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Norische Pferde und Fohlen in allen Farbvarianten aus dem Alpenraum

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Noriker auf Landwirt.com: das alte österreichische Kaltblut aus dem Alpenraum

Der Noriker ist eines der ältesten Kaltblutpferde Europas und seit über 2.000 Jahren im ostalpinen Raum heimisch. Sein Name leitet sich von der keltisch-römischen Provinz Noricum ab, die weite Teile des heutigen Österreichs umfasste. Die Rasse wird seit dem 16. Jahrhundert planmäßig gezüchtet und ist heute in Österreich das bedeutendste Kaltblut überhaupt. Die Arbeitsgemeinschaft der österreichischen Pferdezuchtverbände und die einzelnen Landesverbände betreuen die Zucht, die Stammdaten werden über das Noriker-Zuchtbuch geführt.

Das Stockmaß liegt zwischen 158 und 168 cm, das Gewicht bei 600 bis 800 kg. Typisch sind ein kräftiger Körperbau, gut bemuskelter Rücken, markantes Langhaar und kräftige, korrekte Gliedmaßen. Beim Noriker werden fünf klassische Hengstlinien unterschieden: Vulkan, Nero, Diamant, Schaunitz und Elmar. Die Rasse ist besonders für ihre Farbvielfalt bekannt: neben Rappen, Braunen, Füchsen und Schimmel gibt es charakteristische Mohrenköpfe, Tiger- und Blauschecken – eine genetische Vielfalt, wie sie bei kaum einer anderen Kaltblutrasse zu finden ist.

Ergänzende Rassen finden Sie unter Haflinger und Österreichisches Warmblut, weitere Pferde in der Hauptübersicht Verkaufspferde.

Verwendung und Qualitätsmerkmale beim Noriker-Kauf

Der Noriker wird traditionell als Arbeitspferd in der Land- und Forstwirtschaft eingesetzt, insbesondere beim Holzrücken im Gebirge, wo seine Trittsicherheit und Kraft unersetzlich sind. Heute wird er zunehmend auch als Freizeit-, Fahr- und Showpferd genutzt, für Kutschfahrten, im Zugsport und bei Traditionsveranstaltungen. Trotz seiner Größe gilt der Noriker als sehr umgänglich, geduldig und nervenstark, was ihn auch für Anfänger und Fahrer ohne Turniererfahrung interessant macht.

Beim Kauf eines Norikers sind die tierärztliche Ankaufsuntersuchung, die Prüfung der Hufqualität (Kaltblüter sind anfällig für Mauke und Strahlfäule, wenn die Hufpflege vernachlässigt wird) und die Beurteilung der Gliedmaßen entscheidend. Für Zuchtstuten und Hengste gelten die Prüfungsordnungen der Zuchtverbände (Körung, Stutenleistungsprüfung, Nachkommenbewertung). Achten Sie auf vollständige Papiere: Abstammungsnachweis, EU-Equidenpass mit Transponder, aktuelle Impf- und Wurmkurdokumentation.

Qualitätsmerkmale sind ein harmonischer Körperbau mit breiter Brust, gut bemuskelter Kruppe, korrektes Fundament mit trockenen Gelenken, rassetypisches Langhaar (kräftiger Behang nur an Fesseln, kein übertriebener Wildfang wie beim Shire Horse) und ein ruhiger, arbeitswilliger Charakter. Gute Bewegungsqualität im Schritt und Trab ist auch beim Kaltblut ein wichtiges Kriterium, besonders für den Einsatz im Fahrsport und in der Land- und Forstarbeit.

Was kostet ein Noriker?

Noriker-Preise variieren stark nach Alter, Ausbildung, Farbe und Zuchtqualität. Fohlen kosten zwischen 800 und 2.500 Euro, wobei seltene Farben (Tiger-, Blauschecken, Mohrenkopf) deutliche Aufschläge erzielen. Junge Arbeitspferde (3 bis 5 Jahre, eingefahren) liegen zwischen 3.000 und 6.000 Euro, ausgebildete Fahrpferde und Arbeitspferde bei 4.000 bis 8.000 Euro. Gekörte Hengste und prämierte Zuchtstuten erzielen mehrere zehntausend Euro. Aktuelle Einzelpreise sehen Sie in den Inseraten auf Landwirt.com.

Welche Farben hat ein Noriker?

Der Noriker ist für seine einzigartige Farbvielfalt bekannt. Die klassischen Grundfarben sind Rappe, Brauner, Fuchs und Schimmel. Darüber hinaus gibt es rassetypische Sonderfarben: Mohrenköpfe (weißer Körper mit dunklem Kopf), Tigerschecken (Leopardenscheckung mit dunklen Punkten auf hellem Grund, genetisch verwandt mit dem Appaloosa-Muster) und Blauschecken (schwarz-weiß gescheckte Tiere). Die Vielfalt stammt aus der jahrhundertelangen isolierten Zucht im Alpenraum, in der Farbgenetik erhalten geblieben ist, die in anderen Kaltblutrassen längst verloren gegangen sind. Der Biodiversitätswert der Rasse ist daher hoch.

Was ist der Unterschied zwischen Noriker und Haflinger?

Haflinger (138 bis 150 cm, 400 bis 550 kg) sind mittelgroße Gebirgspferde mit einheitlichem Fuchs-Farbschlag und heller Mähne, typisch als Freizeit-, Kutsch- und Therapiepferd. Noriker (158 bis 168 cm, 600 bis 800 kg) sind deutlich schwerere Kaltblüter in großer Farbvielfalt, traditionell Arbeitspferde der Land- und Forstwirtschaft, heute auch als Fahr- und Freizeitpferd beliebt. Beide Rassen stammen aus dem österreichischen Alpenraum und gelten als nervenstark, trittsicher und umgänglich, eignen sich aber für unterschiedliche Einsätze: der Haflinger eher für den klassischen Reiter, der Noriker für Fahrsport, Arbeitseinsatz und schwereres Gewicht.

Kann man einen Noriker reiten?

Ja. Der Noriker wird zunehmend auch als Reitpferd eingesetzt, obwohl er traditionell als Fahr- und Arbeitspferd gezogen wurde. Durch sein ruhiges Temperament, die gute Trittsicherheit und die Belastbarkeit eignet er sich besonders für schwere Reiter, Gelände- und Wanderreiten sowie als Westernpferd für Trail und Working Equitation. Sein raumgreifender Schritt und der taktreine Trab machen auch leichte Dressurarbeit möglich. Für den Leistungssport in Dressur und Springen wird er selten eingesetzt, im Bereich Showklasse und Zugsport ist er jedoch Spitzenreiter.