Der Noriker wird traditionell als Arbeitspferd in der Land- und Forstwirtschaft eingesetzt, insbesondere beim Holzrücken im Gebirge, wo seine Trittsicherheit und Kraft unersetzlich sind. Heute wird er zunehmend auch als Freizeit-, Fahr- und Showpferd genutzt, für Kutschfahrten, im Zugsport und bei Traditionsveranstaltungen. Trotz seiner Größe gilt der Noriker als sehr umgänglich, geduldig und nervenstark, was ihn auch für Anfänger und Fahrer ohne Turniererfahrung interessant macht.
Beim Kauf eines Norikers sind die tierärztliche Ankaufsuntersuchung, die Prüfung der Hufqualität (Kaltblüter sind anfällig für Mauke und Strahlfäule, wenn die Hufpflege vernachlässigt wird) und die Beurteilung der Gliedmaßen entscheidend. Für Zuchtstuten und Hengste gelten die Prüfungsordnungen der Zuchtverbände (Körung, Stutenleistungsprüfung, Nachkommenbewertung). Achten Sie auf vollständige Papiere: Abstammungsnachweis, EU-Equidenpass mit Transponder, aktuelle Impf- und Wurmkurdokumentation.
Qualitätsmerkmale sind ein harmonischer Körperbau mit breiter Brust, gut bemuskelter Kruppe, korrektes Fundament mit trockenen Gelenken, rassetypisches Langhaar (kräftiger Behang nur an Fesseln, kein übertriebener Wildfang wie beim Shire Horse) und ein ruhiger, arbeitswilliger Charakter. Gute Bewegungsqualität im Schritt und Trab ist auch beim Kaltblut ein wichtiges Kriterium, besonders für den Einsatz im Fahrsport und in der Land- und Forstarbeit.