Gute Silage ist das Ergebnis einer sauberen Milchsäuregärung. Der pH-Wert liegt bei Grassilage typischerweise zwischen 4,0 und 4,6, bei Maissilage zwischen 3,8 und 4,2, bei Heulage zwischen 4,5 und 5,0. Der Geruch ist säuerlich-aromatisch, an Sauerteig oder Obst erinnernd. Muffige, ranzige oder an alte Butter erinnernde Noten deuten auf Buttersäuregärung hin, das Futter ist dann nur noch eingeschränkt nutzbar.
Die Folie muss rundum unbeschädigt sein: Jedes Loch, jede Maulwurfaktivität und jede Vogelbeschädigung führt zu Nacherwärmung. Legen Sie die Ballen so ab, dass sie nicht über Kanten oder Steine rollen können, und lagern Sie auf sauberem, trockenem Untergrund. Laboranalysen nach LKV- oder LUFA-Standard geben Auskunft über Energiedichte (6,0 bis 7,0 MJ NEL/kg TS bei guter Grassilage), Rohprotein, Rohfaser, Milch- und Essigsäuregehalt.
Besonders bei Heulage für Pferde ist die Qualität entscheidend: Die empfindlichen Atemwege vertragen keinen Schimmel und keine Buttersäure. Gute Pferdeheulage hat 45 bis 55 Prozent TS, einen angenehmen, leicht süßlich-sauren Geruch und fließt beim Auflockern locker auseinander.