Bodenfruchtbarkeit

19. März 2006, 22:23 biolix

Bodenfruchtbarkeit

Grad von einem lieben Freund rein gekommen und da wir nächste woche wieder einen Pfluglos- Mischkultur- Permakulturstammtisch haben passt das grad..wer mal dabei sein möchte mail mir.. lg biolix biolix@utanet.at Hallo, meine lieben FreundeInnen der schonenden Bodenpflege. Leider hab ich in den letzten Monaten nicht so viel Zeit gefunden, wie ich es mir vorgenommen habe, um euch ausführlich über das letzte Jahr zu Informieren. Bei den Seminaren mit Friedrich Wenz und bei meinem Erfahrungsbericht waren insgesamt 168 Teilnehmer. Bevor es am Feld wieder los geht möchte ich euch noch einige Informationen zusenden. Vorerst ein paar Gedanken zur Bodenfruchtbarkeit. Ich gehe davon aus, das alles Leben auf der Erde seine "Wurzeln" im Boden findet. Denn ohne Erde, keine Pflanzen, keine Tiere und keine Menschen. Ich bin auch der Meinung, dass ein lebendiger, fruchtbarer Boden, viel mehr Lebendigkeit in die Menschen bringt. Wie aber soll der Boden lebendige Bodentiere beherbergen wenn er umgedreht, gepflügt wird? So einen Vorgang gibt es in der Natur nicht. Im Buch die Wurzeln der gesunden Welt 2 lesen wir "Der für die Winterruhe aufgepflügte Ackerboden wird erbarmungslos den Unbilden der winterlichen Witterung ausgesetzt und ist im Frühjahr völlig erschöpft." Den in der Natur gibt es permanenten Bodenschutz durch Pflanzen und Wurzeln. Es ist schon richtig, dass ein gepflügtes Feld manchmal, auf den ersten Blick, mehr Ertrag oder Qualität bringt (sofern man mehr Erweiß im Weizen als mehr Qualität bezeichnen kann), als ein vergleichbares Feld mit Minimalbodenbearbeitung oder Direktsaat. Doch ich bin davon Überzeugt das wir von einem reinen Ertragsdenken, weg zu einem Denken über Generationen kommen müssen! Sonst leben wir auf Kosten unserer Nachkommen und betreiben Raubbau. Denn pflügen bedeutet immer Bodenabbau. Abgesehen davon wendet sich dieser Vorgang nach einigen Bodenaufbau Jahren wie inzwischen von vielen Praktikern berichtet wird. Denn es ist auch so, dass durch die reduzierte Bodenbearbeitung dem Boden viel Energie -also Leben- erhalten bleibt, welches wiederum für die Nächste Frucht bzw.. für den Humusaufbau, also für den Bodenaufbau und damit für mehr Wasserspeicherung, ...mehr Tragfähigkeit, ...weniger Erosion, ...weniger Nitratauswaschung,... mehr Durchwurzelung,... eine höhere Biol. Aktivität,... eine höhere Krümelstabilität, ...weniger Verdichtungen,... eine höhere Infiltration, ...weniger Nährstoffverluste, ...eine höhere Flächenleistung,... weniger Überfahrten,... weniger Arbeitszeit,... weniger Verschleiß, ...weniger Treibstoffverbrauch, ...ein besserer Kapilaraufstieg, .................................gewährleistet ist. Alles in allem Argumente die eine bessere Zukunft der Landwirtschaft versprechen. Wir müssen dabei aber auch die Geduld haben, dem Boden ein paar "Umstellungsjahre" zu gönnen. Deshalb ist der beste Start für eine reduzierte Bodenbearbeitung nach einer Mehrjährigen Brache zu beginnen. Eine Brache bei der dem Bodenleben viel Futter an der Oberfläche angeboten wird. Dabei kann sich die natürliche Schichtung im Boden durch lange Bodenruhezeiten aufbauen und so das Bodengefüge stabilisieren. Ebenso kann sich in dieser Zeit die Regenwurmdichte auf einige hundert Exemplare /m² entwickeln. Das wiederum gewährleistet eine hohe Wasseraufnahmefähigkeit des Bodens. Nach den Untersuchungen von Prof.Dr.Johannes Bauchhenß (Regenwurmpapst) kann so ein Boden in einer Stunde bis zu 150 Liter Wasser aufnehmen, und in einem Tag bis zu 500 Liter Wasser Pro m². Zugleich liefert so ein Boden bis zu 93,5 kg fruchtbarsten Regenwurmkot pro m² und Jahr an die Oberfläche. Abgesehen davon, wird durch den Humusaufbau auch noch Co² im Boden gespeichert und damit noch ein weiterer wichtiger Umweltaspekt erfüllt. An dieser Stelle eine Berechnung von mir. Gehen wir davon aus das wir den Ackerboden bisher durchschnittlich 15 cm tief bearbeitet haben. Das sind 1500m³ Erdbewegung bei einer Überfahrt. Also etwar 2550 t. Wenn wir nun den Boden nur mehr 4cm tief bearbeiten, so sind das nur mehr 400m³ Erde mit etwar 680t. Der Unterschied beim Zugkraftbedarf ist 1870t. Weiters wird mit der tieferen Bodenbearbeitung auch mehr Wasser verbraucht, welches beim Aufgang der folgenden Samen fehlt. Fehlender Bodenschluß für die Kapilarwirkung kann durch anwalzen nicht ersetzt werden. Auch das Argument, dass von Zeit zu Zeit doch eine tiefere Bodenbearbeitung notwendig ist kann mittlerweile Fachkundig und Wissenschaftlich widerlegt werden. Für mich absolut verständlich ist das man aus Sicht der Agro Industrie weiterhin einen Pflug, einen Untergrundlokerer, eine Kreiselegge, usw. ........braucht. Jedoch sollten wir uns zu Herzen nehmen was unser Boden braucht und nicht jemand anderes. Schließlich leben wir (auch die Viehaltenden Betriebe) von der Bodenfruchtbarkeit und nicht von der Maschinenausstattung.

Antworten: 1

20. März 2006, 08:26 Moarpeda

Bodenfruchtbarkeit

Lieber Biolix Ich bin einer Meinung mit dir und Forschungsergebnisse bestätigen das alles, aber es wird halt noch eine Weile dauern bis es bei allen "klick" macht .

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