Streik der Ackerbauern?

Antworten: 30
Asterix250 10-10-2009 12:36 - E-Mail an User
Streik der Ackerbauern?
Hab mir gedacht alle streiken warum nicht wir.

Wir müssten freiwillig mindestens 10 % Brach legen von unserer Ackerfläche. Einfach weniger erzeugen. In der Fabrik wird auch auf kurz Arbeit gesetzt wenn der Verkauf zurückgeht.

mfg
Asterix

walterst antwortet um 10-10-2009 12:45 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Streik der Ackerbauern?
nehmt doch bitte einfach die bekannten milchbauernrezepte: Produktion erhöhen, neue absatzmärkte suchen und möglichst viel irgendwo einlagern. Dazu noch die arbeitskreis- und die Schuldnerberatung der kammer in anspruch nehmen. dann durchtauchen.

biolix antwortet um 10-10-2009 12:53 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Streik der Ackerbauern?
Mahlzeit Asterix !

warum nicht 20% weniger Handelsdünger einsetzen, die Fruchtfolge umstellen, auch Biobauern werden heuer vermehrt mehr Luzerne und Klee anbauen und somit Bodenaufbau und Marktentlastung machen...

lg biolix



Christoph38 antwortet um 10-10-2009 13:14 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Streik der Ackerbauern?
Ihr habts gut ihr Ackerbauern.
Nennt den Streik einfach Brache und alles paletti. Für Euch selber und auch für die Agrarvertretung, die euch nicht den "Streik-Stingefinger" zeigen muss.

Wie heisst eigentlich der Streik bei den Apfelbauern ?

biolix antwortet um 10-10-2009 13:19 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Streik der Ackerbauern?
"Faule" Äpfelbauern .. ;-)))


dorni antwortet um 10-10-2009 17:58 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Streik der Ackerbauern?
Feuerbrand

frank100 antwortet um 10-10-2009 18:23 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Streik der Ackerbauern?
Warum nicht gleich die Schweinebauern auch

monsato antwortet um 10-10-2009 18:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Streik der Ackerbauern?
hay

erste wortmeldung eines bauernvertreters bezüglich agrarpreise.

(sie haben lange geschlafen und trotzdem nichts gscheites eingefallen)

hute im kurier schreibt schultes er werde sich einsetzen für stundungen dieverser zahlungen wie versicherungen usw.

wir haben wirklich die tollsten bauervertreter echt.
nichts besseres fällt im nicht ein??????????????

sollte ein gewerkschafter derart naife vorschläge machen der würde des landes vertrieben von seinen wählern und gefolge.



tree_01 antwortet um 10-10-2009 18:37 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Streik der Ackerbauern?
ackerbauern haben den großen vorteil, dass grund nicht nur weder vermehrbar ist, sondern in ö zumindest jeden tag 12ha wegfallen, wenn man die abbauflächen dazurechnet, sogar 20ha.

weltweit glaube ich, sind wir uns einig dass ebenfalls mehr gebaut als geschliffen und rekultiviert wird, und auch bei bester züchtung gibt es einen begrenzenden faktor: sonneneinstrahlung.

diese kann man zwar in form von chemie zuführen - handelsdünger - zu dessen produktion gehen unmengen an erdöl - sonnenenergie gebunden - mit entsprechenden verlusten einher.
also ist die situation am agrarmarkt zwar gesteuert, jedoch nicht hoffnungslos.

um die inflation in bezug auf niedrige einkommen im griff zu haben - warenkorb- ist es nämlich wichtig den erzeugerpreis unten zu halten und lieber die produktion einerseits zu steuern - oder zu erpressen - mit flächenprämien, dies geht unproblematisch und ist überschaubar, da die fläche nicht vermehrt werden kann.

bei kühen sieht das wieder gaaannz anders aus, diese könnten vermehrt werden, somit sind zahlungen und entwicklungen schwerst berechenbar.
ausserdem ist schlecht steuerbar, wohin die kohle verschwindet, bei grundbesitz zumindest ist sie zum größten teil an dieses land und zumindest an dieses steuersystem gebunden.

tree_01 antwortet um 10-10-2009 18:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Streik der Ackerbauern?
das system lebt nämlich davon, dass alles in zahlen ausgedrückt wird, und diese sich dann verändern.

Christoph38 antwortet um 10-10-2009 19:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Streik der Ackerbauern?
@ monsanto
Steht im Kurier auch ob angedacht ist den Bauernbundbeitrag zu stunden ?

monsato antwortet um 10-10-2009 22:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Streik der Ackerbauern?
hay

der bauernbundbeitrag sicher nicht .
nur die anderen sollen stunden .
weil dies ja soviel an einkommen bringt wahnsinns idee
mir graut.
aber bei de nächsten wahl werdn sie uns ja wieder sagen was alles sie für uns getan haben.
hauptsach ihr gehalt läuft weite gut.

Hirschfarm antwortet um 11-10-2009 09:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Streik der Ackerbauern?
Cool bleiben nicht streiken.
Einfach nur:
-Umsatzsteueroption machen
-Option zur sozialversicherung
-Alle unnötigen Versicherungen abmelden
-Mit der Bank über die Höhe der Kreditzinsen verhandeln
-Keine neuen Maschinen kaufen
-Nix bauen
-Weniger Handelsdünger verwenden
-Weniger (billigeren) Pflanzenschutz anwenden
-Nur Nachbausaatgut verwenden
-Minimalbodenbearbeitung machen
-Schlechtere Felder wieder brach liegen lassen
Und wenns dann noch immer nicht geht Betrieb verpachten oder verkaufen und so machen wie die anderen.

Asterix250 antwortet um 11-10-2009 09:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Streik der Ackerbauern?
Hallo Hirschfarm!

Du sagst es schon richtig.
und das meinte ich auch jeder hat ein schlechtes Feld und den braucht man ja nicht anbauen und es stehen so viele Tafeln herum Rapso, Kaisergetreide, Bio-Tafeln.
Da könnte dann auch eine Tafeln stehen wenn der Preis wieder passt wird wieder angebaut!

mfg
Steiner


eiskalt antwortet um 11-10-2009 11:10 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Streik der Ackerbauern?
Hallo
Eure ideen sind richtig,aber auch großbetriebe habens nicht leichter. Ich war vor ca. 10 Jahren durch einen Lohndrescher viel im Burgenland (Seewinkel) mähdreschen. War damals echt super : Große Felder(10 bis 70 ha),große mähdrescher, hohe schlagkraft,guter wein und heurige, usw.. ,wir waren bei einem Hof mit ca. 1100 ha (WG,WW,KM,ZR), der Hof hatte damals 4 bis 5 fixe Traktorfahrer und einen Verwalter . Heuer war ich mit meiner Familie paar tage in lutzmannsburg und bin beim heimfahren über ungarn und dann in seewinkel gefahren, und hab den hof besucht. ich hab den Gutsherrn getroffen und haben geplaudert : Er hat umgetellt auf ca. 300 ha Gemüse (Kartoffel,Zwiebel,süssmais) macht viel mit saison Ak und hat nur mehr 1 fixen Traktorfahrer und er und sein sohn fahren wieder selber. Ich fuhr die Hofanlage ein wenig ab und merkte gebaut wurde gar nichts, also Großbauern gehts auch nicht besser .

Stonebear antwortet um 11-10-2009 12:03 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Streik der Ackerbauern?
Hallo

Also wenn ich die Gschichtn von abnehmender Ackerfläche durch Verbauung und Klimawandel und so weiter lese, kann ich nur noch lachen oder weinen.

Im Osten liegen soviele Flächen brach, die bräuchten keinen einzigen Bauern in ganz Westeuropa.

Die Ukraine könnte alleine ganz Europa mit Getreide versorgen.

Das einzige Problem warum sie es nicht machen ist die fehlende Infrastruktur,
keine Möglichkeit das Getreide zu verladen bzw. zu lange Transportwege.
Die würden sich freuen über unsere Lagerhäuser.

Der einzige Grund warum wir in Mitteleuropa Landwirtschaft betreiben dürfen sind die Unabhängigkeit von anderen Staaten und weil wir ein Wirtschaftsfaktor im ländlichen Raum sind und nebenbei noch die Landschaft pflegen

mfg

tree_01 antwortet um 11-10-2009 12:17 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Streik der Ackerbauern?
ja warum machen sie diese infrasstruktur nicht?
weil sie zu teuer ist in bezug auf den erlös?
sind denn die agrarpreise zu niedrig um straßen zu bauen?
halten denn diese "metertiefen schwarzerdeböden - sic" keiner straße stand?

die kochen auch nur mit wasser, und die suppe ist zu dünn, wird sie dicker, gehts bei uns auch wieder.

MF7600 antwortet um 11-10-2009 12:24 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Streik der Ackerbauern?
genau so ist es!!!

Tyrolens antwortet um 11-10-2009 12:35 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Streik der Ackerbauern?
Na ja, Osteuropa ist halt sowas wie der wilde Westen, damals.

Es ist aber gewiss nicht so, dass dort nix läuft. Wenn sich die Ostösterreicher fragen, warum heuer der Mais so billig ist, sollen sie mal in den Osten fahren. Wenn sich die Tierhalter fragen, wo der GVO-freie Soja herkommt, sollen sie mal in die Ukraine fahren.
Wenn ihr mal ein paar Adelige sehen wollt, dann müsst ihr mal ins rumänische Donaudelta fahren, wo die die Monarchie wieder ausgerufen haben. 20.000 ha und Exklusivverträge mit Lybien...

u99 antwortet um 11-10-2009 12:42 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Streik der Ackerbauern?
@Hirschfarm; genau so ists, cool bleiben und wenns nicht mehr geht, verpachten oder sonst eine Idee haben, was man sonst noch auf seinem Land tun könnte. Was man aber nie tun sollte, ist, auf die Politik zu warten, denn diese hat ausser irgendwelchen Versprechungen, nichts zu bieten, leider. Das war in der Vergangenheit so und auch in der Zukunft wirds sicher nicht anders.
mfg.

Hirschfarm antwortet um 11-10-2009 12:59 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Streik der Ackerbauern?
@georg
Wenn du dich auf die Lebensmittelversorgung aus Osteuropa verlässt verhungerst du ca. jedes 5. Jahr.(Kontinentales Klima mit Extremfrösten und Trockenheit und dazu Exportsperren ). Außerdem ist der Transport zu uns auch nicht zu vernachlässigen.
@Tyrolens
Die niedrigen Maispreise(Getreidepreise) in Österreich werden von der aufkaufenden Hand künstlich herbeigeredet um Ihre Lager billigst aufzufüllen. Leider haben die meisten Erzeuger in Osteuropa aufgrund hoher Verbindlichkeiten keine andere Möglichkeit als sofort zu verkaufen (egal um welchen Preis) um an Geld zu kommen, damit sie Ihre 15%Zinsen an unsere Banken bezahlen können.
Die Erträge sind heuer in weiten Teilen Osteuropas bestenfalls durchschnittlich.

Stonebear antwortet um 11-10-2009 15:57 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Streik der Ackerbauern?
@ Hirschfarm

Das ist ja super bei uns ist die Ernte jedes 3.Jahr durch Auswinterung oder Nässe bei der Ernte ausgefallen.


50plus antwortet um 11-10-2009 17:01 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Streik der Ackerbauern?
Super - Milchpreise im Keller, Getreidepreise zum Weinen, Schweinepreise im Sinken - was wird eigentlich noch gebraucht?
Wie kann das sein, wo es doch im Frühjahr 2008 eine Getreideknappheit gab??????
Wo liegt der Hund begraben? Ich glaub, wir werden von einer Handvoll Leute manipuliert - und zwar heftigst.

lg
50plus

biolix antwortet um 11-10-2009 18:04 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Streik der Ackerbauern?
50 plus und Hirschfarm: da könntet ihr schon recht haben... nciht umsonst hat ein hoher Agrarvertreter bei der Knappheit gemeint: "Eigentlich haben wir uns schon 5 Jahre vorgaukeln lassen das noch zu viel da war, obwohl alles weniger und weniger wurde..."

Ja das ist das System und der sogenannte "Freie Markt", mit "Spielern" die sich ncith auf gleicher Augenhöhe befinden...

lg biolix

edde antwortet um 11-10-2009 20:12 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Streik der Ackerbauern?
weltweit werden , je nach definition etwa 10 bis 15 % der landwirtschaftlich genutzten flächen intensiv , also mit nennenswertem einsatz von kunstdünger und spritzmitteln genutzt. alles andere ist extensiv bewirtschaftete fläche, ein erheblicher teil als selbstversorgerbetrieb in ländern mit allgemein niedrigem lebensstandard.
interessant ist auch die tatsache, dass der weitaus grösste teil der erzeugten agrarprodukte nach unserer definition eigentlich bioprodukte sind.

meiner meinung nach ist das in aussichtstellen einer goldenen agrarzukunft durch wachsende bevölkerungsanzahl eine billige durchhalteparole , die sich ohnedies gerade ad absurdum führt.

eine dazu passende grundsatzregel aus der vokswirtschaftslehre möcht ich noch anführen:

im rohstoffbereich gibt es keinen wirklichen grund, dass ein produkt wesentlich mehr kosten wird als die produktionskosten, ausser die bekannte spekulation. spekulation hat aber auch den pferdefuss, dass sie immer nach einem hoch -nach dem anhäufen der lager -in ein tief führt, zwangsläufig.
was für die landwirtschaft in hochkostenländer bleibt ist die tatsache, dass der kostennachteil in einem globalen markt nur marginal an die verbraucher weitergegeben werden kann und somit die landwirtschaft bei uns tendenziell uninteressanter wird.

mfg

Halodri antwortet um 11-10-2009 20:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Streik der Ackerbauern?
@ edde
Mit deiner Zukunftsperspektive für die LW liegst du goldrichtig.
Solange kräftig investiert und die Produktion gesteigert wird, kann sich an der Situation nicht ändern.

50plus antwortet um 11-10-2009 20:41 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Streik der Ackerbauern?
@edde + Halodri

No,des san jo Aussichten.

lg
50plus

edde antwortet um 11-10-2009 20:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Streik der Ackerbauern?
@halodri

es ist fast egal, ob die produktion gesteigert wird bei uns oder nicht.
produziert wirds irgendwo, und zwar langfristig dort, wo die kosten niedriger sind.

das kannst so vergleichen: bei uns werden fast keine schuhe mehr produziert, und dennoch sind sie real so billig wie nie.dasselbe mit spielzeug,kleider,bearbeitete steine, elektrogeräte,auch etliche rohstoffe werden bei uns nimmer abgebaut weil unwirtschaftlich.
es ist ein wettkampf um die niedrigsten kosten.

mfg

50plus antwortet um 11-10-2009 20:55 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Streik der Ackerbauern?
@edde
Man soll aber die Tatsache nicht außer acht lassen, dass Schuhe.....und sonstige Rohstoffe nicht zu den absolut lebensnotwendigen Produkten gehören, die wir täglich brauchen.
Ebenso die Lagerfähigkeit dieser Produkte.
Nicht alle Leute wollen tiefgefrorenes Fleisch von Neuseeland....
Und wie weit wir uns bei Nahrungsmittel vom Ausland abhängig machen - wär nämlich schon recht kurzsichtig.....Hauptsache billig???

lg
50plus

Hirschfarm antwortet um 11-10-2009 21:28 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
Streik der Ackerbauern?
@edde
Landwirtschaft hats bei uns immer gegeben und wirds auch immer geben. Global gesehen sind bei uns in Europa die Produktionsbedingungen gar nicht so schlecht(ausnahme extremes Berggebiet). Die Konkurrenzfähigkeit gegenüber anderen Ländern ist jedenfalls gegeben (Ausnahme Brasilien :die können aufgrund der Ausbeutung der eigenen Bevölkerung und des eigenen Bodens billig produzieren und exportieren.) Die Frage ist vielmehr :Wieviele junge Leute wollen überhaupt noch Landwirt werden?

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