Weizenstroh ist die am häufigsten gehandelte Strohsorte. Es hat kräftige, stabile Halme, eine gute Saugfähigkeit (1 kg Stroh bindet bis zu 3 Liter Flüssigkeit) und lässt sich in Tiefboxen, Laufställen und Pferdeboxen ideal einsetzen. Gerstenstroh ist weicher und etwas kürzer, wird gern für Kälber, Ferkel und Jungtiere verwendet und kann in kleinen Mengen als strukturreiches Beifutter mitgefüttert werden. Roggenstroh ist mit bis zu 1,80 Meter das längste Stroh, sehr reißfest und traditionell für Tiefstreu, Reetdächer und Bindstroh im Obstbau genutzt. Haferstroh hat den höchsten Energiegehalt (teilweise mit Körneranteil), wird gelegentlich als Ergänzungsfutter für Rinder eingesetzt, ist aber weniger saugfähig.
Gutes Stroh ist trocken, hellgelb bis goldfarben, riecht neutral und frei von Schimmel oder schwarzen Verfärbungen. Ein Feuchtegehalt unter 14 Prozent ist Voraussetzung für lange Lagerfähigkeit. Regen- oder feuchtigkeitsgeschädigtes Stroh verliert stark an Saugfähigkeit und kann Schimmel ansetzen.