Schlachtungen im Juli 2026: Rinder leicht im Plus, Schweine im Minus
21. September 2026
Die aktuelle Veröffentlichung von Statistik Austria fasst die Schlachtungen in Österreich für Juli 2026 zusammen. Erfasst werden untersuchte und taugliche Schlachtungen sowie nicht untersuchte Schlachtungen und, wo verfügbar, die Schlachtgewichte. Auffällig sind ein leichtes Plus bei Rindern und ein Rückgang bei Schweinen gegenüber Juli 2025.
Bei den tauglichen Schlachtungen lagen Rinder bei 48 092 Stück, ein Anstieg von 1,2 %. Schweine erreichten 390 704 Stück und verzeichneten damit ein Minus von 1,9 %. Schafe kamen auf 10 004 Stück, was einem Rückgang von 8,2 % entspricht, während Ziegen mit 1 004 Stück um 10,1 % über dem Vorjahreswert lagen. Für den gesamten Bereich „zum menschlichen Verzehr geeignet“ meldet die Statistik 391 957 Schweine, 48 092 Rinder, 20 437 Schafe und 5 081 Ziegen. Hühner wurden mit 9 493 191 Stück und einem Schlachtgewicht von 14 136 388 Kilogramm ausgewiesen.
Rinder: Strukturen und Gewichte
Bei den tauglichen Rinderschlachtungen nach Altersklassen ergaben sich im Juli 2026 folgende Veränderungen gegenüber Juli 2025: Stiere 16 424 Stück (−11,1 %), Ochsen 2 964 Stück (+17,9 %), Kalbinnen 8 620 Stück (+2,4 %) und Kühe 16 630 Stück (+15,6 %). Insgesamt wurden bei den Rindern ab 1 Jahr 44 638 Stück geschlachtet (+1,9 %). Zusätzlich wurden 2 442 Kälber (−5,4 %) und 1 012 Jungrinder (−12,5 %) als tauglich erfasst.
Die Länder mit den höchsten tauglichen Rinderschlachtungen waren Oberösterreich mit 16 786 Stück, Niederösterreich mit 12 447 Stück, die Steiermark mit 7 963 Stück und Salzburg mit 6 999 Stück. Kärnten meldete 2 392 Stück, Tirol 833, Vorarlberg 579, das Burgenland 73 und Wien 20.
Beim Schlachtgewicht (kalt) wurden für die Kategorie „Rinder insgesamt“ 16 613 294 Kilogramm ausgewiesen. Innerhalb der Rinder entfielen 6 673 881 Kilogramm auf Stiere, 1 109 262 Kilogramm auf Ochsen, 2 807 557 Kilogramm auf Kalbinnen und 5 493 931 Kilogramm auf Kühe. Kälber erreichten 282 873 Kilogramm, Jungrinder 245 791 Kilogramm.
Schweine: Rückgang gegenüber Vorjahr
Die tauglichen Schweineschlachtungen summierten sich im Juli 2026 auf 390 704 Stück (−1,9 %). Nach Bundesländern stachen die Steiermark mit 169 206 Stück und Oberösterreich mit 143 891 Stück hervor. Niederösterreich meldete 61 712 Stück, Kärnten 8 471, Tirol 1 989, Salzburg 1 866, Vorarlberg 620, das Burgenland 2 764 und Wien 185.
Unter Berücksichtigung der nicht untersuchten Schlachtungen (1 253 Schweine) weist die Statistik für „zum menschlichen Verzehr geeignet“ 391 957 Schweine aus. Das dazugehörige Schlachtgewicht beträgt 38 224 150 Kilogramm.
Schafe und Ziegen: Gegenläufige Tendenzen
Bei den tauglichen Schafen wurden 10 004 Stück verzeichnet (−8,2 %). Davon entfielen 9 056 auf Lämmer (−10,0 %) und 948 auf Sonstige Schafe (+14,1 %). Taugliche Ziegenschlachtungen beliefen sich auf 1 004 Stück (+10,1 %). Nach Bundesländern lagen Niederösterreich mit 3 811 Schafen und Oberösterreich mit 2 655 Schafen vorne. Tirol verzeichnete 805 Schafe, Salzburg 624, Vorarlberg 468, Kärnten 527, die Steiermark 1 045, das Burgenland 65 und Wien 4. Bei Ziegen wurden in Oberösterreich 269 Stück, in Tirol 259, in Niederösterreich 256, in Kärnten 34, in Vorarlberg 87, in Salzburg 74, in der Steiermark 24 und im Burgenland 1 Stück ausgewiesen.
Die nicht untersuchten Schlachtungen addierten sich auf 10 433 Schafe, 8 769 Lämmer, 1 664 Sonstige Schafe und 4 077 Ziegen. In Summe der zum menschlichen Verzehr geeigneten Schlachtungen ergibt das 20 437 Schafe und 5 081 Ziegen. Beim Schlachtgewicht wurden 412 426 Kilogramm für Schafe (davon 330 796 Kilogramm Lämmer und 81 630 Kilogramm Sonstige Schafe) sowie 51 599 Kilogramm für Ziegen gemeldet.
Geflügel
Für Hühner weist die Statistik 9 493 191 Schlachtungen mit einem Schlachtgewicht von 14 136 388 Kilogramm aus. Ergebnisse zu weiteren Geflügelkategorien sowie zu Bundesländern werden aus Datenschutzgründen nicht veröffentlicht.
Preisentwicklung im Vergleich
| Kategorie | Juli 2026 in Stück | Veränd. zu Juli 2025 in % |
|---|---|---|
| Rinder gesamt | 48 092 | 1,2 |
| Schweine | 390 704 | -1,9 |
| Einhufer | 15 | 87,5 |
| Schafe gesamt | 10 004 | -8,2 |
| Ziegen | 1 004 | 10,1 |
| Lämmer | 9 056 | -10,0 |
| Sonstige Schafe | 948 | 14,1 |
| Kategorie | Juli 2026 | Juli 2025 | Veränd. in % |
|---|---|---|---|
| Rinder ≥1 Jahr | 44 638 | 43 790 | 1,9 |
| Stiere | 16 424 | 18 472 | -11,1 |
| Ochsen | 2 964 | 2 515 | 17,9 |
| Kalbinnen | 8 620 | 8 415 | 2,4 |
| Kühe | 16 630 | 14 388 | 15,6 |
| Kälber | 2 442 | 2 582 | -5,4 |
| Jungrinder | 1 012 | 1 157 | -12,5 |
| Schweine | 390 704 | 398 126 | -1,9 |
| Schafe gesamt | 10 004 | 10 898 | -8,2 |
| Ziegen | 1 004 | 912 | 10,1 |
Datengrundlage und Einordnung
Die Statistik beruht auf Meldungen des Verbrauchergesundheitsinformationssystems (VIS), der Veterinärverwaltung Kärnten (untersuchte und taugliche Schlachtungen) sowie der Österreichischen Fleischkontrolle (Schlachtgewichte von Rindern und Schweinen). Nicht untersuchte Schlachtungen von Schweinen stammen aus Ergebnissen der alljährlichen „Allgemeinen Viehzählung“. Werte zu Schafen und Ziegen (inklusive Schlachtgewichte) beruhen auf jährlichen Modellrechnungen in Zusammenarbeit mit der Österreichischen Schaf- und Ziegenbörse. Ergebnisse zu Schlachtgewichten von Einhufern basieren auf seit 2004 fixierten Durchschnittsgewichten. Beim Geflügel erfolgt eine monatliche Befragung aller Schlachthöfe mit mindestens 5 000 Schlachtungen im Kalenderjahr. Rechtsgrundlagen sind die Verordnung (EU) 2022/2379, die Durchführungsverordnung (EU) 2023/2745 und BGBl. II Nr. 420/2024.
- Erhoben werden Anzahl der Schlachtungen (untersucht/tauglich; nicht untersucht) und Schlachtgewichte im Inland geschlachteter Nutztiere.
- Die Summe der zum menschlichen Verzehr geeigneten Schlachtungen bei Schweinen, Schafen und Ziegen setzt sich aus tauglichen und nicht untersuchten Schlachtungen zusammen.
Fazit
Im Juli 2026 zeigte sich ein stabiles Rinderaufkommen mit Zuwächsen bei Kühen und Ochsen, während die Stiere rückläufig waren. Schweine lagen unter dem Vorjahresniveau. Bei Schafen war das Minus vor allem durch weniger Lämmer geprägt, Ziegen legten zu. Das hohe Aufkommen an Hühnern blieb ein zentraler Faktor der Gesamtschlachtungen.
Quelle: Statistik Austria, Schlachtungen im Juli 2026 (SB 1.6), bearbeitet. Originalartikel abrufbar unter: Statistik Austria. (c) Statistik Austria

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