Zellzahlprobleme, Dippmittel

Antworten: 12
kiwi 10-03-2010 10:48 - E-Mail an User
Zellzahlprobleme, Dippmittel
bei uns läufts mit der eutergesundheit zurzeit nicht zufriedenstellend.
haben gemeinsam mit hofberater und tierarzt vom futter bis zum melken so ziemlich alles durchleuchtet.

der tierarzt schlägt unter anderem vor, mit dem dippen zu beginnen. wir habens bis jetzt nie probiert, nur zwischendessinfektion mirt essigsäure.
für eineige wochen soll es ein jodhältiges mittel sein, mind. 5000 ppm jod
er hat gute erfahrungen mit VELOCIT oder ISOSCHILD von ecolab (schreibt man die so?)

was sagen die praktiker dazu ?



stefanb antwortet um 10-03-2010 11:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Zellzahlprobleme, Dippmittel
Hallo !!

wir benutzen seid ca- 1 Jahnr IOSHIELD und ich nehm nix anderes mehr. Sicher passiert es manchmal, dass eine Kuh Euterentzündung hat, aber im großen und ganzen haben wir eine ZZ von 50 - 75,000. Das Ist für uns sehr gut.

LG TIna


kraftwerk81 antwortet um 10-03-2010 11:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Zellzahlprobleme, Dippmittel
Mit Dippen allein wirst keine Verbesserung spüren (is mehr dafür gut eine gutes Niveau zu halten). Wo liegt denn genau das Problem. Wieviel Zellzahl, welche/wieviele Kühe sind betroffen und mit welchen Erregern?




mfj antwortet um 10-03-2010 11:26 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Zellzahlprobleme, Dippmittel

@Kiwi – das sind Probleme die hat jeder Milchviehalter mal durchgemacht, und sie werden jeden irgendwann wieder mal besuchen.

Ich denke wenn du Tierarzt und Hofberater bei Dir hast, sind sicher auch Tatsachen zutage gekommen, die man verbessern kann.
Hygienische Haltung und Umgang stelle ich da ganz oben rauf.
Das fängt bei den Liegeboxen an, wandert über das Futter, bis zu den gewaschenen saubren Händen beim Melken...und hört in einer fundierten Trockenstelleranalyse auf.

Speziell zu der Sache „Zitzen-dippen“ habe ich meine eigene Meinung.
Ich mache es nicht mehr, und ich merke keine Verschlechterung. Voraussetzung ist allerdings das es sich um gesunde Euter handelt.
Gerade gedippte Zitzen binden sehr gerne Staub und damit Keime, Einstreu und alle Art von Ausscheidungen – bedingt durch ihre feuchte Benetzung. Also wenn Liegeboxen „keimbelastet“ sind, ist in meinen Augen das „dippen“ grad das verkehrte...
Gekalkte oder mit auch mit irgendeinem Wunderzeug (je nach Geldbeutel) versehene Liegeflächen wirken Wunder, dazu ein sofortiges Euter-Monitorring bei Krankheits- und Trockensteller Situationen, helfen auf jeden Fall mal zu einer Verbesserung.



Gress antwortet um 10-03-2010 11:29 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Zellzahlprobleme, Dippmittel
Hallo , verkauft "Er" die Produkte auch ?

Haben vor 3 jahren aufgehört mit Dippen, damals haben wir Zwischendesinfektion gemacht , Feuchttücher getränkt mit speziellem Desinfektionsmittel , Dippen nur mit den besten Dippmitteln um geschmeidige Zitzen zu haben .

Trotzdem war vor 3 Jahren alles wie verhext , Tiefboxen waren blitzsauber und gepflegt , Klauen wurden 3 mal im Jahr geschnitten , auf Schimmel im Futter wurde penibelst geachtet . Die Ausgaben und Verluste durch Tierarzt , bzw. Medikamente waren sehr hoch und z.T. das Tier auch noch zum schlachten geben müssen..

Man denkt man "kanns nimmer mehr" und allerlei schlaue Sprüche gibts von allen Seiten gratis dazu . Seit nunmehr 3 Jahren wird was den Stall angeht natürlich genau so drauf geachtet das das Futter passt , die Liegeboxen immer frisch eingestreut sind, die Kühe ausgewogen gefüttert werden ect...

Aber im Melkstand wird lediglich noch mit Trockenpapier gearbeitet , kein Dippen mehr , keine Zwischendesinfektion und im vergangenen Jahr (klopfklopf) keine Euterentzündung gehabt .

Was es genau war damals weiss ich nicht , die Pulsatoren waren alt und sie wurden durch neue mit Stimulation ersetzt , Was meiner Meinung nach halt "gefährlich" ist : wenn in solch Phasen wos mal nicht läuft erst mal Dinge wie Dippen und was weiss ich noch alles angefangen werden , traut man sich hinterher sie nicht wieder aufzuhören . Mit nem 0815 Dippmittel , da hat Dein Tierarzt schon recht brauchst garnicht erst anfangen , aber ein gutes kostet schnell 50 oder 100 ,- im Monat - je nach Herdengrösse . Und wenns mal wieder kippt wird auchs dippen nicht reichen , und in guten Zeiten brauchst es ned , tja was tun...... viel Glück im Stall wünsch.


cowkeeper antwortet um 10-03-2010 11:56 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Zellzahlprobleme, Dippmittel
Stimmt meiner Meinung nach, das dippen ist sicherlich nicht schlecht, löst aber keine Probleme. Selbst dippe ich, und trau mich eben auch fast nicht aufhören, weils echt gut läuft, aber es geht auch ins Geld (0,15ct. pro l Milch), das braucht man nicht schönreden.
Wichtiger ist sicher: erst feststellen wo die Probleme herkommen, diese beheben. Dann brauchts natürlich Zeit bis es besser wird. Natürlich gehts auch schnell, aber nur mit ein paar Abgängen und ein paar 1000€ TA-Kosten.

Für die Zukunft dürfen aber solche Probleme dann einfach nicht mehr aufkommen.

lg cowkeeper


Gewessler antwortet um 10-03-2010 20:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Zellzahlprobleme, Dippmittel
@kiwi: jeder der gepostst hat ,hat da recht. Das wichtigste meiner Erfahrung nach ist einmal beim Melken dabei zu sein und ich rate dem Landwirt, er muß das wirklich so machen wie er das immer macht - also nicht erst Buch Melken nachlesen und dann alles bemüht richtig machen. Das Hauptproblem ist, neben der Hygiene, Futter etc. daß oft mit Anlagen gemolken wird, die vor 10 Jahren angeschafft wurden, nun haben die Tiere aber total andere Zitzen als damals, auch der Melkstand bes. die side by side sind zu kurz und die Tiere stehen gewaltig beengt und verlassen den Melkstand fluchtartig oder umgekehrt drängen sich in den Melkstand, wenn nach dem Melkvorgang was schief läuft - kein Wasser, kein Futter.....
Meine Frage lautet immer, haben eure Berater auch die Zitzen vermessen und waren die mind. bei einer Melkzeit komplett anwesend, die Zitzen nach dem Melken angeschaut, die Melkzeugaufhängung - wo ist der lange Milchschlauch, bei der Rohrmelkanlage liegt der dann bei den ZZ Kühen immer am Boden und der Ausmelkgrad ist bei zwei Vierteln schlecht?
Was sagt der Laktocorder?Anrüsten, Blindmelken, Ausmelkgrad - Melkzeit über 6 min /Kuh....????
Dippmittel: Ioshield wenn notwendig und der Kanal total von Keratin "befereit " wurde beim Melken -ja (untersuche ich mit Ultraschall, wird ja der Kollege auch so gemacht haben), aber dann das Melken optimieren und schnell auf ein Mittel ohne Jod umsteigen, denn alle Des. -Mittel trocknen die Haut stark, daher schnell auf Glycerinhältige Mittel umsteigen, dann funktioniert auch die Bürste und man kann wirklich beim Einsatz extrem sparen. Aber da alles schreiben würde ein Buch füllen, am Besten einen Top Melkberater beiziehen. Bei therapieresistenten Mastididen, vorallem wenn die Mastitis von einem Viertel auf das andere übergreift auch an Mykoplasmen denken ( kann man nun ja mit PCR sicher nachweisen) und immer bei Zyt. positiv und keinen Erregern- Milchproben gefrieren und mit Chromogenagar auf Staph. aureus hin untersuchen, auch werden die Erreger nicht immer ausgeschieden also finden wir sie einfach nicht bei der bakt. zyt. US ............Da kann ich noch 28 Tage durchgehend drüber schreiben, oder eher doch 365 Tage? Ich bemühe mich im Rahmen des TGD mind einmal / Jahr bei meinen Betrieben beim Melken anwesend zu sein - da kann man wirklich helfen, das macht Sinn.


Franz


Gulla antwortet um 10-03-2010 21:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Zellzahlprobleme, Dippmittel
@ gewessler,
vor kurzen hat mir jemand erzählt daß man gegen Staph aureus impfen kann. stimmt das? hat die impfung auch einen sinn? soll 36€ kosten bei 3 teilimpfungen.
eine andere frage: sagt dir die salbe novaderma etwas?
hab sie gegen die bekämpfung von erdbeerkrankheit vor kurzen verwendet, das ergebnis war beeindruckend.

lg gulla


Gewessler antwortet um 12-03-2010 00:21 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Zellzahlprobleme, Dippmittel
@gulla: Novaderma kenn ich nicht und finde das auch nicht im Apothekenstamm - stimmt die Schreibweise?
Gegen Staph aureus und KNS gibt es seit etwa einem Jahr eine Impfung - wir machen da gerade bei einer Studie mit. Ich hoffe daß die Impfung hilft, genaues darüber sagen kann ich noch nicht. Die früheren Impfstoffe waren alle wirkungslos - na lass ma uns überraschen.
Witzig ist nur, daß jetzt gerade die Leute nach der Impfung fragen, die sich bei der BT Impfung so gegen das Impfen gesträubt haben, nur da hat man über die Wirkung genau Bescheid gewußt, da das in Israel und in Süd Afrika ja seit 20 Jahren gemacht wird.


Gulla antwortet um 12-03-2010 10:09 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Zellzahlprobleme, Dippmittel
@Gewessler
die salbe heißt Novaderma ist von WDT
für mich ist sie ein bisserl eine zu sehr wundersalbe, darum hab ich nachgefragt, aber es soll auch wunder geben.
sie funktioniert so, kühe auf den klauenstand, klaue säubern, paste rauf, verband rauf, nach ca einer woche, kühe wieder auf den klauenstand, verband runter, kuh in den stall, erdbeerkrankheit verschwunden.

lg
gulla


Gewessler antwortet um 12-03-2010 22:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Zellzahlprobleme, Dippmittel
@ich kenn die salbe nicht glaube aber, daß das eine Salbe ist mit Milchsäure , wirkt mehr gegen Limax, bei Mortellaro muß ich das einmal versuchen.


kiwi antwortet um 14-03-2010 09:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Zellzahlprobleme, Dippmittel
@all danke für die antworten

ich hatte so ein ähnliches zz problem vor etlich jahren schon mal ( damals staph. aureus, jetzt streptococcus dysgalactiae)

seit damals haben wir einiges im bereich kuhcomfort ( liegeboxen mit kalk-stroh mix, 4 bis 5 fressplätze und liegeboxen mehr als kühe im stall, seither ist´s ruhiger. auch betriebsfremde pers. haben den eindruck des den kühen taugt im stall.
nackenreigel etwas nach vor, annahme der liegeboxen gestiegen, Pflegeaufwand auch.)

die melkarbeit haben wir mit kathrin lincke durchleuchtet, einige Dinge wie z.b schlauchführung wurden verändert.
seither ists ganz gut gelaufen, kühe mit erh. zz wurden vorm trokenstellen bakt.untersucht bei bedarf behandelt und mit Orbenin trocken gestellt, hat bis jetzt gnaz gut funktioniert.

bei der aktuellen laktocorder-messung waren 5 kühe mit 5 bis 8 liter dmg dabei. ansonsten keine auffälligkeiten beim laktocorder.
2 von den 5 kühen mit der leichten melkbarkeit lassen auch die milch laufen und machen immer wieder mal probleme.

nach meinem gefühl ist der aus-melkgrad unserer 20 jahre alten melkanlage nicht zufriedenstellend. vakkuum, zitzengummi, neue melkzeuge usw.. haben wir versucht , leider wenig erflolg. in einen neuen melkstand wollen wir inder derzeitigen lage nicht investieren.

ein weiterer punkt der zu verbessern ist, ist die beschaffenheit der zitzen. sie schauen ausgetrocknet, rauh und schrumpelig aus.
um das zu ändern verwenden wr seit einigen tagen ioshield und den dazugehörigen reinigungsschaum. ist zwar zeitaufwändig aber die zitzen werden schon etwas glatter.

warum wird vom zu langen einsatzt von jodhältigen dipmittlel abgeraten ?

kiwi




jacky65 antwortet um 29-03-2010 18:30 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Zellzahlprobleme, Dippmittel
@Gulla
Was kostet bei Euch diese Salbe?


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