jahren auf dich zukommt und bist obendrauf noch mit Sanktionen bedroht, solltest du Dinge nicht einhalten, die du bei Vertragsabschluss gar nicht kanntest.

Anscheinend werden die Bauern für dumm gehalten und es gibt noch etliche Berufsgenossen die darüber klatschen.!

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yamahafzr antwortet um 26-06-2017 03:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pflanzenschutzmittelverbot auf Greeningflächen
G007 vielleicht sind die Freiheitlichen ab Herbst in der Regierung , dann können Sie für die nächste Periode nur das Beste rausholen. Ich freue mich schon wie gut es dann uns Landwirte gehen wird! Soviel ich weiß war die Elli Köstinger aber auch gegen das Pflanzenschutzmittelverbot ,vielleicht hört die EU auch nur nicht auf Österreich!

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G007 antwortet um 26-06-2017 06:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pflanzenschutzmittelverbot auf Greeningflächen
@yamahafzr

Mir geht die depperte Drohung, ja dann kommen halt die Freiheitlichen, die Grünen oder sonstwer an die Macht, dann werd ihr schon sehen was kommen wird!
Die Freiheitlichen kann ich in dieser Sache nicht kritisieren, weil die haben da nichts zum Sagen.

Mehr Mut yamahafzr und nicht immer einen Bauchfleck vor der Obrigkeit machen! Mit soviel Untertänigkeit haben Auer und Co ein leichtes Spiel.


Soweit sind wir schon, dass wir bei jeden Aufzeigen von Missständen mit solchen Drohungen konfrontiert werden. Viele Regelungen im INVECOS Programm sind ein Schwachsinn pur und haben überhaupt keinen Nutzen für die Umwelt, Bauern oder der Gesellschaft!!

Faktum ist, viele Regelungen sind eines Rechtsstaates nicht würdig, kein Landwirt kann nach x-belieben Verträge zum Nachteil anderer einfach abändern!

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yamahafzr antwortet um 26-06-2017 07:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pflanzenschutzmittelverbot auf Greeningflächen
G007 Das viele Gesetze und Vorschriften von der EU keinen Sinn haben, stimmt sicher. Werden ja von Politiker beschlossen die von der Landwirtschaft keine Ahnung haben. Aber wir werden es nicht ändern können , darum denke ich über solche Sachen gar nicht viel nach!!

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siegried.w(bw31) antwortet um 26-06-2017 21:22 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pflanzenschutzmittelverbot auf Greeningflächen

"Aber wir werden es nicht ändern können , darum denke ich über solche Sachen gar nicht viel nach!!"

Und auf diese Einstellung bist du auch noch stolz????

ein willfähriges Opfer, einer unfähigen Politik!

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yamahafzr antwortet um 26-06-2017 22:36 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Pflanzenschutzmittelverbot auf Greeningflächen
Stolz nicht , aber es ist eben so. Gescheiter ist es du denkst über Sachen nach die du wirklich verändern kannst! Vielleicht bin ich auch für das Ganze auch schon zu alt.




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