3m oder 6m Drillkombination?

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Lews 25-04-2015 14:21 - E-Mail an User
3m oder 6m Drillkombination?
Hallo Leute,

unsere 3m-Drillkombination ist aufgebraucht und wir brauchen eine neue Bestellkombination.
Bei uns stellt sich jetzt die Frage, ob wir in eine 3m oder 6m Drille investieren, da wir ungefähr 550 - 650ha Getreide jährlich bestellen.

Ich würde gerne mal eure Standpunkte dazu hören, und es wäre nett, wenn ihr mir dazu auch ein paar Argumente bzw. Zahlen nennen könntet.


Mit freundlichen Grüßen
Lews

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1Hansi antwortet um 26-04-2015 09:20 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
3m oder 6m Drillkombination?
Mit wieviel Ps fährst du ? oder würdest du da fahren ?
Wie groß sind die schläge die du bearbeitest welcher boden ?
Nur für dich oder auf LU Basis ? Mehr inos bitte.

Mfg.

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sidney antwortet um 26-04-2015 10:54 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
3m oder 6m Drillkombination?
Hallo!

Also ich denke mal die Fragen zu PS und Schlaggröße stellen sich hier nicht, denn es wird doch jeder selber wissen ob er mit den Gerätschaften fahren kann oder nicht.

Ich fahre seit 4 Jahren mit einer 6m Kombination und bin auf einige Kleinigkeiten eigentlich vollauf zufrieden. Habe selber ca 130ha zu bestellen. Aufgrund der enormen Zeitersparniss könnte ich mir eine Umstellung auf die kleinen Kombinationen überhaupt nicht mehr vorstellen - viel zu viel Zeitaufwand. Unsere Maschine (Avant von Amazon) läuft mit Fronttank sehr genau, minimalste Manueleinstellungen - lässt sich sehr einfach vom Traktor bedienen. (Amazone forever) - kleine Werbung muss einfach sein.
Möchte heuer auch den neuen Pflug von Amazon Cayron - 6-Schar probieren - mal sehen was das Ding kann.

Schönen Sonntag

mfg

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Milky antwortet um 26-04-2015 12:39 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
3m oder 6m Drillkombination?
Nur am Rande, steh auch schon auf der Liste die den neuen Pflug ausprobieren möchten.
LG MILKY


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MF7600 antwortet um 26-04-2015 12:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
3m oder 6m Drillkombination?
kommt auf die technik an.
mit kreiseleggenkombination wär 6m schon vorteilhaft um etwas flächenleistung bei diesem flächenumfang zu haben.
mit ordentlichen gezogenen 3m maschinen sind 600ha kein problem.
mit pflügen würde ich keine zeit verplempern, schon gar nicht bei 600ha...



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179781 antwortet um 26-04-2015 13:16 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
3m oder 6m Drillkombination?
Wir haben für etwa 60 ha Ackerfläche einen 3m Kreiselgrubber mit aufgesattelter Sämaschine zur Verfügung. Wenn das wesentlich mehr Flächen wäre, dann würde ich da sicher keine KE Kombination mehr einsetzen, sondern eine gezogene Kombination aus Großfederzinkenegge und Sämaschine. In eher trockenen Gebieten würde wohl eher noch eine Zinkensämaschine oder eine richtige Direktsaatmaschine das richtige sein. Mit der KE hat man deutlich zu wenig Flächenleistung mit den eingesetzten PS.
Die Aussage von keine Zeit mit Pflügen verplempern muss man glaube ich auch abhänigig von Klima und Boden sehen. Im kontinentalen Klimabereich sicher richtig. Bei uns stehen da rund 100 Euro weniger Kosten für Bodenbearbeitung Mindererträgen von 10 % aufwärts entgegen.

Gottfried

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MF7600 antwortet um 26-04-2015 13:44 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
3m oder 6m Drillkombination?
wieso sollten 10% mindererträge entstehen?
ich würde sagen es werden pfluglos mindestens gleiche bis leicht erhöhte erträge, gerade beim getreide zu erzielen sein.


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ah1 antwortet um 26-04-2015 13:47 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
3m oder 6m Drillkombination?
ohne pflug hat man keine 10% mindererträge. diese etwaigen mindererträge resultieren durch managementfehler, nicht durch die bodenbearbeitung an sich.

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179781 antwortet um 26-04-2015 14:18 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
3m oder 6m Drillkombination?
Bei uns können die wenigsten mit pfluglos vom Wissen und Können etwas anfangen. Das ist wohl ein wesentlicher Grund, dass das nicht gemacht wird. Von denen die es trotzdem tun, wir meist sehr viel und oft recht wild mit Gubber und Tieflockerer herumgebaggert. Zwar ein Schritt in die richtige Richtung aber auch nicht das gelbe vom Ei. Da sind dann auch die Erträge gleich wie beim pflügen. Dort wo es Richtung deutlich reduzierter Bodenbearbeitung geht, sieht es gleich anders aus. Dazu fehlt es bei sehr vielen am nötigen Sachverstand, deshalb funktioniert es bei denen nicht. Die die es richtig machen, haben halt trotzdem die Erfahrung, dass bei Getreide die Erträge geringfügig und bei Mais deutlich niedriger sind. Bei Rübe Kartoffel fehlt es noch weiter. Aber wie schon geschrieben, da sehe ich einfach im Klima einen wesentlichen Faktor. Wir sind bei 900 mm Jahresniederschlag und da gibt es halt auch Zeiten, speziell im Herbst, wo es dauern zu nass ist. Und wo herumgeschmiert wird, ist bei Minimalbodenbearbeitung sofort ein Schaden. Aus meinen Erfahrungen würde ich wo bei 600 mm NIederschlag eine Grenze sehen. Unter der ist pfluglos sicher überlegen und je weniger Niederschlag um so weniger Bodenbearbeitung.

Gottfried

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FeSt antwortet um 26-04-2015 14:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
3m oder 6m Drillkombination?
6m - gezogen auf mittleren bis großen Schlägen
- Fronttank-Dreipunktgespann (klappbar) auf kleineren bis mittleren Schlägen

Ist auch eine Erweiterung der Fahrgassenabstände geplant, damit nicht mit halber Breite begonnen werden muss bei der Saat?

Ist auf Stvo. Rücksicht zu nehmen?
Sonst wäre 4m starr eine Überlegung wert, kostengünstiger, weniger unnützes Klapprahmengewicht, und vielleicht auch kein Schlepperwechsel notwendig, je nach dem was jetzt vorgespannt wurde.

M.

P.S. Von welchen Ertragsniveau bzw. Intensität (und Fruchtfolge) wird hier ausgegangen?
Durchschnitt oder Höchsterträge, um diese "-10%" vergleichbar zu machen?
Die Mehr- und Mindererträge können in der Praxis viel größer sein, ab hängig von vielen Parameter wie Gottfried schon erläutert hat.

Nur das es, je nach Klima und Niederschlag nicht ganz ohne Pflug geht, sieht man an der jüngsten Produktgruppe bei Amazone, doch neu erfinden werden diese den Pflug auch nicht.

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ah1 antwortet um 26-04-2015 15:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
3m oder 6m Drillkombination?
natürlich hat man bei feuchtem boden und reduzierter bearbeitungstiefe die schmierschichten nahe der oberfläche. gerade bei mais sieht man dann, dass der saathorizont im frühjahr austrocknet oder die jungen maiswurzeln schnell auf die verdichtungen stoßen. bei pflugeinsatz sind die verdichtungen etwas tiefer, auf diese trifft der mais erst im sommer.

du schreibst es - die ertragsdepression kommt von falscher bodenbearbeitung = managementfehler. deswegen wäre direktsaat die bessere wahl

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pluto. antwortet um 26-04-2015 15:43 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
3m oder 6m Drillkombination?
Bei ca. 600 ha zu bestellender Fläche erübrigt sich eigentlich die Frage nach der Breite. Du drischt doch auch nicht mit einem Mähdrescher, der nur drei m Arbeitsbreite hat.

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FeSt antwortet um 26-04-2015 16:25 auf diesen Beitrag - E-Mail an User
3m oder 6m Drillkombination?
Für die Leistung einer 6m Drille braucht man einen Mädrescher mit fast 10m Schneidwerk.
Bei reduzierter Bodenbearbeitungssämaschinen mit Vorwerkzeug Scheibenegge fast einen zweiten Mähdrescher, um den vorherigen Vergleich zu relativieren.

Bis auf Mais ist die Druschzeit pro Tag auf höchsten 50-60% Tageszeit begrenzt in unseren Breiten.
Praktiziert werden meistens nur 40%.

Säen kann man rund um die Uhr und solche Flächengrößen werden normalerweise mit mehreren AK geführt.

Je größer der Betrieb, desto effizienter wird meistens jeder Cent berücksichtigt.
Sicher sollte für eine weitere Aufnahmekapazität und für Schlechtwetterjahre 10-20% Reserve eingerechnet werden bei einem Tausch.

M.

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